Javascript must be enabled to continue!
Masseneinkerkerung ‒ Das »Modell Bukele«
View through CrossRef
Das »Modell Bukele« ist in extremistischen Kreisen beliebt, die glauben, dass Masseninhaftierungen die ideale Lösung zur Ausrottung der öffentlichen Gewalt sind. Das »Ausnahmeregime« vertrieb die Banden aus dem öffentlichen Raum, führte zu einem drastischen Rückgang der Tötungsdelikte und schuf in der Bevölkerung ein Gefühl der Sicherheit. Bis dahin hatten sechs große, mächtige und gewalttätige Banden städtische Viertel und einkommensschwache ländliche Gemeinden kontrolliert, in denen sich die Ungleichheit in räumlicher Segregation, Überbelegung, Regellosigkeit und dem Fehlen des Staates manifestiert. Paradoxerweise bestand die Haupttätigkeit der Banden nicht im Mord, sondern in der Erpressung der Bevölkerung, Unternehmen und Geschäfte in ihrem Gebiet. Bis 2019 hatten sie eine Parallelwirtschaft aufgebaut, die jährlich Dutzende von Millionen Dollar umsetzte. Die Erpressung diente weniger der Terrorisierung als vielmehr der Beschaffung von Mitteln zur Unterstützung der Bandenmitglieder und ihrer Familien, die ein Netzwerk von einer halben Million Menschen bilden. Vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen, haben die Bandenmitglieder illegale, informelle und auch formelle Existenzen aufgebaut. Nach Ansicht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) sind Banden ein soziales Phänomen, das mit Ausgrenzung, Chancenlosigkeit und Gewalt einhergeht. Genau genommen handelt es sich um ein Versagen der Gesellschaft. Der durch die neoliberale Wirtschaft bedingte Sozialabbau hat wesentlich zu ihrer Entwicklung und Konsolidierung beigetragen. Mit der Einführung des Neoliberalismus im Jahr 1992 wurden soziale Investitionen und die Präsenz des Staates in den öffentlichen Bereichen reduziert. Arbeitsplätze wurden knapp und Zehntausende von Arbeitslosen wurden in die ungeregelte Verhältnisse und Prekarität gedrängt. In den Gangs fanden junge Menschen Akzeptanz unter Gleichaltrigen und eine starke kollektive Identität, die ihre affektiven und wirtschaftlichen Bedürfnisse befriedigte.
Title: Masseneinkerkerung ‒ Das »Modell Bukele«
Description:
Das »Modell Bukele« ist in extremistischen Kreisen beliebt, die glauben, dass Masseninhaftierungen die ideale Lösung zur Ausrottung der öffentlichen Gewalt sind.
Das »Ausnahmeregime« vertrieb die Banden aus dem öffentlichen Raum, führte zu einem drastischen Rückgang der Tötungsdelikte und schuf in der Bevölkerung ein Gefühl der Sicherheit.
Bis dahin hatten sechs große, mächtige und gewalttätige Banden städtische Viertel und einkommensschwache ländliche Gemeinden kontrolliert, in denen sich die Ungleichheit in räumlicher Segregation, Überbelegung, Regellosigkeit und dem Fehlen des Staates manifestiert.
Paradoxerweise bestand die Haupttätigkeit der Banden nicht im Mord, sondern in der Erpressung der Bevölkerung, Unternehmen und Geschäfte in ihrem Gebiet.
Bis 2019 hatten sie eine Parallelwirtschaft aufgebaut, die jährlich Dutzende von Millionen Dollar umsetzte.
Die Erpressung diente weniger der Terrorisierung als vielmehr der Beschaffung von Mitteln zur Unterstützung der Bandenmitglieder und ihrer Familien, die ein Netzwerk von einer halben Million Menschen bilden.
Vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen, haben die Bandenmitglieder illegale, informelle und auch formelle Existenzen aufgebaut.
Nach Ansicht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) sind Banden ein soziales Phänomen, das mit Ausgrenzung, Chancenlosigkeit und Gewalt einhergeht.
Genau genommen handelt es sich um ein Versagen der Gesellschaft.
Der durch die neoliberale Wirtschaft bedingte Sozialabbau hat wesentlich zu ihrer Entwicklung und Konsolidierung beigetragen.
Mit der Einführung des Neoliberalismus im Jahr 1992 wurden soziale Investitionen und die Präsenz des Staates in den öffentlichen Bereichen reduziert.
Arbeitsplätze wurden knapp und Zehntausende von Arbeitslosen wurden in die ungeregelte Verhältnisse und Prekarität gedrängt.
In den Gangs fanden junge Menschen Akzeptanz unter Gleichaltrigen und eine starke kollektive Identität, die ihre affektiven und wirtschaftlichen Bedürfnisse befriedigte.
Related Results
Metabolismusstudien an Mykotoxinen
Metabolismusstudien an Mykotoxinen
ZusammenfassungMykotoxine sind toxische Sekundärmetaboliten verschiedener Schimmelpilze. Aufgrund der weiten Verbreitung der Pilze kommen Mykotoxine ubiquitär in Lebens‐ und Futter...
Pedersstræde i Viborg. Købstadarkæologiske undersøgelser 1966/67
Pedersstræde i Viborg. Købstadarkæologiske undersøgelser 1966/67
Pedersstræde in Viborg Archäologische Untersuchungen der Stadt ViborgSchon seit dem 17. Jahrhundert hat man die historisch-topographische Entwicklung der Stadt Viborg zum Gegenstan...
A szemléltetés és megértés egy új formája a PATeNt © - SIPOS QCD modell
A szemléltetés és megértés egy új formája a PATeNt © - SIPOS QCD modell
A tanulmány célja, bemutatni, hogy miként dolgozható ki és használható egy innováción alapuló fejlesztés, oktatási segédeszközként az oktatásban, és a vállalati gyakorlatban egyará...
Del Populismo al Autoritarismo Democrático: El Ascenso de Bukele en El Salvador
Del Populismo al Autoritarismo Democrático: El Ascenso de Bukele en El Salvador
Este artículo analiza si la campaña y el gobierno de Nayib Bukele pueden ser considerados populistas. Se estudia el período de 2017 a 2022 mediante un análisis cualitativo que abar...
Wärmeübertragung in Schmelzwannen der Glasfaserproduktion
Wärmeübertragung in Schmelzwannen der Glasfaserproduktion
Die Herstellung von Glas und Glasfasern gehört zu den energieintensiven Industrien. Die Verbesserung dieser Prozesse führt somit direkt zur Reduktion der eingesetzten Energie und d...
E-Learning
E-Learning
E-Learning ist heute aus keinem pädagogischen Lehrraum mehr wegzudenken. In allen Bereichen von Schule über die berufliche bis zur universitären Ausbildung und besonders im Bereich...
Palataalidissimilaation kätkemiä balttilaislainoja
Palataalidissimilaation kätkemiä balttilaislainoja
Durch palatale Dissimilation verschleierte baltische LehnwörterDie ins Urfinnische entlehnten baltischen Wörter haben in den ostseefinnischen Sprachen einige alte Züge bewahrt, die...
VIEIRA, Natália Francisquetti; SILVA, Marta Regina Paulo da. Como nó e nós: perspectivas para a avaliação documentada e participativa na creche. São Paulo: Amélie Editorial, 2021.
VIEIRA, Natália Francisquetti; SILVA, Marta Regina Paulo da. Como nó e nós: perspectivas para a avaliação documentada e participativa na creche. São Paulo: Amélie Editorial, 2021.
O livro Como nó e nós trata do tema avaliação no âmbito da Educação Infantil – mais especificamente no contexto das creches –, baseado em uma tese de mestrado (A avaliação document...

