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„Mein Haus, mein Auto, mein Boot“. Zufriedenheit mit dem Lebensstandard als geschlechtsspezifischer Mortalitätsprädiktor
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Zusammenfassung
Hintergrund: Männer haben ein höheres Mortalitätsrisiko als Frauen und reagieren wesentlich sensibler auf statusbezogene Stressbelastungen. Mögliche Erklärungen für die stärker ausgeprägte männliche Empfindlichkeit liefert der über die HPA-Achse vermittelte Zusammenhang zwischen hierarchischem Rang und Gesundheit. Viel Aufmerksamkeit hat in diesem Zusammenhang das Konstrukt des Statusunbehagens erfahren, wonach soziale Vergleichsprozesse das generelle Wohlbefinden senken und als wesentliche Risikofaktoren für verschiedene Erkrankungen angesehen werden.
Methodik: Mittels Sekundärdatenanalyse des sozio-ökonomischen Panels (SOEP) soll analysiert werden, inwiefern die subjektive Unzufriedenheit mit dem eigenen Lebensstandard mit einem erhöhten geschlechtsabhängigen Mortalitätsrisiko assoziiert werden kann. Zur statistischen Modellierung der Fragestellung werden geschlechtsdifferenzierte Cox-Regressionsmodelle berechnet. Die unbalancierte Teilstichprobe umfasst 6 963 Männer (764 Todesfälle) und 7 461 Frauen (663 Todesfälle).
Ergebnisse: Unzufriedenheit mit dem eigenen Lebensstandard hat einen signifikanten Einfluss auf das Mortalitätsrisiko von Männern nicht jedoch von Frauen. Unzufriedene Männer weisen ein nahezu doppelt so hohes Mortalitätsrisiko auf als die Referenzgruppe (HR=1,95, 95% KI 1,48–2,58), Männer mit mittlerer Zufriedenheit ein um 25% höheres Mortalitätsrisiko (HR=1,26, 95% KI 1,08–1,49). Außerdem zeigt der subjektive Statusindikator stärkere Dosis-Wirkungs-Beziehungen als die klassischen objektiven Statusparameter.
Schlussfolgerung: Unzufriedenheit mit dem eigenen Lebensstandard kann mit einem erhöhten geschlechtsabhängigen Mortalitätsrisiko in Verbindung gebracht werden und erweist sich als klarer Prädiktor insbesondere für die männliche Mortalität. Eine zentrale Ursache können über die HPA-Achse vermittelte Stressreaktionen aufgrund von herabsetzenden sozialen Vergleichsprozessen zu sein. Die Ergebnisse sprechen für eine standardisierte Einbeziehung subjektiver Statusindikatoren; der ausgeprägte Geschlechterunterschied legt darüber hinaus eine geschlechtergerechte epidemiologische Datenanalyse nahe.
Title: „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“. Zufriedenheit mit dem Lebensstandard als geschlechtsspezifischer Mortalitätsprädiktor
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Zusammenfassung
Hintergrund: Männer haben ein höheres Mortalitätsrisiko als Frauen und reagieren wesentlich sensibler auf statusbezogene Stressbelastungen.
Mögliche Erklärungen für die stärker ausgeprägte männliche Empfindlichkeit liefert der über die HPA-Achse vermittelte Zusammenhang zwischen hierarchischem Rang und Gesundheit.
Viel Aufmerksamkeit hat in diesem Zusammenhang das Konstrukt des Statusunbehagens erfahren, wonach soziale Vergleichsprozesse das generelle Wohlbefinden senken und als wesentliche Risikofaktoren für verschiedene Erkrankungen angesehen werden.
Methodik: Mittels Sekundärdatenanalyse des sozio-ökonomischen Panels (SOEP) soll analysiert werden, inwiefern die subjektive Unzufriedenheit mit dem eigenen Lebensstandard mit einem erhöhten geschlechtsabhängigen Mortalitätsrisiko assoziiert werden kann.
Zur statistischen Modellierung der Fragestellung werden geschlechtsdifferenzierte Cox-Regressionsmodelle berechnet.
Die unbalancierte Teilstichprobe umfasst 6 963 Männer (764 Todesfälle) und 7 461 Frauen (663 Todesfälle).
Ergebnisse: Unzufriedenheit mit dem eigenen Lebensstandard hat einen signifikanten Einfluss auf das Mortalitätsrisiko von Männern nicht jedoch von Frauen.
Unzufriedene Männer weisen ein nahezu doppelt so hohes Mortalitätsrisiko auf als die Referenzgruppe (HR=1,95, 95% KI 1,48–2,58), Männer mit mittlerer Zufriedenheit ein um 25% höheres Mortalitätsrisiko (HR=1,26, 95% KI 1,08–1,49).
Außerdem zeigt der subjektive Statusindikator stärkere Dosis-Wirkungs-Beziehungen als die klassischen objektiven Statusparameter.
Schlussfolgerung: Unzufriedenheit mit dem eigenen Lebensstandard kann mit einem erhöhten geschlechtsabhängigen Mortalitätsrisiko in Verbindung gebracht werden und erweist sich als klarer Prädiktor insbesondere für die männliche Mortalität.
Eine zentrale Ursache können über die HPA-Achse vermittelte Stressreaktionen aufgrund von herabsetzenden sozialen Vergleichsprozessen zu sein.
Die Ergebnisse sprechen für eine standardisierte Einbeziehung subjektiver Statusindikatoren; der ausgeprägte Geschlechterunterschied legt darüber hinaus eine geschlechtergerechte epidemiologische Datenanalyse nahe.
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