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«Anita Sarkeesian? More Like Anita Suckeesian»
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Das Internetzeitalter zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Distanzlosigkeit aus, in der einerseits Intimität zunehmend öffentlich ausgestellt wird und in der andererseits die Kommunikation und die Interaktion von Anonymität geprägt sind. Ein Phänomen, das diese zwei Stränge verbindet, findet sich im 'Shitstorm'. Ein populäres Beispiel für solch einen Shitstorm ist die Kontroverse, die sich an Anita Sarkeesian entfacht hat. Die Medienkritikerin und Videobloggerin stellte 2012 ihr Projekt Tropes vs. Women in Video Games vor, das die Intention verfolgt, feministisch orientierte Videos über die Reproduktion von stereotypen Geschlechterbildern in Computerspielen hervorzubringen, dies bspw. über das Motiv der 'Damsel in Distress'. Der Hass, den Sarkeesian mit ihren Beiträgen erntete, war im wahrsten Sinne des Wortes gewaltig.
In diesem Artikel möchte ich diesen spezifischen Shitstorm im Kontext der #gamergate-Kontroverse analysieren und auf seine Argumentationsebenen hin untersuchen. Die zahlreichen Video-Kommentare und Forenbeiträge dienen als Datengrundlage, die – unter Berücksichtigung von Judith Butlers Werk Hass spricht. Zur Politik des Performativen – analysiert, kategorisiert und diskutiert wird. Dabei möchte ich der Frage nachgehen, inwiefern ein Shitstorm gewisse geschlechtsspezifische Normen und Relevanzsysteme sichtbar machen kann. 'Geschlechtsfragen' spielen insofern eine Rolle, als dass nicht zuletzt feministische Gemeinschaften oder feministische Aktivitäten im Netz häufig Zielscheibe solch verletzender Sprechakte werden. Denn die versuchte Kritik an hegemonialen, normativen Geschlechtermodellen und -verhältnissen und damit einhergehend auch die Kritik an Minderheiten wird häufig als Normüberschreitung identifiziert und bestraft. Die These lautet somit, dass Shitstorms unter anderem daran beteiligt sind, dass konventionelle Geschlechterstrukturen auch im Netz reproduziert und verankert werden und eine geschlechterspezifische Okkupation öffentlicher und medialer Räume stattfindet.
Title: «Anita Sarkeesian? More Like Anita Suckeesian»
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Das Internetzeitalter zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Distanzlosigkeit aus, in der einerseits Intimität zunehmend öffentlich ausgestellt wird und in der andererseits die Kommunikation und die Interaktion von Anonymität geprägt sind.
Ein Phänomen, das diese zwei Stränge verbindet, findet sich im 'Shitstorm'.
Ein populäres Beispiel für solch einen Shitstorm ist die Kontroverse, die sich an Anita Sarkeesian entfacht hat.
Die Medienkritikerin und Videobloggerin stellte 2012 ihr Projekt Tropes vs.
Women in Video Games vor, das die Intention verfolgt, feministisch orientierte Videos über die Reproduktion von stereotypen Geschlechterbildern in Computerspielen hervorzubringen, dies bspw.
über das Motiv der 'Damsel in Distress'.
Der Hass, den Sarkeesian mit ihren Beiträgen erntete, war im wahrsten Sinne des Wortes gewaltig.
In diesem Artikel möchte ich diesen spezifischen Shitstorm im Kontext der #gamergate-Kontroverse analysieren und auf seine Argumentationsebenen hin untersuchen.
Die zahlreichen Video-Kommentare und Forenbeiträge dienen als Datengrundlage, die – unter Berücksichtigung von Judith Butlers Werk Hass spricht.
Zur Politik des Performativen – analysiert, kategorisiert und diskutiert wird.
Dabei möchte ich der Frage nachgehen, inwiefern ein Shitstorm gewisse geschlechtsspezifische Normen und Relevanzsysteme sichtbar machen kann.
'Geschlechtsfragen' spielen insofern eine Rolle, als dass nicht zuletzt feministische Gemeinschaften oder feministische Aktivitäten im Netz häufig Zielscheibe solch verletzender Sprechakte werden.
Denn die versuchte Kritik an hegemonialen, normativen Geschlechtermodellen und -verhältnissen und damit einhergehend auch die Kritik an Minderheiten wird häufig als Normüberschreitung identifiziert und bestraft.
Die These lautet somit, dass Shitstorms unter anderem daran beteiligt sind, dass konventionelle Geschlechterstrukturen auch im Netz reproduziert und verankert werden und eine geschlechterspezifische Okkupation öffentlicher und medialer Räume stattfindet.
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