Javascript must be enabled to continue!
Digitale Souveränität in der Data Governance Schweizer Unternehmen
View through CrossRef
As a result of growing international tensions, digital sovereignty has become a topic of increasing relevance for European and Swiss stakeholders. Beyond the significance of digital sovereignty to states and citizens, companies also start to make up their minds about how to control their data and technology. In this paper, we examine how digital sovereignty is perceived in the context of corporate data governance. To this end, we conducted 16 qualitative interviews with politicians, business associations, experts, and representatives of large and small companies from Switzerland. Our results show that knowledge about digital sovereignty is still in its infancy and that many companies have not yet developed specific strategies to address the issue. Nevertheless, many Swiss companies express their willingness to expand efforts on dealing with issues affected by digital sovereignty. Especially smaller companies expressed their interest in reinforcing digital sovereignty and promoting Swiss IT solutions. It also became apparent that the costs of sovereignty-enhancing measures did not play a decisive role for many companies, as digital sovereignty was frequently perceived as a basic component of security. From our findings, we derive detailed recommendations on actions companies should take to develop a so-called sovereignty-centered data governance strategy.Digitale Souveränität ist ein Thema, das aufgrund zunehmender internationaler Krisen und Konflikte im europäischen und Schweizer Diskurs zunehmend an Bedeutung gewinnt. Hierbei spielt diese nicht nur für Staaten und Bürger eine wichtige Rolle, sondern zunehmend auch für Unternehmen. Wir untersuchen in unserer Arbeit, wie die digitale Souveränität im Kontext der Data Governance von Unternehmen wahrgenommen und bewertet wird. Hierfür haben wir 16 qualitative Interviews mit Politikern, Unternehmensverbänden, Experten und Vertretern von grossen und kleineren Unternehmen durchgeführt. Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Wissen über digitale Souveränität noch rudimentär ist und viele Unternehmen keine speziellen Strategien in ihrer Data Governance zum Umgang mit dem Thema gefunden haben. Dennoch drücken viele Unternehmen aus, mehr für digitale Souveränität tun zu wollen. Besonders kleinere Unternehmen sind an Schweizer IT-Lösungen interessiert. Es zeigte sich auch, dass Kosten von souveränitätssteigernden Massnahmen für viele Unternehmen keine massgebende Rolle spielten, da digitale Souveränität oft als elementarer Bestandteil einer Sicherheitsstrategie wahrgenommen wurde. Aus unseren Ergebnissen leiten wir konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen in einem souveränitätszentrierten Data Governance Framework ab.
Title: Digitale Souveränität in der Data Governance Schweizer Unternehmen
Description:
As a result of growing international tensions, digital sovereignty has become a topic of increasing relevance for European and Swiss stakeholders.
Beyond the significance of digital sovereignty to states and citizens, companies also start to make up their minds about how to control their data and technology.
In this paper, we examine how digital sovereignty is perceived in the context of corporate data governance.
To this end, we conducted 16 qualitative interviews with politicians, business associations, experts, and representatives of large and small companies from Switzerland.
Our results show that knowledge about digital sovereignty is still in its infancy and that many companies have not yet developed specific strategies to address the issue.
Nevertheless, many Swiss companies express their willingness to expand efforts on dealing with issues affected by digital sovereignty.
Especially smaller companies expressed their interest in reinforcing digital sovereignty and promoting Swiss IT solutions.
It also became apparent that the costs of sovereignty-enhancing measures did not play a decisive role for many companies, as digital sovereignty was frequently perceived as a basic component of security.
From our findings, we derive detailed recommendations on actions companies should take to develop a so-called sovereignty-centered data governance strategy.
Digitale Souveränität ist ein Thema, das aufgrund zunehmender internationaler Krisen und Konflikte im europäischen und Schweizer Diskurs zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Hierbei spielt diese nicht nur für Staaten und Bürger eine wichtige Rolle, sondern zunehmend auch für Unternehmen.
Wir untersuchen in unserer Arbeit, wie die digitale Souveränität im Kontext der Data Governance von Unternehmen wahrgenommen und bewertet wird.
Hierfür haben wir 16 qualitative Interviews mit Politikern, Unternehmensverbänden, Experten und Vertretern von grossen und kleineren Unternehmen durchgeführt.
Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Wissen über digitale Souveränität noch rudimentär ist und viele Unternehmen keine speziellen Strategien in ihrer Data Governance zum Umgang mit dem Thema gefunden haben.
Dennoch drücken viele Unternehmen aus, mehr für digitale Souveränität tun zu wollen.
Besonders kleinere Unternehmen sind an Schweizer IT-Lösungen interessiert.
Es zeigte sich auch, dass Kosten von souveränitätssteigernden Massnahmen für viele Unternehmen keine massgebende Rolle spielten, da digitale Souveränität oft als elementarer Bestandteil einer Sicherheitsstrategie wahrgenommen wurde.
Aus unseren Ergebnissen leiten wir konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen in einem souveränitätszentrierten Data Governance Framework ab.
Related Results
E-Learning
E-Learning
E-Learning ist heute aus keinem pädagogischen Lehrraum mehr wegzudenken. In allen Bereichen von Schule über die berufliche bis zur universitären Ausbildung und besonders im Bereich...
Wachstumsdeterminanten junger innovativer Unternehmen: Empirische Ergebnisse für West-Deutschland / Growth Determinants of Young Innovative Firms: Empirical Results for West-Germany
Wachstumsdeterminanten junger innovativer Unternehmen: Empirische Ergebnisse für West-Deutschland / Growth Determinants of Young Innovative Firms: Empirical Results for West-Germany
Zusammenfassung
Die Ergebnisse der multivariaten Analysen zur Beschäftigungsdynamik und dem Wachstumspotential junger innovativer Unternehmen lassen erkennen, daß j...
Photolabile Schutzgruppen und ihre Anwendung zur wellenlängenselektiven Aktivierung und Deaktivierung eines Antibiotikums
Photolabile Schutzgruppen und ihre Anwendung zur wellenlängenselektiven Aktivierung und Deaktivierung eines Antibiotikums
Die Verwendung von photolabilen Schutzgruppen zur nicht-invasiven Kontrolle von Systemen birgt ein großes Potential für verschiedenste Anwendungsgebiete, die von der Erforschung un...
Verena Doelker-Tobler und das Kinderprogramm beim Schweizer Fernsehen
Verena Doelker-Tobler und das Kinderprogramm beim Schweizer Fernsehen
Bereits im Jahr 1961 übernahm Verena Doelker-Tobler die Redaktionsleitung des Kinderprogramms beim Schweizer Fernsehen. Sie war somit eine der Pionier:innen, als das Schweizer Fern...
28. Anton Mühldorf: Einige Betrachtungen zur Membranmorphologie der Blaualgen
28. Anton Mühldorf: Einige Betrachtungen zur Membranmorphologie der Blaualgen
Zusammenfassung
. Entgegen der verbreiteten Annahme, daß die Bildung und Entwicklung der Querwand bei der Zellteilung der Cyanophyceenzellen durch Einfaltung und Einwachsen der Län...
Gespenstische Souveränität
Gespenstische Souveränität
Das Ende des Kaiserreichs und die Novemberrevolution von 1918 markieren einen Umbruch, der die Zwischenkriegszeit in Atem halten wird. Es beginnt die Suche nach alternativen politi...
Diagramme im Handumdrehen - Der Gebrauch von Gesten beim Mathematiklernen
Diagramme im Handumdrehen - Der Gebrauch von Gesten beim Mathematiklernen
Ausgangspunkt der Forschungsarbeit ist der Gebrauch von Gesten in mathematischen Interaktionen von Lernenden. Es wird untersucht, inwiefern Gesten Teil des mathematischen Aushandlu...
6. Gertraud Haase‐Bessell: Karyologische Beobachtungen an zwei Rosenbastarden und deren prinzipielle Auswertung
6. Gertraud Haase‐Bessell: Karyologische Beobachtungen an zwei Rosenbastarden und deren prinzipielle Auswertung
Zusammenfassung1. Der Bastard R. microphylla × R. rugosa und seine Eltern wurden untersucht. Alle drei Rosen sind diploid mit 7/14 Chromosomen. Chromosomen und Gemini der Genome si...

