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«Meine eigene Literatur»
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Zusammenfassung
In meiner Interviewstudie habe ich mich mit einer Leserin von Fan-Fiction unterhalten, die vor allem Liebesgeschichten liest, in denen sie sich selbst in romantischen Situationen mit fiktionalen Figuren oder Celebrities imaginiert, für die sie momentan schwärmt. Sich mit den Figuren und Inhalten identifizieren zu können, spielt dabei eine grosse Rolle und wird dadurch begünstigt, dass die Geschichten eine besondere strukturelle und inhaltliche Nähe zur alltäglichen Lebenswelt aufweisen. Jedoch ermöglicht dieses hohe Mass an Identifikation und der enge Alltagsbezug meiner Gesprächspartnerin auch, sich in ihrem Lesen mit sich selbst auseinanderzusetzen und in der fiktionalen Konfrontation Lebenserfahrung zu sammeln, anhand derer sie sich weiterentwickeln kann. Im Vergleich zu anderen Medien zeichnet Fan-Fiction sich dabei durch eine gewisse Freiheit von Urteilen aus. Jegliche Art von Gedanken und Geschichten darf zunächst einmal einfach existieren und wird als valide akzeptiert. Um sich diese Freiheit zu erhalten, spricht meine Interviewpartnerin Fan-Fiction eine diskursive Relevanz ab, wodurch sie anderen klassischeren Medien gegenüber minderwertig und trivial erscheint. Dadurch erhält sie sich jedoch die Möglichkeit, ihre eigenen Gedanken und Gefühle, die in den rezipierten Fantasien zum Ausdruck kommen, als legitim und berechtigt zu erfahren, ohne sie einer finalen Beurteilung unterziehen zu müssen. In der persönlichen Wahrnehmung erhält Fan-Fiction somit umso mehr Relevanz.
Title: «Meine eigene Literatur»
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Zusammenfassung
In meiner Interviewstudie habe ich mich mit einer Leserin von Fan-Fiction unterhalten, die vor allem Liebesgeschichten liest, in denen sie sich selbst in romantischen Situationen mit fiktionalen Figuren oder Celebrities imaginiert, für die sie momentan schwärmt.
Sich mit den Figuren und Inhalten identifizieren zu können, spielt dabei eine grosse Rolle und wird dadurch begünstigt, dass die Geschichten eine besondere strukturelle und inhaltliche Nähe zur alltäglichen Lebenswelt aufweisen.
Jedoch ermöglicht dieses hohe Mass an Identifikation und der enge Alltagsbezug meiner Gesprächspartnerin auch, sich in ihrem Lesen mit sich selbst auseinanderzusetzen und in der fiktionalen Konfrontation Lebenserfahrung zu sammeln, anhand derer sie sich weiterentwickeln kann.
Im Vergleich zu anderen Medien zeichnet Fan-Fiction sich dabei durch eine gewisse Freiheit von Urteilen aus.
Jegliche Art von Gedanken und Geschichten darf zunächst einmal einfach existieren und wird als valide akzeptiert.
Um sich diese Freiheit zu erhalten, spricht meine Interviewpartnerin Fan-Fiction eine diskursive Relevanz ab, wodurch sie anderen klassischeren Medien gegenüber minderwertig und trivial erscheint.
Dadurch erhält sie sich jedoch die Möglichkeit, ihre eigenen Gedanken und Gefühle, die in den rezipierten Fantasien zum Ausdruck kommen, als legitim und berechtigt zu erfahren, ohne sie einer finalen Beurteilung unterziehen zu müssen.
In der persönlichen Wahrnehmung erhält Fan-Fiction somit umso mehr Relevanz.
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