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Ein ,weiblicher Werther‘? : Neue Perspektiven auf Sophie von La Roches ,,Rosalie“ und die Entstehungsgeschichte des ,,Werther“
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Abstract Sophie von La Roches ab 1775 publizierter Briefroman Rosalie – in der Journal-Fassung noch Freundschaftliche Frauen=Briefe genannt – wird in der Forschungsliteratur als ,weiblicher Werther‘ bezeichnet, ohne Ursprung und Gründe
für diesen Beinamen genauer zu erläutern. Der Beitrag zeigt, dass diese Zuschreibung bereits im Zuge von Abschriften einiger Briefe von J.M.R. Lenz an Sophie von La Roche auftauchte und vermutlich eine von ihr mitgesandte, aber nicht überlieferte Erzählung betitelt. Anhand
der zu Goethes Leiden des jungen Werthers parallel verlaufenden Entstehungszeit sowie durch die Lenz-Briefe lässt sich eingrenzen, dass es sich dabei nicht allgemein um La Roches Rosalie handeln kann, sondern eher um eine bestimmte Episode – zumal Rosalie zwar
ein Briefroman ist, jedoch konzeptionell anders als der Werther funktioniert. Der Beitrag unternimmt den Versuch, die in sechs Rosalie-Briefen erzählte Geschichte der Henriette von Effen, die als junge Frau an Melancholie verstirbt, als Grundlage für den ,weiblichen Werther‘
zu zeigen.Sophie von La Roche’s epistolary novel Rosalie, published from 1775 onwards – still called Freundschaftliche Frauen=Briefe in the journal version – is referred to in the research literature as the ‘female Werther’, without further explanations
of the origin and reasons for this epithet. The article shows that this attribution already appeared in the course of transcriptions of some letters from J.M.R. Lenz addressed to Sophie von La Roche. Presumably, it titled a tale sent by her but lost. Through the letters from Lenz and the fact
that La Roche’s tale seems to have been written at the same time as Goethe’s Sorrows of Young Werther, it is likely that the ‘female Werther’ does not relate to La Roche’s Rosalie in general, but rather to a specific episode – especially since
Rosalie also is an epistolary novel, but conceptually functions differently from Werther. This article attempts to show the story of Henriette von Effen, who dies of melancholy as a young woman, told in six of Rosalie’s letters, as the basis for the ‘female Werther’.
Peter Lang, International Academic Publishers
Title: Ein ,weiblicher Werther‘? : Neue Perspektiven auf Sophie von La Roches ,,Rosalie“ und die Entstehungsgeschichte des ,,Werther“
Description:
Abstract Sophie von La Roches ab 1775 publizierter Briefroman Rosalie – in der Journal-Fassung noch Freundschaftliche Frauen=Briefe genannt – wird in der Forschungsliteratur als ,weiblicher Werther‘ bezeichnet, ohne Ursprung und Gründe
für diesen Beinamen genauer zu erläutern.
Der Beitrag zeigt, dass diese Zuschreibung bereits im Zuge von Abschriften einiger Briefe von J.
M.
R.
Lenz an Sophie von La Roche auftauchte und vermutlich eine von ihr mitgesandte, aber nicht überlieferte Erzählung betitelt.
Anhand
der zu Goethes Leiden des jungen Werthers parallel verlaufenden Entstehungszeit sowie durch die Lenz-Briefe lässt sich eingrenzen, dass es sich dabei nicht allgemein um La Roches Rosalie handeln kann, sondern eher um eine bestimmte Episode – zumal Rosalie zwar
ein Briefroman ist, jedoch konzeptionell anders als der Werther funktioniert.
Der Beitrag unternimmt den Versuch, die in sechs Rosalie-Briefen erzählte Geschichte der Henriette von Effen, die als junge Frau an Melancholie verstirbt, als Grundlage für den ,weiblichen Werther‘
zu zeigen.
Sophie von La Roche’s epistolary novel Rosalie, published from 1775 onwards – still called Freundschaftliche Frauen=Briefe in the journal version – is referred to in the research literature as the ‘female Werther’, without further explanations
of the origin and reasons for this epithet.
The article shows that this attribution already appeared in the course of transcriptions of some letters from J.
M.
R.
Lenz addressed to Sophie von La Roche.
Presumably, it titled a tale sent by her but lost.
Through the letters from Lenz and the fact
that La Roche’s tale seems to have been written at the same time as Goethe’s Sorrows of Young Werther, it is likely that the ‘female Werther’ does not relate to La Roche’s Rosalie in general, but rather to a specific episode – especially since
Rosalie also is an epistolary novel, but conceptually functions differently from Werther.
This article attempts to show the story of Henriette von Effen, who dies of melancholy as a young woman, told in six of Rosalie’s letters, as the basis for the ‘female Werther’.
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