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John Adams – Intellektueller, Antiintellektueller, Nichtintellektueller?
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Für Richard Hofstadter war die Frühe Republik die Epoche der Intellektuellen schlechthin. Zu ihren markantesten Exponenten zählte John Adams. Weithin gilt er als ein einseitig auf die Geschichte und Politik fixierter
Theoretiker mit überspannten Ansichten, ohne tieferes Interesse an anderen Wissenschaften oder den Künsten: ein Außenseiter in der aufgeklärten kolonialen Gesellschaft Neuenglands. Dieser Beitrag untersucht das intellektuelle
Profil des zweiten Präsidenten der Vereinigten Staaten näher. Er zeigt, dass sich in Adams eine Professionalisierung der Wissenschaft manifestiert, die über die Praxis von »gentleman scholars« hinaus auf das 19. Jahrhundert
weist. Er demonstriert, dass Adams’ auf Nutzen fokussiertes Bildungs- und Wissenschaftsverständnis sich in den Bahnen der Aufklärung bewegte und von Adams selbst mit den Anforderungen der historischen Situation, der
Gründungsphase der USA, begründet wurde. Er belegt, dass Adams mitnichten Verachtung für die Künste hegte, sondern dass eine solche Sichtweise aus der häufig dekontextualisierten Interpretation einschlägiger Äußerungen
herrührt. Auf der Basis dieser historischen Untersuchung prüft der Beitrag die Triftigkeit von Hofstadters Rekonstruktion der Frühen Republik, aber auch die Tragweite seines Begriffs des Intellektuellen.
Title: John Adams – Intellektueller, Antiintellektueller, Nichtintellektueller?
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Für Richard Hofstadter war die Frühe Republik die Epoche der Intellektuellen schlechthin.
Zu ihren markantesten Exponenten zählte John Adams.
Weithin gilt er als ein einseitig auf die Geschichte und Politik fixierter
Theoretiker mit überspannten Ansichten, ohne tieferes Interesse an anderen Wissenschaften oder den Künsten: ein Außenseiter in der aufgeklärten kolonialen Gesellschaft Neuenglands.
Dieser Beitrag untersucht das intellektuelle
Profil des zweiten Präsidenten der Vereinigten Staaten näher.
Er zeigt, dass sich in Adams eine Professionalisierung der Wissenschaft manifestiert, die über die Praxis von »gentleman scholars« hinaus auf das 19.
Jahrhundert
weist.
Er demonstriert, dass Adams’ auf Nutzen fokussiertes Bildungs- und Wissenschaftsverständnis sich in den Bahnen der Aufklärung bewegte und von Adams selbst mit den Anforderungen der historischen Situation, der
Gründungsphase der USA, begründet wurde.
Er belegt, dass Adams mitnichten Verachtung für die Künste hegte, sondern dass eine solche Sichtweise aus der häufig dekontextualisierten Interpretation einschlägiger Äußerungen
herrührt.
Auf der Basis dieser historischen Untersuchung prüft der Beitrag die Triftigkeit von Hofstadters Rekonstruktion der Frühen Republik, aber auch die Tragweite seines Begriffs des Intellektuellen.
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