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Die bundesdeutsche Wehrpflichtaussetzung durch Karl-Theodor zu Guttenberg. Alles eine Frage des Narrativs?

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ZusammenfassungDie im Jahr 2010 vom damaligen Bundesminister der Verteidigung, Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), ergriffene Initiative zur Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht stellte eine Zäsur dar, die nur von den wenigsten Beobachtern zuvor erwartet worden war. Schließlich brach die ein Jahr später beschlossene Aussetzung des Wehrdienstes mit einer politisch-militärischen Kontinuitätslinie, die in der Bundesrepublik Deutschland seit 1956 Bestand hatte. Der vorliegende Beitrag wählt eine narrationsanalytische Perspektive, um zu untersuchen, inwiefern es zu Guttenberg durch die Verwendung zusammenhängender sprachlich-erzählerischer Muster gelang, das lange als politisches Tabuthema geltende Vorhaben schlussendlich als „Wehrrechtsänderungsgesetz 2011“ durchzusetzen. Ziel ist es, die erzählerischen Kontinuitäten, aber auch (überraschenden) Wendungen aufzuzeigen, die es ermöglichten, einen für die militärische Zukunft Deutschlands bedeutsamen Politikwechsel zu vollziehen. Dabei wird ersichtlich werden, dass zu Guttenberg für sein Vorhaben anfangs insbesondere finanzpolitische Argumente anführte, während später vor allem sicherheits- sowie gesellschaftspolitische Begründungsstrukturen bedeutungstragend wurden.
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Title: Die bundesdeutsche Wehrpflichtaussetzung durch Karl-Theodor zu Guttenberg. Alles eine Frage des Narrativs?
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ZusammenfassungDie im Jahr 2010 vom damaligen Bundesminister der Verteidigung, Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), ergriffene Initiative zur Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht stellte eine Zäsur dar, die nur von den wenigsten Beobachtern zuvor erwartet worden war.
Schließlich brach die ein Jahr später beschlossene Aussetzung des Wehrdienstes mit einer politisch-militärischen Kontinuitätslinie, die in der Bundesrepublik Deutschland seit 1956 Bestand hatte.
Der vorliegende Beitrag wählt eine narrationsanalytische Perspektive, um zu untersuchen, inwiefern es zu Guttenberg durch die Verwendung zusammenhängender sprachlich-erzählerischer Muster gelang, das lange als politisches Tabuthema geltende Vorhaben schlussendlich als „Wehrrechtsänderungsgesetz 2011“ durchzusetzen.
Ziel ist es, die erzählerischen Kontinuitäten, aber auch (überraschenden) Wendungen aufzuzeigen, die es ermöglichten, einen für die militärische Zukunft Deutschlands bedeutsamen Politikwechsel zu vollziehen.
Dabei wird ersichtlich werden, dass zu Guttenberg für sein Vorhaben anfangs insbesondere finanzpolitische Argumente anführte, während später vor allem sicherheits- sowie gesellschaftspolitische Begründungsstrukturen bedeutungstragend wurden.

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