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Barrettkarzinom

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Die Inzidenz des Barrettösophagus, sowohl des Long-Segment als auch Short-Segment, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Ein wesentlicher Grund liegt hier aber in der Zunahme der Endoskopiezahlen. Gleichzeitig nimmt in der westlichen Welt aber auch das Barrettadenokarzinom zu, während die Inzidenz des Plattenepithelkarzinoms abnimmt. Neben einer verbesserten endoskopischen Detektion scheinen hier aber andere Faktoren, insbesondere exogene wie Ernährung, Reflux und Adipositas eine Rolle zu spielen.Aufgrund der jetzigen Datenlage kann man festhalten, dass das Risiko des Barrettadenokarzinoms überschätzt wurde. Dies lag v.a. an einem Publikationsbias. Das Risiko für ein Barrettadenokarzinom wird derzeit mit 0.5%/Jahr angegeben. Sowohl in deutschen als auch in den amerikanischen Leitlinien wird eine Screeningendoskopie generell nicht empfohlen, lediglich bei langjährigem Reflux sollte eine Ösophago-Duodeno-Gastroskopie (ÖGD) vorgenommen werden. Die Diagnose des Barrettösophagus ist eine endoskopisch-histologische, d.h. die Entnahme von 4-Quadrantenbiospien in 1–2 cm Abständen ist derzeitiger Goldstandard. Möglicherweise können Färbemethoden (Methylenblau, Essigsäure) in Kombination mit der Zoomendoskopie die Diagnose erleichtern. Beim gesicherten Barrettösophagus werden regelmässige Überwachungsendoskopien je nach Vorhandensein von intraepithelialen Neoplasien empfohlen.Während beim Barrettösophagus ohne bzw. mit leichtgradigen intraepithelialen Neoplasien nur Überwachungen erforderlich sind, sollte beim Nachweis von schwergradigen intraepithelialen Neoplasien eine Therapie durchgeführt werden. Bei sichtbaren Läsionen hat sich zunehmend die EMR als erfolgversprechend gezeigt, da sie bei gleicher Effektivität eine niedrigere Mortalität und Morbidität aufweist als die Operation. Bei nicht sichtbaren intraepithelialen Neoplasien ist die photodynamische Therapie ein Erfolg versprechendes Verfahren. In Analogie zu den schwergradigen intraepithelialen Neoplasien können mukosale Barrettadenokarzinome ebenso endoskopisch behandelt werden. Beim Nachweis eines submukosalen Karzinoms ist die Operation erforderlich.
Hogrefe Publishing Group
Title: Barrettkarzinom
Description:
Die Inzidenz des Barrettösophagus, sowohl des Long-Segment als auch Short-Segment, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.
Ein wesentlicher Grund liegt hier aber in der Zunahme der Endoskopiezahlen.
Gleichzeitig nimmt in der westlichen Welt aber auch das Barrettadenokarzinom zu, während die Inzidenz des Plattenepithelkarzinoms abnimmt.
Neben einer verbesserten endoskopischen Detektion scheinen hier aber andere Faktoren, insbesondere exogene wie Ernährung, Reflux und Adipositas eine Rolle zu spielen.
Aufgrund der jetzigen Datenlage kann man festhalten, dass das Risiko des Barrettadenokarzinoms überschätzt wurde.
Dies lag v.
a.
an einem Publikationsbias.
Das Risiko für ein Barrettadenokarzinom wird derzeit mit 0.
5%/Jahr angegeben.
Sowohl in deutschen als auch in den amerikanischen Leitlinien wird eine Screeningendoskopie generell nicht empfohlen, lediglich bei langjährigem Reflux sollte eine Ösophago-Duodeno-Gastroskopie (ÖGD) vorgenommen werden.
Die Diagnose des Barrettösophagus ist eine endoskopisch-histologische, d.
h.
die Entnahme von 4-Quadrantenbiospien in 1–2 cm Abständen ist derzeitiger Goldstandard.
Möglicherweise können Färbemethoden (Methylenblau, Essigsäure) in Kombination mit der Zoomendoskopie die Diagnose erleichtern.
Beim gesicherten Barrettösophagus werden regelmässige Überwachungsendoskopien je nach Vorhandensein von intraepithelialen Neoplasien empfohlen.
Während beim Barrettösophagus ohne bzw.
mit leichtgradigen intraepithelialen Neoplasien nur Überwachungen erforderlich sind, sollte beim Nachweis von schwergradigen intraepithelialen Neoplasien eine Therapie durchgeführt werden.
Bei sichtbaren Läsionen hat sich zunehmend die EMR als erfolgversprechend gezeigt, da sie bei gleicher Effektivität eine niedrigere Mortalität und Morbidität aufweist als die Operation.
Bei nicht sichtbaren intraepithelialen Neoplasien ist die photodynamische Therapie ein Erfolg versprechendes Verfahren.
In Analogie zu den schwergradigen intraepithelialen Neoplasien können mukosale Barrettadenokarzinome ebenso endoskopisch behandelt werden.
Beim Nachweis eines submukosalen Karzinoms ist die Operation erforderlich.

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