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EbM und Wirksamkeit in der klinischen Neuropsychologie

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Zusammenfassung: Die Frage der Evidenzbasierung medizinischer und therapeutischer Leistungen ist im letzten Jahrzehnt in den Fokus des Interesses gerückt. Dargestellt wird die Entwicklung der Evidenzbasierten Medizin (EbM) und ihre Wurzeln in der Medikamentenforschung. Darauf aufbauend wird der Status Quo der EbM mit ihren Evidenzklassen zur Bewertung der vorliegenden Evaluationsstudien erläutert. Es werden die Besonderheiten und Herausforderungen der klinischen Neuropsychologie benannt und exemplarisch an der Evidenzbasierung der Therapie exekutiver Dysfunktionen erläutert. Ein Diskurs zeigt wie sich andere Fachdisziplinen, wie Physiotherapie, Ergotherapie und Pflegewissenschaften zu dem Thema Evidenzbasierung positionieren. Abschließend wird herausgearbeitet, dass die Kriterien der EbM für die Bewertung der Wirksamkeitsstudien in der neuropsychologischen Forschung nur selten umgesetzt werden können, und somit die Neuropsychologie grundsätzlich schlechtere Chancen hat hohe Evidenzklassen zu erreichen. Statt dessen wird vorgeschlagen, dass die klinische Neuropsychologie eigene Standards für die Definition der Evidenzklassen entwickelt, bei denen die Qualität nicht ausschließlich über das Studiendesign definiert ist, sondern diese durch weitere Kriterien ergänzt werden sollen, wie genaue Angaben über die Art und Frequenz der Intervention, Art und Qualität der Erhebungsinstrumente und die Stabilität des Therapieerfolgs mittels Follow-up Untersuchungen.
Title: EbM und Wirksamkeit in der klinischen Neuropsychologie
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Zusammenfassung: Die Frage der Evidenzbasierung medizinischer und therapeutischer Leistungen ist im letzten Jahrzehnt in den Fokus des Interesses gerückt.
Dargestellt wird die Entwicklung der Evidenzbasierten Medizin (EbM) und ihre Wurzeln in der Medikamentenforschung.
Darauf aufbauend wird der Status Quo der EbM mit ihren Evidenzklassen zur Bewertung der vorliegenden Evaluationsstudien erläutert.
Es werden die Besonderheiten und Herausforderungen der klinischen Neuropsychologie benannt und exemplarisch an der Evidenzbasierung der Therapie exekutiver Dysfunktionen erläutert.
Ein Diskurs zeigt wie sich andere Fachdisziplinen, wie Physiotherapie, Ergotherapie und Pflegewissenschaften zu dem Thema Evidenzbasierung positionieren.
Abschließend wird herausgearbeitet, dass die Kriterien der EbM für die Bewertung der Wirksamkeitsstudien in der neuropsychologischen Forschung nur selten umgesetzt werden können, und somit die Neuropsychologie grundsätzlich schlechtere Chancen hat hohe Evidenzklassen zu erreichen.
Statt dessen wird vorgeschlagen, dass die klinische Neuropsychologie eigene Standards für die Definition der Evidenzklassen entwickelt, bei denen die Qualität nicht ausschließlich über das Studiendesign definiert ist, sondern diese durch weitere Kriterien ergänzt werden sollen, wie genaue Angaben über die Art und Frequenz der Intervention, Art und Qualität der Erhebungsinstrumente und die Stabilität des Therapieerfolgs mittels Follow-up Untersuchungen.

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