Search engine for discovering works of Art, research articles, and books related to Art and Culture
ShareThis
Javascript must be enabled to continue!

Digitalisierung und unentgeltliche Angebote im Kartellrecht

View through CrossRef
Zusammenfassung Die Entwicklung der Internetökonomie hat in den letzten Jahren erheblich an Dynamik gewonnen. Begleitet wurde diese Entwicklung von einer Vielzahl innovativer Geschäftsmodelle. Dazu gehört eine Reihe von Geschäftsmodellen, die mit kostenlosen Angeboten und Grenzkosten von nahezu null einhergehen. Obwohl dies kein völlig unbekanntes und neues Phänomen im Kartellrecht ist, haben die letzten Jahre gezeigt, dass die Verbreitung dieser Geschäftsmodelle durch die Internetwirtschaft deutlich zugenommen hat und die Modelle komplexer geworden sind. Der Artikel analysiert daher diese Geschäftsmodelle. Einige der Modelle sind dauerhaft und andere nur temporär. Herausragend in diesem Zusammenhang sind sicherlich die Entwicklung von Plattformmärkten und nicht monetärer Kompensationsmodelle, die auf einer Datenbereitstellung oder auf der Aufmerksamkeit der Nutzer beruhen. Wie die Analyse zeigt, stellten diese Null-Preis-Geschäftsmodelle die Kartellbehörden vor neue Herausforderungen, da umsatzbasierte Fusionsanmelde- oder Marktmachtschwellen und etablierte Methoden der Marktdefinition ihre Grenzen erreichen, wenn es um kostenlose Angebote geht. Die Analyse zeigt jedoch auch, dass sich Gesetzgeber und Wettbewerbsbehörden an diese Entwicklung angepasst haben und auf diese Geschäftsmodelle differenziert reagierten. Ein aktuelles Beispiel ist die 9. GWB-Novelle, durch die neue Schwellenwerte für die Fusionsanmeldungen auf Basis des Transaktionswerts in das deutsche Wettbewerbsrecht eingeführt wurden. In dem Artikel wird allerdings auch darauf hingewiesen, dass weitere Untersuchungen erforderlich sind, um das etablierte Repertoire an ökonomischen Methoden an diese neuen Geschäftsmodelle anzupassen.
Title: Digitalisierung und unentgeltliche Angebote im Kartellrecht
Description:
Zusammenfassung Die Entwicklung der Internetökonomie hat in den letzten Jahren erheblich an Dynamik gewonnen.
Begleitet wurde diese Entwicklung von einer Vielzahl innovativer Geschäftsmodelle.
Dazu gehört eine Reihe von Geschäftsmodellen, die mit kostenlosen Angeboten und Grenzkosten von nahezu null einhergehen.
Obwohl dies kein völlig unbekanntes und neues Phänomen im Kartellrecht ist, haben die letzten Jahre gezeigt, dass die Verbreitung dieser Geschäftsmodelle durch die Internetwirtschaft deutlich zugenommen hat und die Modelle komplexer geworden sind.
Der Artikel analysiert daher diese Geschäftsmodelle.
Einige der Modelle sind dauerhaft und andere nur temporär.
Herausragend in diesem Zusammenhang sind sicherlich die Entwicklung von Plattformmärkten und nicht monetärer Kompensationsmodelle, die auf einer Datenbereitstellung oder auf der Aufmerksamkeit der Nutzer beruhen.
Wie die Analyse zeigt, stellten diese Null-Preis-Geschäftsmodelle die Kartellbehörden vor neue Herausforderungen, da umsatzbasierte Fusionsanmelde- oder Marktmachtschwellen und etablierte Methoden der Marktdefinition ihre Grenzen erreichen, wenn es um kostenlose Angebote geht.
Die Analyse zeigt jedoch auch, dass sich Gesetzgeber und Wettbewerbsbehörden an diese Entwicklung angepasst haben und auf diese Geschäftsmodelle differenziert reagierten.
Ein aktuelles Beispiel ist die 9.
GWB-Novelle, durch die neue Schwellenwerte für die Fusionsanmeldungen auf Basis des Transaktionswerts in das deutsche Wettbewerbsrecht eingeführt wurden.
In dem Artikel wird allerdings auch darauf hingewiesen, dass weitere Untersuchungen erforderlich sind, um das etablierte Repertoire an ökonomischen Methoden an diese neuen Geschäftsmodelle anzupassen.

Related Results

Wettbewerbs- und Kartellrecht
Wettbewerbs- und Kartellrecht
Das Wettbewerbs- und Kartellrecht ist inzwischen weitgehend europarechtlich überformt. Das anschaulich geschriebene Lehrbuch zum UWG, GWB und zum europäischen Kartellrecht ist der ...
Huber, Wolfgang (2022). Menschen, Götter und Maschinen. Eine Ethik der Digitalisierung. München: C.H. Beck. 207 S., 18,00 €.
Huber, Wolfgang (2022). Menschen, Götter und Maschinen. Eine Ethik der Digitalisierung. München: C.H. Beck. 207 S., 18,00 €.
Huber, Wolfgang (2022). Menschen, Götter und Maschinen. Eine Ethik der Digitalisierung. München: C.H. Beck. 207 S., 18,00 €. „Der digitale Wandel ist nicht nur in seiner technische...
Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft
Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft
<p>In unserer von technologischen Innovationen geprägten Zeit, ist es unabdingbar, auch die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft ins digitale Zeitalter zu überführen. Prof. Dr....
Soziale Systeme? Systemtheorie digitaler Organisation
Soziale Systeme? Systemtheorie digitaler Organisation
Zusammenfassung Digitalisierung erscheint als Fortsetzung der Organisation mit anderen Mitteln: Digitalisierung vollzieht sich vor allem in und durch Organisationen,...
Gesellschaftsrecht und Digitalisierung
Gesellschaftsrecht und Digitalisierung
Die Digitalisierung erfasst alle Lebens- und Rechtsbereiche, auch das Gesellschaftsrecht. Der Beitrag befasst sich mit den Einflüssen der Digitalisierung auf die verschiedenen Form...
Rezension: Beda Stähelin, Rechtsverfolgungskosten und unentgeltliche Rechtspflege im Lichte der Rechtsgleichheit
Rezension: Beda Stähelin, Rechtsverfolgungskosten und unentgeltliche Rechtspflege im Lichte der Rechtsgleichheit
Der Autor untersucht die geltende Regelung über die unentgeltliche Rechtspflege unter dem Gesichtspunkt der Rechtsgleichheit. Seine Hauptthese, wonach die lex lata zu einer (neuen)...
Industrie 4.0 und Digitalisierung
Industrie 4.0 und Digitalisierung
Kein Thema hat in der Industrie in den letzten Jahren mehr Aufsehen erregt, als Industrie 4.0, im angelsächsischen Raum Internet of Things. Davon ausgehend wird in der letzten Zeit...

Back to Top