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Kommunale Kulturpolitik aus der »Kraft der Gegenwart«

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Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen am Beispiel kommunaler Kulturpolitik der Industriestädte Gelsenkirchen und Wolfsburg in der jungen Bundesrepublik. Gelsenkirchen und Wolfsburg nahmen vor dem Hintergrund ihrer besonderen Stadtwerdung sowie herausgehobenen Teilhabe am „Wirtschaftswunder“ einen „Sonderstatus“ im bundesrepublikanischen Vergleich ein. Daraus speiste sich im Kontext der von beiden Industriestädten betriebenen Kulturpolitik ein Emanzipationsbestreben: von der eigenen NS-Vergangenheit, den traditionsreichen Städten der unmittelbaren Umgebung und den auch kulturpolitisch wirkmächtig auftretenden lokalen Industrieunternehmen. Dabei sollten groß angelegte und innovative Kulturprojekte identitätsstiftend wirken und bauliche wie ideologische Leerstellen ausfüllen, aber auch integrativ und bisweilen „volkserzieherisch“ funktionieren. Städtische Entscheiderinnen und Entscheider waren dabei einflussreiche Akteurinnen und Akteure, die im kulturpolitischen Versuchslabor eigene Ambitionen und Vorstellungen hatten. Die durchaus experimentierfreudigen kulturpolitischen Suchbewegungen innerhalb der gegebenen wie auch selbst geschaffenen Räume offenbaren im bundesrepublikanischen Kontext einen doppelten Vorsprung: Sowohl im Bereich der kulturpolitischen Programmatik als auch bei der Zuwendung zur kontrovers diskutierten zeitgenössischen Kunst waren beide Industriestädte ihrer Zeit voraus - wenn auch nicht ohne deutliche Ambivalenten. So spiegelt sich die konfliktbehaftete demokratische Findungsphase der 1950er und 1960er Jahre in beiden Kommunen wie unter einem Brennglas betrachtet wider.
Wallstein Verlag
Title: Kommunale Kulturpolitik aus der »Kraft der Gegenwart«
Description:
Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen am Beispiel kommunaler Kulturpolitik der Industriestädte Gelsenkirchen und Wolfsburg in der jungen Bundesrepublik.
Gelsenkirchen und Wolfsburg nahmen vor dem Hintergrund ihrer besonderen Stadtwerdung sowie herausgehobenen Teilhabe am „Wirtschaftswunder“ einen „Sonderstatus“ im bundesrepublikanischen Vergleich ein.
Daraus speiste sich im Kontext der von beiden Industriestädten betriebenen Kulturpolitik ein Emanzipationsbestreben: von der eigenen NS-Vergangenheit, den traditionsreichen Städten der unmittelbaren Umgebung und den auch kulturpolitisch wirkmächtig auftretenden lokalen Industrieunternehmen.
Dabei sollten groß angelegte und innovative Kulturprojekte identitätsstiftend wirken und bauliche wie ideologische Leerstellen ausfüllen, aber auch integrativ und bisweilen „volkserzieherisch“ funktionieren.
Städtische Entscheiderinnen und Entscheider waren dabei einflussreiche Akteurinnen und Akteure, die im kulturpolitischen Versuchslabor eigene Ambitionen und Vorstellungen hatten.
Die durchaus experimentierfreudigen kulturpolitischen Suchbewegungen innerhalb der gegebenen wie auch selbst geschaffenen Räume offenbaren im bundesrepublikanischen Kontext einen doppelten Vorsprung: Sowohl im Bereich der kulturpolitischen Programmatik als auch bei der Zuwendung zur kontrovers diskutierten zeitgenössischen Kunst waren beide Industriestädte ihrer Zeit voraus - wenn auch nicht ohne deutliche Ambivalenten.
So spiegelt sich die konfliktbehaftete demokratische Findungsphase der 1950er und 1960er Jahre in beiden Kommunen wie unter einem Brennglas betrachtet wider.

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