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Aristide Bruant - Erneuerer Des Chansons Und Revolutionär Der Melodramatischen Deklamation

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Die Unterscheidung zwischen Chanson und »Monologue« ist konstitutiv für deren Darbietung und Notation. Die Chansons werden in traditioneller Notenschrift aufgeschrieben und gesungen, die Monologe, die im Zusammenhang mit der seit 1870 existierenden Monologmode in Frankreich einzuordnen sind, auf vier verschiedene Weisen als Mini-Melodramen notiert und melodramatisch vorgetragen. Die verbreitete Notation - Text über der Musik ausgeschrieben - ist auch bei Bruant am häufigsten, die Textsilben mit Notenwerten zu versehen, die auch der Tradition angehört, verwendet er auch; seine Erfindung sind hingegebn die Notationen mit Kreuzen auf einer Linie oder auf verschiedenen Linien, die Bruant seit 1880 in den Einzeldrucken seiner Chansons verwendet. Damit fixierte er eine neue verfremdende Deklamation, die über Humperdinck den Weg in die Neue Musik fand. Bruant nimmt die unterste, verlorene Gesellschaftsschicht in den Focus, wie sich auch Zola in seinen Romanen schildert. In seinen Publikationen werden die Chansons und Monologe mit ausdruckstarken Kreide-Lithographien illustriert, die von renommierten Grafikern wie Steinlen stammen. Émile Zola beschreibt in seinem Roman Paris sehr kritisch den »Chant noir« und distanziert sich damit von seinem vorherigen Mitkämpfer für die Deprivilegierten und Gescheiterten. Dafür lieferte Bruant mit seinem Chanson »Lettre à Émile Zola« den Grund, in dem er Zola wegen seiner Stellungnahme in der Affäre Dreyfus verleumdet hat.
transcript Verlag
Title: Aristide Bruant - Erneuerer Des Chansons Und Revolutionär Der Melodramatischen Deklamation
Description:
Die Unterscheidung zwischen Chanson und »Monologue« ist konstitutiv für deren Darbietung und Notation.
Die Chansons werden in traditioneller Notenschrift aufgeschrieben und gesungen, die Monologe, die im Zusammenhang mit der seit 1870 existierenden Monologmode in Frankreich einzuordnen sind, auf vier verschiedene Weisen als Mini-Melodramen notiert und melodramatisch vorgetragen.
Die verbreitete Notation - Text über der Musik ausgeschrieben - ist auch bei Bruant am häufigsten, die Textsilben mit Notenwerten zu versehen, die auch der Tradition angehört, verwendet er auch; seine Erfindung sind hingegebn die Notationen mit Kreuzen auf einer Linie oder auf verschiedenen Linien, die Bruant seit 1880 in den Einzeldrucken seiner Chansons verwendet.
Damit fixierte er eine neue verfremdende Deklamation, die über Humperdinck den Weg in die Neue Musik fand.
Bruant nimmt die unterste, verlorene Gesellschaftsschicht in den Focus, wie sich auch Zola in seinen Romanen schildert.
In seinen Publikationen werden die Chansons und Monologe mit ausdruckstarken Kreide-Lithographien illustriert, die von renommierten Grafikern wie Steinlen stammen.
Émile Zola beschreibt in seinem Roman Paris sehr kritisch den »Chant noir« und distanziert sich damit von seinem vorherigen Mitkämpfer für die Deprivilegierten und Gescheiterten.
Dafür lieferte Bruant mit seinem Chanson »Lettre à Émile Zola« den Grund, in dem er Zola wegen seiner Stellungnahme in der Affäre Dreyfus verleumdet hat.

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