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“Jeg sender nogle nye messer …”. Om Rasmus Heinssen og repertoiret i Christian 3.s kantori i midten af 1500-tallet
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Der Artikel beschäftigt sich mit Rasmus Heinssen (1530-1602), der 1555-1556 als sangmester genannt wird, was heißt, dass er als Leiter der Hofkantorei im Dienste Christians 3. stand. Um die Jahreswende 1556-1557 zog er in die Luther-Stadt Wittenberg, um dort mit königlichem Stipendium zu studieren. Nachdem er 1560 an der Universität Wittenberg den Magistergrad erworben hatte, kehrte er wenig später nach Dänemark zurück. Dennoch wurde er nicht wieder in sein altes Amt eingesetzt, da Christian 3. in der Zwischenzeit gleich drei neue Sangmeister angestellt hatte, beauftragt mit der Durchführung einer Reform der Musikverhältnisse am Hofe. Heinssen kommt deshalb nur eine kurzzeitige Bedeutung für die königliche Hofmusik zu. Seine Karriere sollte in der Folgezeit offenbar mehr auf die Bereiche Unterrichtswesen und Kirche gerichtet sein. Nach einer Anstellung in Bordesholm wurde er 1564 als Kanonicus an das Domkapitel nach Schleswig beordert, wo er 1567 zum Konrektor, 1573 zum Vizearchidiakon, 1581 zum Archidiakon in Ribe und im Jahre 1587 schließlich zum Archidiakon in Schleswig aufstieg. Seine Amtstätigkeit war – wahrscheinlich aufgrund seiner ohne Zweifel streitlustigen und rechthaberischen Natur – mit einer ansehnlichen Reihe von gerichtlichen Auseinandersetzungen ausgefüllt. Sie betrafen zumeist das kirchliche Recht auf Einkünfte. In diesem Zusammenhang hatte er sich häufig mit Angehörigen der bedeutsamen Familie Rantzau zu schlagen. Ein gewichtiges Detail hat dennoch mit Musik zu tun: Ein längerer undatierter, wohl aus dem Jahre 1557 stammender Brief, führt auf einer Liste von 20 Büchern, die Heinssen von Wittenberg aus an die königliche Bibliothek senden ließ, auch vier Messen auf. Sie sind sämtlich im Jahre 1557 in Löwen gedruckt und von Clemens non Papa komponiert. Die Sendung ist insofern interessant, weil es sich bei diesen Musikalien um Messordinarien handelt – um eine Gattung, die im Blick auf die überlieferten Manuskripte aus der Zeit der Hofmusik Christians 3. – 1541 und 1556 – nur schwach vertreten ist. Wenn Heinssen solche Materialien nach Kopenhagen gesandt hat, muss dies aus der Gewissheit geschehen sein, dass es dafür am dänischen Hof Verwendungsmöglichkeiten gab. Von einer kompositorischen Tätigkeit Heinssens ist nichts bekannt; die Symbolummotette Zu Gott mein Trost allein – in KB, GKS 1873, quarto, vermutlich gegen Ende 1556 oder gleich zu Anfang des Jahres 1557 niedergeschrieben – könnte von ihm stammen. Siehe die Illustration auf Seite 52.
Det Kgl. Bibliotek/Royal Danish Library
Title: “Jeg sender nogle nye messer …”. Om Rasmus Heinssen og repertoiret i Christian 3.s kantori i midten af 1500-tallet
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Der Artikel beschäftigt sich mit Rasmus Heinssen (1530-1602), der 1555-1556 als sangmester genannt wird, was heißt, dass er als Leiter der Hofkantorei im Dienste Christians 3.
stand.
Um die Jahreswende 1556-1557 zog er in die Luther-Stadt Wittenberg, um dort mit königlichem Stipendium zu studieren.
Nachdem er 1560 an der Universität Wittenberg den Magistergrad erworben hatte, kehrte er wenig später nach Dänemark zurück.
Dennoch wurde er nicht wieder in sein altes Amt eingesetzt, da Christian 3.
in der Zwischenzeit gleich drei neue Sangmeister angestellt hatte, beauftragt mit der Durchführung einer Reform der Musikverhältnisse am Hofe.
Heinssen kommt deshalb nur eine kurzzeitige Bedeutung für die königliche Hofmusik zu.
Seine Karriere sollte in der Folgezeit offenbar mehr auf die Bereiche Unterrichtswesen und Kirche gerichtet sein.
Nach einer Anstellung in Bordesholm wurde er 1564 als Kanonicus an das Domkapitel nach Schleswig beordert, wo er 1567 zum Konrektor, 1573 zum Vizearchidiakon, 1581 zum Archidiakon in Ribe und im Jahre 1587 schließlich zum Archidiakon in Schleswig aufstieg.
Seine Amtstätigkeit war – wahrscheinlich aufgrund seiner ohne Zweifel streitlustigen und rechthaberischen Natur – mit einer ansehnlichen Reihe von gerichtlichen Auseinandersetzungen ausgefüllt.
Sie betrafen zumeist das kirchliche Recht auf Einkünfte.
In diesem Zusammenhang hatte er sich häufig mit Angehörigen der bedeutsamen Familie Rantzau zu schlagen.
Ein gewichtiges Detail hat dennoch mit Musik zu tun: Ein längerer undatierter, wohl aus dem Jahre 1557 stammender Brief, führt auf einer Liste von 20 Büchern, die Heinssen von Wittenberg aus an die königliche Bibliothek senden ließ, auch vier Messen auf.
Sie sind sämtlich im Jahre 1557 in Löwen gedruckt und von Clemens non Papa komponiert.
Die Sendung ist insofern interessant, weil es sich bei diesen Musikalien um Messordinarien handelt – um eine Gattung, die im Blick auf die überlieferten Manuskripte aus der Zeit der Hofmusik Christians 3.
– 1541 und 1556 – nur schwach vertreten ist.
Wenn Heinssen solche Materialien nach Kopenhagen gesandt hat, muss dies aus der Gewissheit geschehen sein, dass es dafür am dänischen Hof Verwendungsmöglichkeiten gab.
Von einer kompositorischen Tätigkeit Heinssens ist nichts bekannt; die Symbolummotette Zu Gott mein Trost allein – in KB, GKS 1873, quarto, vermutlich gegen Ende 1556 oder gleich zu Anfang des Jahres 1557 niedergeschrieben – könnte von ihm stammen.
Siehe die Illustration auf Seite 52.
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