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Biozönotische Beziehungen zwischen Ökosystemen

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Ökosysteme sind offene Systeme, die untereinander mehr oder weniger Austausch haben. Dieser Austausch kann über die Medien Wasser und Luft, aber auch über biotische Pfade erfolgen. Im biotischen Bereich sind fast ausschließlich Tiere als mobile Organismen beteiligt. Durch ihre Mobilität können Tiere nicht nur eigene Ökosysteme aufbauen, sondern auch eine Vielzahl von Ökosystemen in ihrem Lebensraum nutzen. Tiere sind damit Vektoren in der Landschaft und üben dadurch sowohl die Funktion eines Informationsaustausches zwischen Ökosystemen, z. B. bei der Übertragung von Pollen, als auch eines Stoffaustausches, z. B. über den Nahrungstransport aus. Sie sind zu weiten Wanderungen fähig, sodass von manchen Tierarten Ökosysteme über mehrere Kontinente hinweg genutzt werden. Kleinräumige Wanderungen sind von sehr vielen Arten bekannt, z. B. zwischen Sommer‐ und Winterquartieren, weiträumige Wanderungen sind seltener. Zwischen eng benachbarten Ökosystemen ist die biotische Beziehung daher intensiver als zwischen weiter entfernten. An den Rändern von Ökosystemen kommt es zu besonders intensiven biotischen Prozessen, da sie als optische Marken für Ausbreitungswege, aber auch für die Nahrungssuche dienen. Außerdem haben die Ränder je nach Gestaltung ein unterschiedlich starkes Austauschpotenzial. Viele Tiere benötigen als Lebensraum einen Komplex von Ökosystemen, die in einem spezifischen räumlichen Zusammenhang stehen müssen. Durch die Fragmentierung der Landschaft wurden die spezifischen Ökosystemkomplexe vielfach zerstört, sodass die notwendige ökosystemare Ausstattung eines Lebensraumes nicht mehr gegeben ist. Es kommt zur Auflösung ehemals zusammenhängender Populationen und zur Bildung von Metapopulationen. Damit ist in manchen Fällen eine genetische Auseinanderdrift der Populationen oder auch eine genetische Verarmung verbunden. Die heutige angewandte Ökologie sieht in der Bildung von Korridoren eine mögliche Abhilfe für diesen negativen Prozess.
Title: Biozönotische Beziehungen zwischen Ökosystemen
Description:
Ökosysteme sind offene Systeme, die untereinander mehr oder weniger Austausch haben.
Dieser Austausch kann über die Medien Wasser und Luft, aber auch über biotische Pfade erfolgen.
Im biotischen Bereich sind fast ausschließlich Tiere als mobile Organismen beteiligt.
Durch ihre Mobilität können Tiere nicht nur eigene Ökosysteme aufbauen, sondern auch eine Vielzahl von Ökosystemen in ihrem Lebensraum nutzen.
Tiere sind damit Vektoren in der Landschaft und üben dadurch sowohl die Funktion eines Informationsaustausches zwischen Ökosystemen, z.
B.
bei der Übertragung von Pollen, als auch eines Stoffaustausches, z.
B.
über den Nahrungstransport aus.
Sie sind zu weiten Wanderungen fähig, sodass von manchen Tierarten Ökosysteme über mehrere Kontinente hinweg genutzt werden.
Kleinräumige Wanderungen sind von sehr vielen Arten bekannt, z.
B.
zwischen Sommer‐ und Winterquartieren, weiträumige Wanderungen sind seltener.
Zwischen eng benachbarten Ökosystemen ist die biotische Beziehung daher intensiver als zwischen weiter entfernten.
An den Rändern von Ökosystemen kommt es zu besonders intensiven biotischen Prozessen, da sie als optische Marken für Ausbreitungswege, aber auch für die Nahrungssuche dienen.
Außerdem haben die Ränder je nach Gestaltung ein unterschiedlich starkes Austauschpotenzial.
Viele Tiere benötigen als Lebensraum einen Komplex von Ökosystemen, die in einem spezifischen räumlichen Zusammenhang stehen müssen.
Durch die Fragmentierung der Landschaft wurden die spezifischen Ökosystemkomplexe vielfach zerstört, sodass die notwendige ökosystemare Ausstattung eines Lebensraumes nicht mehr gegeben ist.
Es kommt zur Auflösung ehemals zusammenhängender Populationen und zur Bildung von Metapopulationen.
Damit ist in manchen Fällen eine genetische Auseinanderdrift der Populationen oder auch eine genetische Verarmung verbunden.
Die heutige angewandte Ökologie sieht in der Bildung von Korridoren eine mögliche Abhilfe für diesen negativen Prozess.

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