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Ein Kapitel europäischer Theatergeschichte und eine politische Provokation: Die Meininger Festwoche 1886 mit Henrik Ibsen, Richard Voß und Paul Lindau
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Mit der Meininger Festwoche initiierte Georg II. von Sachsen-Meiningen 1886 an seinem Hoftheater ein Ereignis, das nicht nur das beschauliche Meiningen verschreckte, sondern einen gesellschaftlichen Tabubruch bedeutete. Der Herzog brachte das skandalumwitterte Ibsen-Stück Gespenster neben Richard Voß‘ Alexandra und Paul Lindaus Echegaray-Bearbeitung Galeotto zur Aufführung. Damit inszenierte er moderne Gesellschaftsdramen, die in ihrem sozialkritischen Potenzial und ihrem Sittlichkeitsanspruch bereits auf den Naturalismus wiesen und – mit einem norwegischen, spanischen und deutschen Autor – dessen europäische Dimension herausstellten. Diese Festwoche bedeutete im Deutschen Kaiserreich eine politische Provokation, die bei den Gastspielen der Meininger mit Verboten beantwortet wurde.A Chapter of European Theater History and a Political Provocation: The Meiningen Festival Week 1886 with Plays by Henrik Ibsen, Richard Voss and Paul LindauAt the Meiningen Festival Week in 1886, George II of Saxony-Meiningen at his court theater initiated an event which not only frightened the contemplative city of Meiningen but signified a social violation of tabus. The Duke had his theater produce the scandalous Ibsen play “Ghosts” in addition to Richard Voss’ “Alexandra” and Paul Lindau’s Echegaray adaptation of “Galeotto”. The socially critical potential of these plays and their new morality pointed to Naturalism. The fact that these plays were written by a Norwegian, a Spanish and a German author demonstrated the European dimension of these ideas. In Imperial Germany, this festival week signified a political provocation that resulted in bans of guest performances by the Meiningen theater troupe.
Title: Ein Kapitel europäischer Theatergeschichte und eine politische Provokation: Die Meininger Festwoche 1886 mit Henrik Ibsen, Richard Voß und Paul Lindau
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Mit der Meininger Festwoche initiierte Georg II.
von Sachsen-Meiningen 1886 an seinem Hoftheater ein Ereignis, das nicht nur das beschauliche Meiningen verschreckte, sondern einen gesellschaftlichen Tabubruch bedeutete.
Der Herzog brachte das skandalumwitterte Ibsen-Stück Gespenster neben Richard Voß‘ Alexandra und Paul Lindaus Echegaray-Bearbeitung Galeotto zur Aufführung.
Damit inszenierte er moderne Gesellschaftsdramen, die in ihrem sozialkritischen Potenzial und ihrem Sittlichkeitsanspruch bereits auf den Naturalismus wiesen und – mit einem norwegischen, spanischen und deutschen Autor – dessen europäische Dimension herausstellten.
Diese Festwoche bedeutete im Deutschen Kaiserreich eine politische Provokation, die bei den Gastspielen der Meininger mit Verboten beantwortet wurde.
A Chapter of European Theater History and a Political Provocation: The Meiningen Festival Week 1886 with Plays by Henrik Ibsen, Richard Voss and Paul LindauAt the Meiningen Festival Week in 1886, George II of Saxony-Meiningen at his court theater initiated an event which not only frightened the contemplative city of Meiningen but signified a social violation of tabus.
The Duke had his theater produce the scandalous Ibsen play “Ghosts” in addition to Richard Voss’ “Alexandra” and Paul Lindau’s Echegaray adaptation of “Galeotto”.
The socially critical potential of these plays and their new morality pointed to Naturalism.
The fact that these plays were written by a Norwegian, a Spanish and a German author demonstrated the European dimension of these ideas.
In Imperial Germany, this festival week signified a political provocation that resulted in bans of guest performances by the Meiningen theater troupe.
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