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Die doppelreihig fortlaufende Nahtversorgung von primären Nabelhernien – Analyse eines Versorgungskonzeptes nach 282 Fällen

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Zusammenfassung Einleitung Es besteht fortgesetzt ein Entscheidungskonflikt, welche Nabelhernienpatienten allein durch Naht oder eben mit einer Netzverstärkung operiert werden sollen. Nach überwiegender Anwendung einer doppelreihig fortlaufenden Nahttechnik mit nicht resorbierbarem Faden über einen langen Zeitraum im eigenen Patientengut war das Ziel der vorliegenden Studie, die Leistungsfähigkeit dieser Strategie auch in Fällen mit größeren Bruchlücken zu überprüfen. Patienten und Methoden Nach Extraktion aller fallbezogenen Dokumente von operierten Nabelbruchpatienten wie OP- und Entlassbericht, Narkoseprotokoll und Verlaufsbogen aus dem Krankenhausinformationssystem (KIS) erfolgte die exakte Erfassung der analyserelevanten Parameter in einer Datenbank (FileMaker® 12.0). Doppelreihig fortlaufend nahtversorgte erwachsene Patienten (≥ 18 J), ausgeschlossen Rezidiv- und Begleiteingriffe, mit Nabellücken ≤ 2 cm (Gruppe [Gr.] 1) wurden solchen mit Defekten > 2 cm (Gruppe [Gr.] 2) gegenübergestellt. Langzeitergebnisse wurden aus dem KIS, durch Nachuntersuchung, Fragebogenversand und Telefoninterviews erhoben. Zur Signifikanztestung wurden Mann-Whitney-U- und Chi-Quadrat-Test angewandt bei einem Signifikanzniveau von p < 0,05. Ergebnisse Vom 1.1.2004 bis 31.3.2017 wurden zunächst n = 515 Nabelhernieneingriffe detektiert. Von 282 Patienten mit primärer Nabelbruchoperation in Form einer doppelreihigen fortlaufenden Naht kamen nur Fälle mit Nachuntersuchungsergebnissen zur Auswertung (n = 216). Die Patienten in Gr. I (n = 147) waren im Median im Vergleich zu Gr. II (n = 69) jünger (51 vs. 54 Jahre; p = 0,0012), leichter (BMI: 29 vs. 33; p = 0,003) und tendenziell weniger krank (ASA: 2 vs. 2; p = 0,0837). Die Komplikationsrate war mit 8/147 (5%) zu 4/69 (6%; p = 0,9154) nicht signifikant unterschiedlich. Die Rezidivrate nach einer Nachbeobachtungszeit von im Median 4,6 Jahren betrug von 6/147 (4%) zu 4/69 (6%; p = 0,5759). Schlussfolgerung Die konsequente Anwendung einer doppelreihig fortlaufenden nicht resorbierbaren Naht erzielt gute Ergebnisse in der Versorgung von Nabelhernien. Die Resultate der durchgeführten Studie lassen in einem uniform so versorgten Kollektiv den Schluss zu, dass auch ältere und durchschnittlich schwerere Patienten mit Nabelhernien > 2 cm sicher mit dieser Nahttechnik versorgt werden können.
Title: Die doppelreihig fortlaufende Nahtversorgung von primären Nabelhernien – Analyse eines Versorgungskonzeptes nach 282 Fällen
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Zusammenfassung Einleitung Es besteht fortgesetzt ein Entscheidungskonflikt, welche Nabelhernienpatienten allein durch Naht oder eben mit einer Netzverstärkung operiert werden sollen.
Nach überwiegender Anwendung einer doppelreihig fortlaufenden Nahttechnik mit nicht resorbierbarem Faden über einen langen Zeitraum im eigenen Patientengut war das Ziel der vorliegenden Studie, die Leistungsfähigkeit dieser Strategie auch in Fällen mit größeren Bruchlücken zu überprüfen.
Patienten und Methoden Nach Extraktion aller fallbezogenen Dokumente von operierten Nabelbruchpatienten wie OP- und Entlassbericht, Narkoseprotokoll und Verlaufsbogen aus dem Krankenhausinformationssystem (KIS) erfolgte die exakte Erfassung der analyserelevanten Parameter in einer Datenbank (FileMaker® 12.
0).
Doppelreihig fortlaufend nahtversorgte erwachsene Patienten (≥ 18 J), ausgeschlossen Rezidiv- und Begleiteingriffe, mit Nabellücken ≤ 2 cm (Gruppe [Gr.
] 1) wurden solchen mit Defekten > 2 cm (Gruppe [Gr.
] 2) gegenübergestellt.
Langzeitergebnisse wurden aus dem KIS, durch Nachuntersuchung, Fragebogenversand und Telefoninterviews erhoben.
Zur Signifikanztestung wurden Mann-Whitney-U- und Chi-Quadrat-Test angewandt bei einem Signifikanzniveau von p < 0,05.
Ergebnisse Vom 1.
1.
2004 bis 31.
3.
2017 wurden zunächst n = 515 Nabelhernieneingriffe detektiert.
Von 282 Patienten mit primärer Nabelbruchoperation in Form einer doppelreihigen fortlaufenden Naht kamen nur Fälle mit Nachuntersuchungsergebnissen zur Auswertung (n = 216).
Die Patienten in Gr.
I (n = 147) waren im Median im Vergleich zu Gr.
II (n = 69) jünger (51 vs.
54 Jahre; p = 0,0012), leichter (BMI: 29 vs.
33; p = 0,003) und tendenziell weniger krank (ASA: 2 vs.
2; p = 0,0837).
Die Komplikationsrate war mit 8/147 (5%) zu 4/69 (6%; p = 0,9154) nicht signifikant unterschiedlich.
Die Rezidivrate nach einer Nachbeobachtungszeit von im Median 4,6 Jahren betrug von 6/147 (4%) zu 4/69 (6%; p = 0,5759).
Schlussfolgerung Die konsequente Anwendung einer doppelreihig fortlaufenden nicht resorbierbaren Naht erzielt gute Ergebnisse in der Versorgung von Nabelhernien.
Die Resultate der durchgeführten Studie lassen in einem uniform so versorgten Kollektiv den Schluss zu, dass auch ältere und durchschnittlich schwerere Patienten mit Nabelhernien > 2 cm sicher mit dieser Nahttechnik versorgt werden können.

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