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Between Appearance and Reality. Reflections on Sibylle Berg’s Collection of Reportages "Wunderbare Jahre. Als wir noch die Welt bereisten"

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In ihren Reportagen hinterfragt Sibylle Berg die Wahrnehmung von ‚exotischen Orten‘ und den Sinn des Reisens, das heutzutage angesichts des besseren Wissens über das Weltgeschehen seine Unschuld verloren hat. Sie baut ihre Ästhetik auf einem starken Kontrast zwischen dem medialen Schein und der in den jeweils an die Reportagen angeschlossenen "postscripta" sachlich dargelegten Realität auf. Die groteske Darstellung der Realität wird durch ironische und übertriebene Beschreibungen verstärkt, die die Absurdität der modernen Welt verdeutlichen. In einem herzzerreißenden Text über ein Mädchen in Bangladesch wird die Ironie jedoch zugunsten einer direkten Konfrontation mit der brutalen Realität aufgegeben. Berg zielt darauf ab, das Simulakrum einer heilen Welt zu dekonstruieren und die Leser zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Realität zu bewegen. Die Analyse stützt sich auf Jean Baudrillads Theorie des Simulakrums, die er vor allem in "Simulacres et Simulation" (1981) präsentierte.
Title: Between Appearance and Reality. Reflections on Sibylle Berg’s Collection of Reportages "Wunderbare Jahre. Als wir noch die Welt bereisten"
Description:
In ihren Reportagen hinterfragt Sibylle Berg die Wahrnehmung von ‚exotischen Orten‘ und den Sinn des Reisens, das heutzutage angesichts des besseren Wissens über das Weltgeschehen seine Unschuld verloren hat.
Sie baut ihre Ästhetik auf einem starken Kontrast zwischen dem medialen Schein und der in den jeweils an die Reportagen angeschlossenen "postscripta" sachlich dargelegten Realität auf.
Die groteske Darstellung der Realität wird durch ironische und übertriebene Beschreibungen verstärkt, die die Absurdität der modernen Welt verdeutlichen.
In einem herzzerreißenden Text über ein Mädchen in Bangladesch wird die Ironie jedoch zugunsten einer direkten Konfrontation mit der brutalen Realität aufgegeben.
Berg zielt darauf ab, das Simulakrum einer heilen Welt zu dekonstruieren und die Leser zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Realität zu bewegen.
Die Analyse stützt sich auf Jean Baudrillads Theorie des Simulakrums, die er vor allem in "Simulacres et Simulation" (1981) präsentierte.

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