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Wenn Furcht und Angst entgleisen
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Zusammenfassung. Aus der Perspektive der Biologischen Psychologie sind Furcht und Angst durch die Aktivierung eines Defensivsystems gekennzeichnet, welches sowohl die Enkodierung bedrohlicher Reize reguliert als auch die Organisation automatisch ablaufender Reaktionsprogramme übernimmt. Im Tiermodell wurde vor allem die Amygdala als zentrale Schaltstation dieses Defensivsystems herausgearbeitet, wobei diese Struktur sensorische Eingänge aus dem Thalamus und Kortex erhält und efferente Projektionen in verschiedene Strukturen des Kortex, Zwischen- und Mittelhirns sowie des Hirnstamms aussendet. Somit interagiert dieses affektive System mit einer ganzen Reihe kortikaler Regionen und kognitiver Funktionen. Pathologische Formen von Furcht und Angst unterscheiden sich nicht prinzipiell von normalen affektiven Reaktionen. Es liegt aber eine Sensibilisierung des Defensivsystems vor. Dies führt dazu, dass das Defensivsystem bereits bei geringer raum-zeitlicher Nähe und Intensität des bedrohlichen Reizes spezifisches Abwehrverhalten initiiert (z.B. Vorbereitung zur Flucht). Gleichzeitig wird das perzeptuelle System gebahnt, was zu einer weiteren Sensibilisierung des Systems beiträgt. Bei chronifizierten Angstzuständen befindet sich das Defensivsystem in permanent erhöhter Erregungsbereitschaft, die Umgebung wird ständig nach potenziell bedrohlichen Hinweisreizen (dies können auch interozeptive Reize sein) abgesucht (Hypervigilanz) und auch die defensive Reaktionsbereitschaft ist chronisch erhöht (z.B. vegetative Übererregbarkeit und motorische Spannung).
Hogrefe Publishing Group
Title: Wenn Furcht und Angst entgleisen
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Zusammenfassung.
Aus der Perspektive der Biologischen Psychologie sind Furcht und Angst durch die Aktivierung eines Defensivsystems gekennzeichnet, welches sowohl die Enkodierung bedrohlicher Reize reguliert als auch die Organisation automatisch ablaufender Reaktionsprogramme übernimmt.
Im Tiermodell wurde vor allem die Amygdala als zentrale Schaltstation dieses Defensivsystems herausgearbeitet, wobei diese Struktur sensorische Eingänge aus dem Thalamus und Kortex erhält und efferente Projektionen in verschiedene Strukturen des Kortex, Zwischen- und Mittelhirns sowie des Hirnstamms aussendet.
Somit interagiert dieses affektive System mit einer ganzen Reihe kortikaler Regionen und kognitiver Funktionen.
Pathologische Formen von Furcht und Angst unterscheiden sich nicht prinzipiell von normalen affektiven Reaktionen.
Es liegt aber eine Sensibilisierung des Defensivsystems vor.
Dies führt dazu, dass das Defensivsystem bereits bei geringer raum-zeitlicher Nähe und Intensität des bedrohlichen Reizes spezifisches Abwehrverhalten initiiert (z.
B.
Vorbereitung zur Flucht).
Gleichzeitig wird das perzeptuelle System gebahnt, was zu einer weiteren Sensibilisierung des Systems beiträgt.
Bei chronifizierten Angstzuständen befindet sich das Defensivsystem in permanent erhöhter Erregungsbereitschaft, die Umgebung wird ständig nach potenziell bedrohlichen Hinweisreizen (dies können auch interozeptive Reize sein) abgesucht (Hypervigilanz) und auch die defensive Reaktionsbereitschaft ist chronisch erhöht (z.
B.
vegetative Übererregbarkeit und motorische Spannung).
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