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Aktuelle Entwicklungen bei der Lebertransplantation – Wo stehen wir?
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Was ist neu?Indikation zur Transplantation – aktuelle Entwicklungen Der Wandel in den Indikationen zur Transplantation setzt sich weiter fort, Hauptindikationen werden die Spätfolgen der nichtalkoholischen und alkoholassoziierten Lebererkrankungen und das hepatozelluläre Karzinom (HCC) sein. Zirrhosen auf dem Boden von Virushepatitiden spielen zunehmend eine untergeordnete Rolle.Ist die 6-Monats-Alkoholkarenz eine zwingende Voraussetzung für die Transplantation? Die Richtlinien der Bundesärztekammer fordern grundsätzlich eine Alkoholabstinenzperiode von 6 Monaten. Wissenschaftliche Daten zeigen, dass insbesondere Patienten mit Erstmanifestation einer akuten Alkoholhepatitis, die nicht auf die medikamentöse Therapie anspricht, in besonderer Weise von einer Transplantation profitieren können. Für diese Patienten kann eine individuelle Ausnahme für eine Transplantationslistung beantragt werden.Das hepatozelluläre Karzinom außerhalb der Mailand-Kriterien – Transplantation nach „Downstaging“ Zahlreiche Studien belegen, dass mithilfe effektiver „Downstaging“-Therapien und unter Berücksichtigung des Biomarkers AFP eine Subgruppe von Patienten mit initialem HCC außerhalb der Mailand-Kriterien definiert werden kann, die eine sehr günstige und der von Patienten innerhalb der Mailand-Kriterien vergleichbare postoperative Prognose besitzt.Zu krank für eine Transplantation? Das akut-auf-chronische Leberversagen (ACLF) Selbst Patienten mit dekompensierter Zirrhose mit Mehrorganversagen, wie es im Rahmen eines ACLF definiert ist, können erfolgreich und mit einer guten Langzeitprognose transplantiert werden. Das Zeitfenster, in welchem dies möglich ist, ist jedoch kurz.Spenderorganmangel – Verwendung HBV- und HCV-positiver Organe und neue Chancen durch die Maschinenperfusion Die Transplantation von Organen chronisch HCV- und HBV-infizierter Spender stellt durch die exzellenten Behandlungsmöglichkeiten bei diesen viralen Infektionen eine relevante Strategie zur Vergrößerung des Spenderpools dar. Zusätzlich gewinnt die Maschinenperfusion als neuartige Methode der Organkonservierung bzw. der Organaufbereitung an Bedeutung.
Georg Thieme Verlag KG
Title: Aktuelle Entwicklungen bei der Lebertransplantation – Wo stehen wir?
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Was ist neu?Indikation zur Transplantation – aktuelle Entwicklungen Der Wandel in den Indikationen zur Transplantation setzt sich weiter fort, Hauptindikationen werden die Spätfolgen der nichtalkoholischen und alkoholassoziierten Lebererkrankungen und das hepatozelluläre Karzinom (HCC) sein.
Zirrhosen auf dem Boden von Virushepatitiden spielen zunehmend eine untergeordnete Rolle.
Ist die 6-Monats-Alkoholkarenz eine zwingende Voraussetzung für die Transplantation? Die Richtlinien der Bundesärztekammer fordern grundsätzlich eine Alkoholabstinenzperiode von 6 Monaten.
Wissenschaftliche Daten zeigen, dass insbesondere Patienten mit Erstmanifestation einer akuten Alkoholhepatitis, die nicht auf die medikamentöse Therapie anspricht, in besonderer Weise von einer Transplantation profitieren können.
Für diese Patienten kann eine individuelle Ausnahme für eine Transplantationslistung beantragt werden.
Das hepatozelluläre Karzinom außerhalb der Mailand-Kriterien – Transplantation nach „Downstaging“ Zahlreiche Studien belegen, dass mithilfe effektiver „Downstaging“-Therapien und unter Berücksichtigung des Biomarkers AFP eine Subgruppe von Patienten mit initialem HCC außerhalb der Mailand-Kriterien definiert werden kann, die eine sehr günstige und der von Patienten innerhalb der Mailand-Kriterien vergleichbare postoperative Prognose besitzt.
Zu krank für eine Transplantation? Das akut-auf-chronische Leberversagen (ACLF) Selbst Patienten mit dekompensierter Zirrhose mit Mehrorganversagen, wie es im Rahmen eines ACLF definiert ist, können erfolgreich und mit einer guten Langzeitprognose transplantiert werden.
Das Zeitfenster, in welchem dies möglich ist, ist jedoch kurz.
Spenderorganmangel – Verwendung HBV- und HCV-positiver Organe und neue Chancen durch die Maschinenperfusion Die Transplantation von Organen chronisch HCV- und HBV-infizierter Spender stellt durch die exzellenten Behandlungsmöglichkeiten bei diesen viralen Infektionen eine relevante Strategie zur Vergrößerung des Spenderpools dar.
Zusätzlich gewinnt die Maschinenperfusion als neuartige Methode der Organkonservierung bzw.
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