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L'Abbaye Saint-Gwénolé de Landévennec
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Die Griindung der Abtei reicht wahrscheinlich ins VI. Jh. zuruck, indes die einzigen, ihre Entstehung betreffenden Quellen sind legendenumwoben. Die ersten an diesem Siedlungsplatz oder auf den Bauresten eines gallo-rômischen Gebâudes errichteten Klosterbauten hinterlie-Ben nur geringe Spuren und konzentrieren sich auf einen noch wenig untersuchten Bereich. Man konnte bislang die Uberreste einer ôstlichen Umwallung sowie eines von einigen Grabstâtten umgebenen Oratoriums identifizieren.
Ende VIII. oder zu Beginn des IX. Jh. folgt dem urspriinglichen Oratorium, das beibehalten und in Form einer Nebenkapelle wiedererrichtet wird, eine weitrâumige Kirche mit viereckigem Chor. Eine befestigte Mauer ersetzt die ôstliche Umwallung, um die Abtei meerwàrts zu schiitzen. Diese Baukampagne wird in der ersten Hàlfte des IX. Jd. durch die Errichtung einer iiberaus homogenen, benediktischen Klosteranlage forgesetzt ; bis jetzt wurden Mônchsgebâude mit Kapitellsaal, ôstlicher Kreuzgang und die Ansâtze der Wirt-schaftsgebâude freigelegt.
Dies ist die Bliitezeit der von den Herren von Cornouaille gefôrderten Abtei, in deren Skriptorium hervorragende Werke entstehen. Die Abtei wird in die groBe Strômung der karolingischen Renaissance mit einbezogen, dank eines Konkordats zwischen Kaiser Ludwig dem Frommen und dem bretonischen Kônig Nominoë, das bereits die spâtere Lehensabhàn-gigkeit andeutet.
Diese Eintracht wird durch die Normanneneinfàlle zerstôrt ; die Abtei sinkt 913 in Trùmmern und ihre Mônche verlassen sie. Ihre Ruckkehr Mitte des X. Jd. mit Alain Basbetorte, Herrn von Cornouaille und erstem Herzog der Bretagne kiindigt den Beginn einer neuen Blutezeit an, die sich nach prekâren Restaurierungsarbeiten durch den Bau einer romanischen Kirche mit einem aus drei Altarnischen bestehenden Chor manifestiert ; diese ist zweimal so lang wie die erste Abteikirche.
Die gesamte Klosteranlage wird spâter umgebaut oder vôllig neu errichtet, der karolin-gische GrundriB wird jedoch unverândert beibehalten. Diese Baukampagne endet mit der Errichtung einer wuchtigen Befestigung auf der Ostseite, sie ist zeitaufwendig und muhsam, verglichen mit der Entstehungsgeschichte der karolingischen Abtei, denn sie erstreckt sich uber 2 Jahrhunderte : Ende XI. — zweite Hâlfte des XIII. Jd.
Die Kriege des XIV. Jh., sodann die weltlichen Àbte wâhrend des ganzen XVI. Jd. bewirken Niedergang und Verfall der Abtei ; Im XV. Jd. wird dieser Entwicklung allerdings voriibergehend Einhalt geboten. Dies bezeugen einige Wiederherstellungsarbeiten, namentlich im Kreuzgang. Erst in der ersten Hàlfte des XVII. Jd. wurde die Abtei von den Mônchen der Mauriner — Reformkongregation ubernommen und restauriert.
Es bleibt die SchluBfolgerung : das wesentliche Ergebnis der Studie besteht darin, daB eine karolingische Abtei am âuBersten Ende der Armorika auBerhalb des frânkischen EinfluBbe-reichs entdeckt und erforscht wurde. Die zukùnftigen Forschungsarbeiten werden hauptsâ-chlich in dieser Richtung unternommen werden, ohne deswegen das, was uns die Abtei in jeder Beziehung, dank ihrer auBergewôhnlich gut erhaltenen verschiedenen archâologischen Schich-ten bietet, zu vernachlâssigen.
Title: L'Abbaye Saint-Gwénolé de Landévennec
Description:
Die Griindung der Abtei reicht wahrscheinlich ins VI.
Jh.
zuruck, indes die einzigen, ihre Entstehung betreffenden Quellen sind legendenumwoben.
Die ersten an diesem Siedlungsplatz oder auf den Bauresten eines gallo-rômischen Gebâudes errichteten Klosterbauten hinterlie-Ben nur geringe Spuren und konzentrieren sich auf einen noch wenig untersuchten Bereich.
Man konnte bislang die Uberreste einer ôstlichen Umwallung sowie eines von einigen Grabstâtten umgebenen Oratoriums identifizieren.
Ende VIII.
oder zu Beginn des IX.
Jh.
folgt dem urspriinglichen Oratorium, das beibehalten und in Form einer Nebenkapelle wiedererrichtet wird, eine weitrâumige Kirche mit viereckigem Chor.
Eine befestigte Mauer ersetzt die ôstliche Umwallung, um die Abtei meerwàrts zu schiitzen.
Diese Baukampagne wird in der ersten Hàlfte des IX.
Jd.
durch die Errichtung einer iiberaus homogenen, benediktischen Klosteranlage forgesetzt ; bis jetzt wurden Mônchsgebâude mit Kapitellsaal, ôstlicher Kreuzgang und die Ansâtze der Wirt-schaftsgebâude freigelegt.
Dies ist die Bliitezeit der von den Herren von Cornouaille gefôrderten Abtei, in deren Skriptorium hervorragende Werke entstehen.
Die Abtei wird in die groBe Strômung der karolingischen Renaissance mit einbezogen, dank eines Konkordats zwischen Kaiser Ludwig dem Frommen und dem bretonischen Kônig Nominoë, das bereits die spâtere Lehensabhàn-gigkeit andeutet.
Diese Eintracht wird durch die Normanneneinfàlle zerstôrt ; die Abtei sinkt 913 in Trùmmern und ihre Mônche verlassen sie.
Ihre Ruckkehr Mitte des X.
Jd.
mit Alain Basbetorte, Herrn von Cornouaille und erstem Herzog der Bretagne kiindigt den Beginn einer neuen Blutezeit an, die sich nach prekâren Restaurierungsarbeiten durch den Bau einer romanischen Kirche mit einem aus drei Altarnischen bestehenden Chor manifestiert ; diese ist zweimal so lang wie die erste Abteikirche.
Die gesamte Klosteranlage wird spâter umgebaut oder vôllig neu errichtet, der karolin-gische GrundriB wird jedoch unverândert beibehalten.
Diese Baukampagne endet mit der Errichtung einer wuchtigen Befestigung auf der Ostseite, sie ist zeitaufwendig und muhsam, verglichen mit der Entstehungsgeschichte der karolingischen Abtei, denn sie erstreckt sich uber 2 Jahrhunderte : Ende XI.
— zweite Hâlfte des XIII.
Jd.
Die Kriege des XIV.
Jh.
, sodann die weltlichen Àbte wâhrend des ganzen XVI.
Jd.
bewirken Niedergang und Verfall der Abtei ; Im XV.
Jd.
wird dieser Entwicklung allerdings voriibergehend Einhalt geboten.
Dies bezeugen einige Wiederherstellungsarbeiten, namentlich im Kreuzgang.
Erst in der ersten Hàlfte des XVII.
Jd.
wurde die Abtei von den Mônchen der Mauriner — Reformkongregation ubernommen und restauriert.
Es bleibt die SchluBfolgerung : das wesentliche Ergebnis der Studie besteht darin, daB eine karolingische Abtei am âuBersten Ende der Armorika auBerhalb des frânkischen EinfluBbe-reichs entdeckt und erforscht wurde.
Die zukùnftigen Forschungsarbeiten werden hauptsâ-chlich in dieser Richtung unternommen werden, ohne deswegen das, was uns die Abtei in jeder Beziehung, dank ihrer auBergewôhnlich gut erhaltenen verschiedenen archâologischen Schich-ten bietet, zu vernachlâssigen.
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