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Der Kardiotokographiescore nach Hammacher in der elektronischen Analyse
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<i>Fragestellung:</i> Nachdem die quantitative, voll computerisierte Kardiotokographie (CTG)-Auswertung (G.S. Dawes) zu verlässlichen Resultaten geführt hat, sollte überprüft werden, ob auch eine semiquantitative CTG-Analyse in Verbindung mit einem CTG-Score (K. Hammacher) ähnlich brauchbare Ergebnisse zeitigt. <i>Methodik:</i> Die letzten 120 direkt abgeleiteten, intrapartalen CTG-Minuten (HP 8040A, 80300A) von 393 Feten, die auf vaginalem Weg zur Welt gekommen waren, wurden mit einfachen Hilfsmitteln (Lupe, Stechzirkel, Plexiglasschublehre) ausgewertet. Bestimmt wurden die Anzahl der Umkehrpunkte, die Bandbreite und das mittlere Frequenzniveau für jede individuelle CTG-Minute. Weiterhin wurden alle Dezelerationen sowohl qualitativ (28 Schlüsselpositionen) wie auch quantitativ nummerisch erfasst (Beginn, Ende und Tiefe der Dezelerationen). Der CTG-Score nach Hammacher wurde in Fortran IV programmiert und als Subroutine in ein grösseres Programmsystem integriert. <i>Ergebnisse:</i> Während der letzten 30 min ante partum wurde der Score 4 am häufigsten (35,4%) angetroffen. Die Scorewerte 10, 11, 12, 14, 15, 16, 17 und 18 kamen nicht einmal zur Beobachtung. Anhand der «prozentualen Punktvergabe» für die drei Komponenten des Scores liess sich zeigen, dass das Dezelerationsgeschehen im Vergleich mit den beiden anderen Komponenten numerisch überbewertet ist. Die Rangkorrelation zwischen Scorewert und aktuellem pH im Nabelarterienblut war hochsignifikant (p ≪ 0,001). Die Punktbewertung des CTGs steigt erst ab einem pH von 7,15 erkennbar an. Die Sensitivität für Score ≤4 beträgt für den pH von 7,10 87,2% und erreicht für den pH 7,00 eine Sensitivität von 100,0%. <i>Schlussfolgerungen:</i> Die CTG-Interpretation mit dem Hammacher-Score, basierend auf einer semiquantitativen Auswertung, führt zu klinisch brauchbaren Resultaten. Es ist davon auszugehen, dass diese Resultate durch eine Veränderung der Scorearchitektur weiterhin verbessert werden können. Die semiquantitative CTG-Analyse ist neben der vollcomputerisierten Analyse geeignet, den Stellenwert dieser Überwachungsmethode endgültig zu bestimmen.
Title: Der Kardiotokographiescore nach Hammacher in der elektronischen Analyse
Description:
<i>Fragestellung:</i> Nachdem die quantitative, voll computerisierte Kardiotokographie (CTG)-Auswertung (G.
S.
Dawes) zu verlässlichen Resultaten geführt hat, sollte überprüft werden, ob auch eine semiquantitative CTG-Analyse in Verbindung mit einem CTG-Score (K.
Hammacher) ähnlich brauchbare Ergebnisse zeitigt.
<i>Methodik:</i> Die letzten 120 direkt abgeleiteten, intrapartalen CTG-Minuten (HP 8040A, 80300A) von 393 Feten, die auf vaginalem Weg zur Welt gekommen waren, wurden mit einfachen Hilfsmitteln (Lupe, Stechzirkel, Plexiglasschublehre) ausgewertet.
Bestimmt wurden die Anzahl der Umkehrpunkte, die Bandbreite und das mittlere Frequenzniveau für jede individuelle CTG-Minute.
Weiterhin wurden alle Dezelerationen sowohl qualitativ (28 Schlüsselpositionen) wie auch quantitativ nummerisch erfasst (Beginn, Ende und Tiefe der Dezelerationen).
Der CTG-Score nach Hammacher wurde in Fortran IV programmiert und als Subroutine in ein grösseres Programmsystem integriert.
<i>Ergebnisse:</i> Während der letzten 30 min ante partum wurde der Score 4 am häufigsten (35,4%) angetroffen.
Die Scorewerte 10, 11, 12, 14, 15, 16, 17 und 18 kamen nicht einmal zur Beobachtung.
Anhand der «prozentualen Punktvergabe» für die drei Komponenten des Scores liess sich zeigen, dass das Dezelerationsgeschehen im Vergleich mit den beiden anderen Komponenten numerisch überbewertet ist.
Die Rangkorrelation zwischen Scorewert und aktuellem pH im Nabelarterienblut war hochsignifikant (p ≪ 0,001).
Die Punktbewertung des CTGs steigt erst ab einem pH von 7,15 erkennbar an.
Die Sensitivität für Score ≤4 beträgt für den pH von 7,10 87,2% und erreicht für den pH 7,00 eine Sensitivität von 100,0%.
<i>Schlussfolgerungen:</i> Die CTG-Interpretation mit dem Hammacher-Score, basierend auf einer semiquantitativen Auswertung, führt zu klinisch brauchbaren Resultaten.
Es ist davon auszugehen, dass diese Resultate durch eine Veränderung der Scorearchitektur weiterhin verbessert werden können.
Die semiquantitative CTG-Analyse ist neben der vollcomputerisierten Analyse geeignet, den Stellenwert dieser Überwachungsmethode endgültig zu bestimmen.
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