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Leibniz, philosophe de l'expression

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Der Ausdruck birgt einen Sinn in sich, der stets den unmöglichen Beschluß des Vollendens als Instanz in sich enthält. Es ist diese Erfahrung des Unvollbringbaren, die am Urprung der Monadologie Leibniz' und der A la recherche du temps perdu (Auf der Suche nach der verlorenen Zeit) steht. Proust hatte Leibniz gelesen. Der Leinizsche Perspektivismus - jede Monade reflektiert das Universum und fügt ihm etwas Besonderes hinzu, dient Proust als Leitfaden, wenn er die Pariser Salons beschreibt, die jeder für sich nach seinem jeweiligen Standpunkt die gesamte Pariser Gesellschaft zum Ausdruck und zur Darstellung bringt. Der Leibnizsche Expressionismus, der aus den metaphorischen Quellen des wiederentdeckten Welttheaters, dem lebendigen Spiegel, schöpft, setzt eine emanatistische Ontologie ins Werk, die die Differenzen beachtet und damit den Status der Singularität denkt. Das vinculum substantiate ist diese Harmonie, die die Einheit in der Vielfalt behauptet. Die Vollkommenheit des Universums überträgt sich durch die Expressivität zum Unendlichen von allem, was ist und was selbst Ausdruck der göttlichen Vollkommenheit ist. Aber diese Expressivität kann nicht aufgeklärt werden : für unsere Vernunft bedürfte es dazu einer unendlichen Zeit. Dennoch verbleibt den Menschen die Möglichkeit der Kommunikation : der Philosoph, der die Errichtung einer universalen Charakteristik entwirft, hält daran fest, daß die Kommunikation den Gang durch die Differenzen impliziert : dazu muß man Babel nicht zerstören.
Title: Leibniz, philosophe de l'expression
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Der Ausdruck birgt einen Sinn in sich, der stets den unmöglichen Beschluß des Vollendens als Instanz in sich enthält.
Es ist diese Erfahrung des Unvollbringbaren, die am Urprung der Monadologie Leibniz' und der A la recherche du temps perdu (Auf der Suche nach der verlorenen Zeit) steht.
Proust hatte Leibniz gelesen.
Der Leinizsche Perspektivismus - jede Monade reflektiert das Universum und fügt ihm etwas Besonderes hinzu, dient Proust als Leitfaden, wenn er die Pariser Salons beschreibt, die jeder für sich nach seinem jeweiligen Standpunkt die gesamte Pariser Gesellschaft zum Ausdruck und zur Darstellung bringt.
Der Leibnizsche Expressionismus, der aus den metaphorischen Quellen des wiederentdeckten Welttheaters, dem lebendigen Spiegel, schöpft, setzt eine emanatistische Ontologie ins Werk, die die Differenzen beachtet und damit den Status der Singularität denkt.
Das vinculum substantiate ist diese Harmonie, die die Einheit in der Vielfalt behauptet.
Die Vollkommenheit des Universums überträgt sich durch die Expressivität zum Unendlichen von allem, was ist und was selbst Ausdruck der göttlichen Vollkommenheit ist.
Aber diese Expressivität kann nicht aufgeklärt werden : für unsere Vernunft bedürfte es dazu einer unendlichen Zeit.
Dennoch verbleibt den Menschen die Möglichkeit der Kommunikation : der Philosoph, der die Errichtung einer universalen Charakteristik entwirft, hält daran fest, daß die Kommunikation den Gang durch die Differenzen impliziert : dazu muß man Babel nicht zerstören.

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