Search engine for discovering works of Art, research articles, and books related to Art and Culture
ShareThis
Javascript must be enabled to continue!

Subkortikale Vaskuläre Enzephalopathie

View through CrossRef
Die Subkortikale Vaskuläre Enzephalopathie (SVE) ist eine zunehmend häufiger diagnostizierte Erkrankung des höheren Lebensalters, die eine hohe gesundheitsökonomische Bedeutung hat. Dies liegt zum einen an einer fortschreitenden Behinderung und Immobilisierung durch Gang- und Posturalkontrollstörung sowie zum anderen an einem progredienten Demenzsyndrom mit kognitiver Verlangsamung, Initiativmangel und Vergesslichkeit. Eine valide klinische Diagnosestellung wurde erst durch die deutliche Verbesserung der zerebralen Bilddiagnostik in den 80er-Jahren möglich. Dies erklärt auch die bis vor kurzem verwirrende Vielfalt von unterschiedlichen Begriffen. Pathophysiologische Grundlage ist die zerebrale Mikroangiopathie, die zu lakunären Infarkten und diffusen ischämischen Läsionen der weißen Hirnsubstanz führt, die häufig in Kombination vorkommen. In ihrer Summe führen solche Läsionen zur Unterbrechung parallel geschalteter präfrontal-subkortikaler Schaltkreise, auf deren Intaktheit die physiologische psychomotorische Funktion beruht. Zur Diagnosestellung sind neuroradiologische bildgebende Verfahren (Computertomographie, Magnetresonanztomographie) essentiell. Die Prognose ist eher ungünstig. Klinische und diagnostische Kriterien wurden etabliert, auf deren Boden inzwischen erste therapeutische Optionen zur Verfügung stehen.
Title: Subkortikale Vaskuläre Enzephalopathie
Description:
Die Subkortikale Vaskuläre Enzephalopathie (SVE) ist eine zunehmend häufiger diagnostizierte Erkrankung des höheren Lebensalters, die eine hohe gesundheitsökonomische Bedeutung hat.
Dies liegt zum einen an einer fortschreitenden Behinderung und Immobilisierung durch Gang- und Posturalkontrollstörung sowie zum anderen an einem progredienten Demenzsyndrom mit kognitiver Verlangsamung, Initiativmangel und Vergesslichkeit.
Eine valide klinische Diagnosestellung wurde erst durch die deutliche Verbesserung der zerebralen Bilddiagnostik in den 80er-Jahren möglich.
Dies erklärt auch die bis vor kurzem verwirrende Vielfalt von unterschiedlichen Begriffen.
Pathophysiologische Grundlage ist die zerebrale Mikroangiopathie, die zu lakunären Infarkten und diffusen ischämischen Läsionen der weißen Hirnsubstanz führt, die häufig in Kombination vorkommen.
In ihrer Summe führen solche Läsionen zur Unterbrechung parallel geschalteter präfrontal-subkortikaler Schaltkreise, auf deren Intaktheit die physiologische psychomotorische Funktion beruht.
Zur Diagnosestellung sind neuroradiologische bildgebende Verfahren (Computertomographie, Magnetresonanztomographie) essentiell.
Die Prognose ist eher ungünstig.
Klinische und diagnostische Kriterien wurden etabliert, auf deren Boden inzwischen erste therapeutische Optionen zur Verfügung stehen.

Related Results

Human prion diseases
Human prion diseases
Das Interesse an den Prionkrankheiten und speziell an der häufigsten menschlichen Form, der Creutzfeldt-Jakob Krankheit (CJD), ist zur Zeit aus zwei Gründen groß: 1) Die Bevölkerun...
Ionenkanalerkrankungen des Gehirns – monogene Migräneformen
Ionenkanalerkrankungen des Gehirns – monogene Migräneformen
ZusammenfassungIm Gegensatz zu den häufigen genetisch komplexen Formen der Migräne existieren auch einige seltene monogene Migränevarianten. Klassischer Vertreter ist die sog. fami...
Laser therapy in dermatology
Laser therapy in dermatology
Laser sind ein fester Bestandteil der Dermatotherapie geworden und es stehen zahlreiche Geräte zur Verfügung, die bei unterschiedlichsten Indikationen eingesetzt werden können. Wic...
Einfluss von Ernährungsparametern auf die Hämostase
Einfluss von Ernährungsparametern auf die Hämostase
ZusammenfassungDie Ernährung ist der wichtigste exogener Risikofaktor für die Prävention kardiovaskulärer Ereignisse und der Atherothrombose. Überernährung und Adipositas sind hier...
Alterungsbedingte Gefäßveränderungen am Beispiel der Arteria carotis
Alterungsbedingte Gefäßveränderungen am Beispiel der Arteria carotis
ZusammenfassungEiner der Hauptrisikofaktoren für das Vorliegen einer Karotisstenose und des karotisbedingten Schlaganfalls ist das Lebensalter. Ziel dieses Übersichtsartikels ist d...
Nichtzirrhotische portale Hypertension – Ursachen und praktisches Management
Nichtzirrhotische portale Hypertension – Ursachen und praktisches Management
ZusammenfassungUnter dem Krankheitsbild der nichtzirrhotischen portalen Hypertension (NCPH) wird eine heterogene Gruppe nichtzirrhotischer Pathogenesen portaler Hypertension zusamm...

Back to Top