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Pregabalin: ein wirksames neues Zusatzmedikament zur Behandlung fokaler Epilepsien
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ZusammenfassungPregabalin (S-[+]-3-isobutyl-GABA; PGN, Handelsname Lyrica®) ist ein neues Medikament zur Kombinationstherapie fokaler Epilepsien mit oder ohne sekundär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen für Erwachsene, das durch strukturelle Variation des Gamma-Aminobuttersäure-(GABA-)Moleküls zielgerichtet entwickelt wurde. Es liegen umfangreiche, kontrollierte Prüfstudien an fast 1500 Patienten mit fokalen Epilepsien vor. Der Wirkmechanismus beruht auf der Wirkung von PGN als Ligand der präsynaptischen α2δ-Untereinheit des spannungsabhängigen Kalziumkanals. Die Kombinationstherapie mit PGN beginnt mit 150 mg/d, verteilt auf 75-0-75 mg/d. Falls erforderlich, wird die Tagesdosis nach 7 Tagen auf 300 mg gesteigert (150-0-150 mg). Die Maximaldosis beträgt 600 mg/d (300-0-300 mg). Bei der Maximaldosis kommt es bei etwa 15% der Patienten innerhalb von 12 Wochen zu einer Gewichtszunahme von mindestens 7% des Körpergewichtes, deren Langzeitverlauf sicherlich genauerer Beobachtung bedarf. Aufgrund der renalen Ausscheidung von PGN sollte bei einer Kreatinin-Clearance von weniger als 30 ml/min die Dosis gemäß der Fachinformation reduziert werden. PGB wird nahezu komplett unmetabolisiert im Urin ausgeschieden. Das hepatische CytochromP450-abhängige Enzymsystem ist somit nicht involviert. Es kommt nicht zur Wirkungsabnahme oder Nebenwirkungszunahme infolge enzyminduzierter pharmakokinetischer Interaktionen. Zusätzlich hat PGN – wie in kontrollierten Studien an Patienten mit schmerzhafter peripherer Neuropathie und Angsterkrankungen nachgewiesen – anxiolytische und die gestörte Schlafstruktur verbessernde Eigenschaften, was bei der häufigen Komorbidität von Epilepsien und Angsterkrankungen oder Schlafstörungen vorteilhaft sein kann.
Title: Pregabalin: ein wirksames neues Zusatzmedikament zur Behandlung fokaler Epilepsien
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ZusammenfassungPregabalin (S-[+]-3-isobutyl-GABA; PGN, Handelsname Lyrica®) ist ein neues Medikament zur Kombinationstherapie fokaler Epilepsien mit oder ohne sekundär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen für Erwachsene, das durch strukturelle Variation des Gamma-Aminobuttersäure-(GABA-)Moleküls zielgerichtet entwickelt wurde.
Es liegen umfangreiche, kontrollierte Prüfstudien an fast 1500 Patienten mit fokalen Epilepsien vor.
Der Wirkmechanismus beruht auf der Wirkung von PGN als Ligand der präsynaptischen α2δ-Untereinheit des spannungsabhängigen Kalziumkanals.
Die Kombinationstherapie mit PGN beginnt mit 150 mg/d, verteilt auf 75-0-75 mg/d.
Falls erforderlich, wird die Tagesdosis nach 7 Tagen auf 300 mg gesteigert (150-0-150 mg).
Die Maximaldosis beträgt 600 mg/d (300-0-300 mg).
Bei der Maximaldosis kommt es bei etwa 15% der Patienten innerhalb von 12 Wochen zu einer Gewichtszunahme von mindestens 7% des Körpergewichtes, deren Langzeitverlauf sicherlich genauerer Beobachtung bedarf.
Aufgrund der renalen Ausscheidung von PGN sollte bei einer Kreatinin-Clearance von weniger als 30 ml/min die Dosis gemäß der Fachinformation reduziert werden.
PGB wird nahezu komplett unmetabolisiert im Urin ausgeschieden.
Das hepatische CytochromP450-abhängige Enzymsystem ist somit nicht involviert.
Es kommt nicht zur Wirkungsabnahme oder Nebenwirkungszunahme infolge enzyminduzierter pharmakokinetischer Interaktionen.
Zusätzlich hat PGN – wie in kontrollierten Studien an Patienten mit schmerzhafter peripherer Neuropathie und Angsterkrankungen nachgewiesen – anxiolytische und die gestörte Schlafstruktur verbessernde Eigenschaften, was bei der häufigen Komorbidität von Epilepsien und Angsterkrankungen oder Schlafstörungen vorteilhaft sein kann.
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