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Die Folgen von mehr Empowerment und Zusammenarbeit

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Veränderungen mit dem Ziel, Strukturen und Prozesse flexibler und anpassungsfähiger zu gestalten, fordern Führungskräfte auf allen Hierarchieebenen, insbesondere aber jene der mittleren Ebene. Sie befinden sich häufig in einem unlösbaren Spannungsfeld zwischen Macht und Ohnmacht. Die Ergebnisse unserer linguistischen Analyse zeigen zwei unterschiedliche Diskurse: (1) den Diskurs der Handlungsmacht, in dem die Führungskräfte sich aktiv als Subjekte und Objekte innerhalb des hierarchischen Raums positionieren können. (2) Den Diskurs der Ohnmacht, in dem sie aktiv ihre eigene Handlungsunfähigkeit konstituieren. Sie ringen diskursiv um Führungsidentität, -bedeutung und Machtverhältnisse, wenn sie sich in Positionen befinden, die außerhalb des (sicheren) Bereichs des hierarchischen Raums liegen. Denn im kollaborativen Raum, in der Zusammenarbeit auf gleicher Ebene, sind Machtverhältnisse und die Bedeutung von Führung unklar. Selbst wenn mehr Empowerment und Zusammenarbeit gewünscht wird, bedeutet das vor allem für das mittlere Management nicht unbedingt mehr Handlungsmacht. Eine Veränderung der Machtverhältnisse erfordert daher mehr als eine organisatorische Umstrukturierung. Erforderlich ist ein bewusster Fokus auf die vorhandenen Machtverhältnisse, die sich im Führungsdiskurs konstituieren und verfestigen.
Title: Die Folgen von mehr Empowerment und Zusammenarbeit
Description:
Veränderungen mit dem Ziel, Strukturen und Prozesse flexibler und anpassungsfähiger zu gestalten, fordern Führungskräfte auf allen Hierarchieebenen, insbesondere aber jene der mittleren Ebene.
Sie befinden sich häufig in einem unlösbaren Spannungsfeld zwischen Macht und Ohnmacht.
Die Ergebnisse unserer linguistischen Analyse zeigen zwei unterschiedliche Diskurse: (1) den Diskurs der Handlungsmacht, in dem die Führungskräfte sich aktiv als Subjekte und Objekte innerhalb des hierarchischen Raums positionieren können.
(2) Den Diskurs der Ohnmacht, in dem sie aktiv ihre eigene Handlungsunfähigkeit konstituieren.
Sie ringen diskursiv um Führungsidentität, -bedeutung und Machtverhältnisse, wenn sie sich in Positionen befinden, die außerhalb des (sicheren) Bereichs des hierarchischen Raums liegen.
Denn im kollaborativen Raum, in der Zusammenarbeit auf gleicher Ebene, sind Machtverhältnisse und die Bedeutung von Führung unklar.
Selbst wenn mehr Empowerment und Zusammenarbeit gewünscht wird, bedeutet das vor allem für das mittlere Management nicht unbedingt mehr Handlungsmacht.
Eine Veränderung der Machtverhältnisse erfordert daher mehr als eine organisatorische Umstrukturierung.
Erforderlich ist ein bewusster Fokus auf die vorhandenen Machtverhältnisse, die sich im Führungsdiskurs konstituieren und verfestigen.

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