Javascript must be enabled to continue!
Effekte eines hochintensiven Intervalltrainings in der Ebene und in ansteigendem Gelände hinsichtlich der physischen Leistungsfähigkeit
View through CrossRef
Zusammenfassung
Hintergrund Mit Zunahme hochintensiven Intervalltrainings (HIIT) im Breiten- und Leistungssport steigt das Verletzungs- und Überlastungsrisiko. Für die Effektivität eines HIITs in ansteigendem Gelände (bergauf) fehlen wissenschaftliche Evidenz und verlässliche Angaben für Intensität, Dauer und Steigungsgrad. Das Ziel dieser Untersuchung war es, die Belastungsverträglichkeit und Leistungsveränderungen (VO2max und 800 m-Laufzeit in der Ebene und bergauf) durch HIIT in der Ebene und in ansteigendem Gelände zu vergleichen.
Probanden und Methoden An der Untersuchung nahmen insgesamt 17 gut trainierte SportstudentInnen (Ø VO2max von 53,7 ml/min/kg) teil, die randomisiert in die Gruppen Ebene (GE; n = 8) und Berg (GB; n = 9) eingeteilt wurden. Die Probanden beider Gruppen absolvierten innerhalb von 4 Wochen 14 HIIT-Einheiten in ansteigendem Gelände (GB) oder in der Ebene (GE). Jede HIIT-Einheit bestand aus 8 × 2 min-Läufen bei 90 – 95 % der maximalen Herzfrequenz (HFmax) bei einer Work/ Rest-Ratio von 1:1. Die Vor- und Nachtests (VT) bestanden aus einer Spirometrie auf dem Laufband und 800 m-Lauftests in der Ebene und in ansteigendem Gelände. Nach der Intervention haben alle ProbandInnen anhand der BORG-Skala das individuelle Belastungsempfinden beurteilt.
Ergebnisse In der GE konnten 3 Probanden ihr Training aufgrund von Überlastungssymptomen nicht zu Ende bringen, in der GB 2 Probanden aus zeitlichen Gründen. Bei der Auswertung des Belastungsempfindens war eine Tendenz (p = 0,08; t = – 1,96) erkennbar, dass das Training in der Ebene als anstrengender empfunden wurde. Durch ein vierwöchiges HIIT hat sich die VO2max durchschnittlich um 5,2 % (p = 0,02; t = – 2,76), die 800 m-Zeit in der Ebene um 4,6 % (p = 0,01; t = 3,48) und die 800 m-Zeit in ansteigendem Gelände um 6,3 % (p = 0,02; t = 2,77) signifikant verbessert. Es konnte kein signifikanter Gruppeneffekt festgestellt werden.
Diskussion und Schlussfolgerung Diese Untersuchung ist ein weiteres Beispiel dafür, dass sich die sportartspezifische Leistungsfähigkeit gut trainierter Athleten nach einem HIIT signifikant verbessert. Die Verbesserung der Laufleistungen unterscheidet sich nicht zwischen den Trainingsgruppen (Bergauf vs. Ebene). Bedeutsam ist die Beobachtung, dass Bergauf-HIITs tendenziell besser verträglich waren als HIITs in der Ebene.
Georg Thieme Verlag KG
Title: Effekte eines hochintensiven Intervalltrainings in der Ebene und in ansteigendem Gelände hinsichtlich der physischen Leistungsfähigkeit
Description:
Zusammenfassung
Hintergrund Mit Zunahme hochintensiven Intervalltrainings (HIIT) im Breiten- und Leistungssport steigt das Verletzungs- und Überlastungsrisiko.
Für die Effektivität eines HIITs in ansteigendem Gelände (bergauf) fehlen wissenschaftliche Evidenz und verlässliche Angaben für Intensität, Dauer und Steigungsgrad.
Das Ziel dieser Untersuchung war es, die Belastungsverträglichkeit und Leistungsveränderungen (VO2max und 800 m-Laufzeit in der Ebene und bergauf) durch HIIT in der Ebene und in ansteigendem Gelände zu vergleichen.
Probanden und Methoden An der Untersuchung nahmen insgesamt 17 gut trainierte SportstudentInnen (Ø VO2max von 53,7 ml/min/kg) teil, die randomisiert in die Gruppen Ebene (GE; n = 8) und Berg (GB; n = 9) eingeteilt wurden.
Die Probanden beider Gruppen absolvierten innerhalb von 4 Wochen 14 HIIT-Einheiten in ansteigendem Gelände (GB) oder in der Ebene (GE).
Jede HIIT-Einheit bestand aus 8 × 2 min-Läufen bei 90 – 95 % der maximalen Herzfrequenz (HFmax) bei einer Work/ Rest-Ratio von 1:1.
Die Vor- und Nachtests (VT) bestanden aus einer Spirometrie auf dem Laufband und 800 m-Lauftests in der Ebene und in ansteigendem Gelände.
Nach der Intervention haben alle ProbandInnen anhand der BORG-Skala das individuelle Belastungsempfinden beurteilt.
Ergebnisse In der GE konnten 3 Probanden ihr Training aufgrund von Überlastungssymptomen nicht zu Ende bringen, in der GB 2 Probanden aus zeitlichen Gründen.
Bei der Auswertung des Belastungsempfindens war eine Tendenz (p = 0,08; t = – 1,96) erkennbar, dass das Training in der Ebene als anstrengender empfunden wurde.
Durch ein vierwöchiges HIIT hat sich die VO2max durchschnittlich um 5,2 % (p = 0,02; t = – 2,76), die 800 m-Zeit in der Ebene um 4,6 % (p = 0,01; t = 3,48) und die 800 m-Zeit in ansteigendem Gelände um 6,3 % (p = 0,02; t = 2,77) signifikant verbessert.
Es konnte kein signifikanter Gruppeneffekt festgestellt werden.
Diskussion und Schlussfolgerung Diese Untersuchung ist ein weiteres Beispiel dafür, dass sich die sportartspezifische Leistungsfähigkeit gut trainierter Athleten nach einem HIIT signifikant verbessert.
Die Verbesserung der Laufleistungen unterscheidet sich nicht zwischen den Trainingsgruppen (Bergauf vs.
Ebene).
Bedeutsam ist die Beobachtung, dass Bergauf-HIITs tendenziell besser verträglich waren als HIITs in der Ebene.
Related Results
Photolabile Schutzgruppen und ihre Anwendung zur wellenlängenselektiven Aktivierung und Deaktivierung eines Antibiotikums
Photolabile Schutzgruppen und ihre Anwendung zur wellenlängenselektiven Aktivierung und Deaktivierung eines Antibiotikums
Die Verwendung von photolabilen Schutzgruppen zur nicht-invasiven Kontrolle von Systemen birgt ein großes Potential für verschiedenste Anwendungsgebiete, die von der Erforschung un...
E-Learning
E-Learning
E-Learning ist heute aus keinem pädagogischen Lehrraum mehr wegzudenken. In allen Bereichen von Schule über die berufliche bis zur universitären Ausbildung und besonders im Bereich...
28. Anton Mühldorf: Einige Betrachtungen zur Membranmorphologie der Blaualgen
28. Anton Mühldorf: Einige Betrachtungen zur Membranmorphologie der Blaualgen
Zusammenfassung
. Entgegen der verbreiteten Annahme, daß die Bildung und Entwicklung der Querwand bei der Zellteilung der Cyanophyceenzellen durch Einfaltung und Einwachsen der Län...
Aufklärung komplexer lichtgesteuerter Mechanismen photosensitiver Moleküle
Aufklärung komplexer lichtgesteuerter Mechanismen photosensitiver Moleküle
Die Verwendung von Photoschaltern zur gezielten Kontrolle von Systemen birgt ein hohes Potential hinsichtlich biologischer Fragestellungen, bis hin zu optoelektronischen Anwendunge...
Multi-Lidar-Messungen im Bereich der Standortbewertung von Windenergieanlagen
Multi-Lidar-Messungen im Bereich der Standortbewertung von Windenergieanlagen
<p>F&#252;r die Planung eines Windparks ist es erforderlich, dass der Standort hinsichtlich seines Windpotentials mit m&#246;glichst geringen Unsicher...
Die grundsätzliche Leistungsfähigkeit von Strahlungsmeßinstrumenten
Die grundsätzliche Leistungsfähigkeit von Strahlungsmeßinstrumenten
AbstractDie Leistungsfähigkeit von Strahlungsempfängern ist grundsätzlich dadurch begrenzt, daß die Empfänger stets von elektromagnetischer Hohlraumstrahlung der Umgebungstemperatu...
Diagramme im Handumdrehen - Der Gebrauch von Gesten beim Mathematiklernen
Diagramme im Handumdrehen - Der Gebrauch von Gesten beim Mathematiklernen
Ausgangspunkt der Forschungsarbeit ist der Gebrauch von Gesten in mathematischen Interaktionen von Lernenden. Es wird untersucht, inwiefern Gesten Teil des mathematischen Aushandlu...
Der menschliche Blick - über den Zusammenhang von Wahrnehmen und Handeln
Der menschliche Blick - über den Zusammenhang von Wahrnehmen und Handeln
Das Buch nimmt die Beobachtung zum Ausgangspunkt, dass wahrnehmende Lebewesen immer auch sich bewegende Lebewesen sind. Der Zusammenhang zwischen den Vermögen der Wahrnehmung und d...

