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Über Interferenzerscheinungen zwischen sozialer und biologischer Rangordnung
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Zusammenfassung
Es werden mehrere interspezifische Gemeinschaften beschrieben, auch solche, deren Partner Arten angehören, die zueinander im Verhältnis biologischer Hierarchie stehen.
Auf freier Wildbahn gehen biologische Rivalen einander aus dem Wege. Daher sind solche Gemeinschaften nur unter dem psychischen oder physischen Zwange möglich, der die Partner an einen gemeinsamen verhältnismäßig engen Lebensraum bindet. Als physischer Zwang wirken Gefangenhaltung oder Einpferchung auf beschränktem Raum, als psychischer gemeinsame Bindung an den Menschen als Alphatier, also hochgradige Zähmung oder Domestikation.
Im allgemeinen ist eine Voraussetzung für die Bildung solcher interspezifischer Gemeinschaften das Vorhandensein ähnlicher Ausdrucksbewegungen; aber selbst wenn einzelne Ausdrucksbewegungen entgegengesetzt wirksame Schlüsselreize darstellen, z. B. das Pfoteheben bei Katze und Hund, können Angehörige solcher verschiedener Arten eine Gemeinschaft bilden, wenn sie Gelegenheit haben, sich in friedlicher Situation persönlich kennen‐zulernen. Das wird durch den Einfluß des Menschen in seiner Rolle als Alphatier begünstigt.
Am besten lassen sich solche zwischenartlichen Gemeinschaften in früher Jugend bilden, wenn die artgemäßen Verhaltensmerkmale noch nicht ganz ausgereift sind und vor allem wenn Auseinandersetzungen noch nicht lebensbedrohend für einen der Partner werden können. Bei erheblich verschiedener Größe und Kraft der Partner muß der Mensch unter Umständen den Stärkeren vorübergehend durch Zuruf hemmen oder sogar einschüchtern, damit er nicht den Schwächeren durch grobe Behandlung verletzt.
In solchen Gemeinschaften kann es zur Interferenz zwischen biologischer und sozialer Rangordnung kommen, insbesondere wenn der Mensch dem biologisch unterlegenen Tiere hilft.
Einmal ist es den Verfassern geglückt, ein von Hause aus nicht gregopetales Tier, den Fuchs, wenigstens vorübergehend einer solchen interspezifischen Gemeinschaft einzugliedern.
Title: Über Interferenzerscheinungen zwischen sozialer und biologischer Rangordnung
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Zusammenfassung
Es werden mehrere interspezifische Gemeinschaften beschrieben, auch solche, deren Partner Arten angehören, die zueinander im Verhältnis biologischer Hierarchie stehen.
Auf freier Wildbahn gehen biologische Rivalen einander aus dem Wege.
Daher sind solche Gemeinschaften nur unter dem psychischen oder physischen Zwange möglich, der die Partner an einen gemeinsamen verhältnismäßig engen Lebensraum bindet.
Als physischer Zwang wirken Gefangenhaltung oder Einpferchung auf beschränktem Raum, als psychischer gemeinsame Bindung an den Menschen als Alphatier, also hochgradige Zähmung oder Domestikation.
Im allgemeinen ist eine Voraussetzung für die Bildung solcher interspezifischer Gemeinschaften das Vorhandensein ähnlicher Ausdrucksbewegungen; aber selbst wenn einzelne Ausdrucksbewegungen entgegengesetzt wirksame Schlüsselreize darstellen, z.
B.
das Pfoteheben bei Katze und Hund, können Angehörige solcher verschiedener Arten eine Gemeinschaft bilden, wenn sie Gelegenheit haben, sich in friedlicher Situation persönlich kennen‐zulernen.
Das wird durch den Einfluß des Menschen in seiner Rolle als Alphatier begünstigt.
Am besten lassen sich solche zwischenartlichen Gemeinschaften in früher Jugend bilden, wenn die artgemäßen Verhaltensmerkmale noch nicht ganz ausgereift sind und vor allem wenn Auseinandersetzungen noch nicht lebensbedrohend für einen der Partner werden können.
Bei erheblich verschiedener Größe und Kraft der Partner muß der Mensch unter Umständen den Stärkeren vorübergehend durch Zuruf hemmen oder sogar einschüchtern, damit er nicht den Schwächeren durch grobe Behandlung verletzt.
In solchen Gemeinschaften kann es zur Interferenz zwischen biologischer und sozialer Rangordnung kommen, insbesondere wenn der Mensch dem biologisch unterlegenen Tiere hilft.
Einmal ist es den Verfassern geglückt, ein von Hause aus nicht gregopetales Tier, den Fuchs, wenigstens vorübergehend einer solchen interspezifischen Gemeinschaft einzugliedern.
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