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'Doing Verantwortung' heißt: das Demokratische bilden

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Angesichts aktueller Gefährdungen demokratischer Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensweisen wird deutlich, dass gegenwärtige Lösungsvorschläge für gesellschaftliche Probleme häufig mit dem Konzept der „Verantwortung“ verknüpft werden. Verantwortliches Handeln wird als Effekt gelungener Bildungsprozesse auch für die Demokratie-Bildung modelliert. Was es bedeutet, angesichts aktueller demokratischer Herausforderungen verantwortlich zu handeln, Verantwortung zu übernehmen oder Verantwortung zugeschrieben zu bekommen, lässt sich jedoch mitunter schwer einheitlich beantworten. Im vorliegenden Beitrag wird Verantwortung daher nicht als eine statische, ethisch-moralische Verpflichtung, vom Individuum in reflexiv-kognitiven Prozessen zu erwerbende Kompetenz analysiert, welche mitunter in Vereinzelung führt und häufig in Überforderung mündet. Unter Bezugnahme auf Doing Verantwortung (Buschmann & Sulmowski, 2018) lässt sich Verantwortung vielmehr auch als eine kollektive Praxis betrachten, die dem Umstand Rechnung trägt, dass Menschen auf vielfältige und ambivalente Weise miteinander verbunden sind. Doing Verantwortung nimmt Beziehungspraxen in den Blick und lässt sich für die Bildungsethik so auch analytisch fassen. Indem das Konzept Möglichkeiten freilegt, um „Wertbindungen“ (Reichenbach, 2017) in sich transformierenden Beziehungskonstellationen zu suchen bzw. anzubahnen, trägt es gleichsam dazu bei, das Demokratische zu bilden und das Konzept der Verantwortung für eine zeitgemäße Demokratie-Bildung zur Diskussion zu stellen. (DIPF/Orig.)
Title: 'Doing Verantwortung' heißt: das Demokratische bilden
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Angesichts aktueller Gefährdungen demokratischer Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensweisen wird deutlich, dass gegenwärtige Lösungsvorschläge für gesellschaftliche Probleme häufig mit dem Konzept der „Verantwortung“ verknüpft werden.
Verantwortliches Handeln wird als Effekt gelungener Bildungsprozesse auch für die Demokratie-Bildung modelliert.
Was es bedeutet, angesichts aktueller demokratischer Herausforderungen verantwortlich zu handeln, Verantwortung zu übernehmen oder Verantwortung zugeschrieben zu bekommen, lässt sich jedoch mitunter schwer einheitlich beantworten.
Im vorliegenden Beitrag wird Verantwortung daher nicht als eine statische, ethisch-moralische Verpflichtung, vom Individuum in reflexiv-kognitiven Prozessen zu erwerbende Kompetenz analysiert, welche mitunter in Vereinzelung führt und häufig in Überforderung mündet.
Unter Bezugnahme auf Doing Verantwortung (Buschmann & Sulmowski, 2018) lässt sich Verantwortung vielmehr auch als eine kollektive Praxis betrachten, die dem Umstand Rechnung trägt, dass Menschen auf vielfältige und ambivalente Weise miteinander verbunden sind.
Doing Verantwortung nimmt Beziehungspraxen in den Blick und lässt sich für die Bildungsethik so auch analytisch fassen.
Indem das Konzept Möglichkeiten freilegt, um „Wertbindungen“ (Reichenbach, 2017) in sich transformierenden Beziehungskonstellationen zu suchen bzw.
anzubahnen, trägt es gleichsam dazu bei, das Demokratische zu bilden und das Konzept der Verantwortung für eine zeitgemäße Demokratie-Bildung zur Diskussion zu stellen.
(DIPF/Orig.
).

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