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Milieuschilderungen zweier verrückter Monologisten. Philip Roths Portnoy's Complaint als ein Vorbild für Thomas Brussigs Helden wie wir
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Untersuchungen zum Publikumserfolg Helden wie wir (1995) von Thomas Brussig betonten bisher die »Neuheit« der im Text praktizierten Erzählweise. In der vorliegenden Untersuchung hingegen wird die These vertreten, daß wesentliche thematische und stilistische Elemente der Helden präfiguriert sind. Die vergleichende Analyse des Textes mit Philip Roths Portnoy's Complaint (1969) erbringt zahlreiche Parallelen, aber auch aufschlußreiche Abweichungen in Bezug auf Roths Text. Es wird deutlich, daß Brussig mithilfe der Übernahme wesentlicher Erzählmomente, wie beispielsweise einer dominant gestalteten Sexualität, in der Nachfolge von Roths »Skandalbuch« eine erneute Provokation zustande bringt. Daß die Provokation trotz der Anlehnung an eine Textvorlage gelingt und als »neuartig« empfunden wird, deutet darauf hin, daß hier nicht von Epigonentum gesprochen werden kann, sondern vielmehr von einer geschickt arrangierten Transformation des Vorbildes mit Blick auf die Erfordernisse des veränderten kulturellen Kontextes.
Title: Milieuschilderungen zweier verrückter Monologisten.
Philip Roths Portnoy's Complaint als ein Vorbild für Thomas Brussigs Helden wie wir
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Untersuchungen zum Publikumserfolg Helden wie wir (1995) von Thomas Brussig betonten bisher die »Neuheit« der im Text praktizierten Erzählweise.
In der vorliegenden Untersuchung hingegen wird die These vertreten, daß wesentliche thematische und stilistische Elemente der Helden präfiguriert sind.
Die vergleichende Analyse des Textes mit Philip Roths Portnoy's Complaint (1969) erbringt zahlreiche Parallelen, aber auch aufschlußreiche Abweichungen in Bezug auf Roths Text.
Es wird deutlich, daß Brussig mithilfe der Übernahme wesentlicher Erzählmomente, wie beispielsweise einer dominant gestalteten Sexualität, in der Nachfolge von Roths »Skandalbuch« eine erneute Provokation zustande bringt.
Daß die Provokation trotz der Anlehnung an eine Textvorlage gelingt und als »neuartig« empfunden wird, deutet darauf hin, daß hier nicht von Epigonentum gesprochen werden kann, sondern vielmehr von einer geschickt arrangierten Transformation des Vorbildes mit Blick auf die Erfordernisse des veränderten kulturellen Kontextes.
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