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Selbsteingeschätzte Versorgungsqualität des Diabetes

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Zusammenfassung Hintergrund Menschen mit Diabetes sollten aktiv in ihre Behandlung eingebunden werden. Daher ist ihre Perspektive auf Komponenten der Versorgungsqualität in der Interaktion mit dem Behandlungsteam bedeutsam, z. B. in Bezug auf das Festlegen individueller Therapieziele. Ziel Im Rahmen einer bundesweiten, bevölkerungsbezogenen Befragung wurde die Versorgungsqualität aus der Perspektive von Menschen mit Typ-2-Diabetes ab 45 Jahren erfasst und im Zusammenhang mit soziodemografischen, krankheits- und versorgungsbezogenen Merkmalen analysiert, um daraus Verbesserungspotenziale abzuleiten. Methoden Die selbsteingeschätzte Versorgungsqualität wurde mithilfe des 9 Einzelkomponenten umfassenden Befragungsinstruments PACIC-DSF (Patient Assessment of Chronic Illness Care – DAWN short form) ermittelt. Ein höherer Mittelwert des PACIC-DSF-Scores bzw. der 9 Komponenten (Skala jeweils: 1–5) weist auf eine bessere selbsteingeschätzte Versorgungsqualität im letzten Jahr hin. Ergebnisse Die Versorgungsqualität des Typ-2-Diabetes wurde insgesamt als moderat eingeschätzt (2,4). Frauen, Menschen ab 80 Jahren und Menschen mit einer Diabetesdauer < 5 Jahren schätzten ihre Versorgungsqualität gegenüber den Vergleichsgruppen weniger gut ein. Eine Schulungsteilnahme, ärztliche diagnostische Maßnahmen, eine Medikation (v. a. Insulin) und Blutzuckerselbstkontrollen (v. a. mit Sensor) gingen mit einer besseren selbsteingeschätzten Versorgungsqualität einher. Mehr als die Hälfte der Befragten berichtete für die meisten PACIC-DSF-Komponenten, z. B. die Ermutigung zu einer Schulung sowie Fragen nach Nebenwirkungen der Medikamente und eigenen Behandlungszielen, diese selten oder nie im letzten Jahr erlebt zu haben. Diskussion Den Ergebnissen zufolge erscheint eine stärkere Implementation von Komponenten einer patientenzentrierten Behandlung notwendig. Personen mit kurzer Diabetesdauer und ohne Medikation könnten stärker eingebunden werden, z. B. nach ihren Behandlungswünschen gefragt werden. Diabetesschulungen und ärztliche diagnostische Maßnahmen könnten die Versorgungsqualität erhöhen.
Title: Selbsteingeschätzte Versorgungsqualität des Diabetes
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Zusammenfassung Hintergrund Menschen mit Diabetes sollten aktiv in ihre Behandlung eingebunden werden.
Daher ist ihre Perspektive auf Komponenten der Versorgungsqualität in der Interaktion mit dem Behandlungsteam bedeutsam, z.
 B.
in Bezug auf das Festlegen individueller Therapieziele.
Ziel Im Rahmen einer bundesweiten, bevölkerungsbezogenen Befragung wurde die Versorgungsqualität aus der Perspektive von Menschen mit Typ-2-Diabetes ab 45 Jahren erfasst und im Zusammenhang mit soziodemografischen, krankheits- und versorgungsbezogenen Merkmalen analysiert, um daraus Verbesserungspotenziale abzuleiten.
Methoden Die selbsteingeschätzte Versorgungsqualität wurde mithilfe des 9 Einzelkomponenten umfassenden Befragungsinstruments PACIC-DSF (Patient Assessment of Chronic Illness Care – DAWN short form) ermittelt.
Ein höherer Mittelwert des PACIC-DSF-Scores bzw.
der 9 Komponenten (Skala jeweils: 1–5) weist auf eine bessere selbsteingeschätzte Versorgungsqualität im letzten Jahr hin.
Ergebnisse Die Versorgungsqualität des Typ-2-Diabetes wurde insgesamt als moderat eingeschätzt (2,4).
Frauen, Menschen ab 80 Jahren und Menschen mit einer Diabetesdauer < 5 Jahren schätzten ihre Versorgungsqualität gegenüber den Vergleichsgruppen weniger gut ein.
Eine Schulungsteilnahme, ärztliche diagnostische Maßnahmen, eine Medikation (v.
 a.
Insulin) und Blutzuckerselbstkontrollen (v.
 a.
mit Sensor) gingen mit einer besseren selbsteingeschätzten Versorgungsqualität einher.
Mehr als die Hälfte der Befragten berichtete für die meisten PACIC-DSF-Komponenten, z.
 B.
die Ermutigung zu einer Schulung sowie Fragen nach Nebenwirkungen der Medikamente und eigenen Behandlungszielen, diese selten oder nie im letzten Jahr erlebt zu haben.
Diskussion Den Ergebnissen zufolge erscheint eine stärkere Implementation von Komponenten einer patientenzentrierten Behandlung notwendig.
Personen mit kurzer Diabetesdauer und ohne Medikation könnten stärker eingebunden werden, z.
 B.
nach ihren Behandlungswünschen gefragt werden.
Diabetesschulungen und ärztliche diagnostische Maßnahmen könnten die Versorgungsqualität erhöhen.

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