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Auswirkungen extremer Witterung auf die phänologische Entwicklung am Beispiel des Jahres 2018
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<p><strong>Auswirkungen extremer Witterung auf die ph&#228;nologische Entwicklung am Beispiel des Jahres 2018</strong></p>
<p>Mit der Erfassung ph&#228;nologischer Phasen lassen sich Reaktionen der Pflanzenwelt auf den von Jahr zu Jahr unterschiedlichen Witterungsverlauf unmittelbar feststellen. Die in Deutschland bereits seit 1951 in gro&#223;er Dichte vorhandenen ph&#228;nologischen Beobachtungsdaten erm&#246;glichen eine Mittelwertbildung der Eintrittstermine ph&#228;nologischer Phasen &#252;ber den in der Klimatologie &#252;blichen Zeitraum von 30 Jahren. Damit kann der mittlere Beginn der ph&#228;nologischen Jahreszeiten festgelegt werden. Durch den Vergleich unterschiedlicher 30-j&#228;hriger Zeitr&#228;ume l&#228;sst sich in Folge des Klimawandels eine deutliche Verschiebung der ph&#228;nologischen Jahreszeiten in den letzten Jahrzehnten nachweisen.</p>
<p>Der ungew&#246;hnliche Witterungsverlauf 2018 und die Reaktionen der beobachteten Pflanzen auf diesen und auf die ausgepr&#228;gte D&#252;rre gaben Anlass zur genauen Betrachtung der daraus resultierenden ph&#228;nologischen Entwicklung.</p>
<p>Der sehr milde Januar 2018 bedingte einen fr&#252;hen Beginn des Vorfr&#252;hlings. Februar und M&#228;rz fielen jedoch kalt aus, dies stoppte die weitere Entwicklung der Pflanzen zeitweise v&#246;llig. Anfang April stellte sich hingegen anhaltend trockene und extrem warme Witterung ein, sowohl der April als auch der Mai 2018 waren der jeweils w&#228;rmste Monat seit Aufzeichnungsbeginn 1881. Die anhaltende W&#228;rme f&#252;hrte zu einem ungew&#246;hnlich schnellen Durchlaufen der ph&#228;nologischen Entwicklungsstadien. Erstfr&#252;hling, Vollfr&#252;hling und Fr&#252;hsommer fielen als Folge davon deutlich k&#252;rzer aus als gew&#246;hnlich. Mit der extrem fr&#252;hen Bl&#252;te der Sommerlinde wurde anschlie&#223;end der fr&#252;heste Beginn des Hochsommers seit dem Beginn ph&#228;nologischer Aufzeichnungen im Jahr 1951 registriert. Die bis in den Herbst anhaltende W&#228;rme f&#252;hrte zu weiteren Rekorden beim Eintritt von Fr&#252;h- und Vollherbst.</p>
<p>Die im Verlauf der Vegetationsperiode zunehmenden Reaktionen der Pflanzen auf die Trockenheit erschwerten die korrekte Erfassung der ph&#228;nologischen Phasen. Getreide und Mais reagierten vielerorts auf die Trockenheit mit Notreife, somit wurde die Ernte oft ungew&#246;hnlich fr&#252;h gemeldet. Die Aussaat von Winterraps war auf vielen Fl&#228;chen aufgrund ausbleibenden Regens erst sp&#228;t oder gar nicht m&#246;glich. Auch die Bestellung von Wintergetreide erfolgte vielerorts sehr sp&#228;t. An manchen beobachteten B&#228;umen kam es trockenheitsbedingt schon im Sommer zu Blattverf&#228;rbung und Blattfall. Als Folge davon mussten sogar die Bestimmungen zur Erfassung dieser nicht normal ausgepr&#228;gten ph&#228;nologischen Phasen an die Situation angepasst werden.</p>
<p><strong>Auf dem Poster soll dieser Sachverhalt mit Grafiken und erl&#228;uterndem Text dargestellt werden.</strong></p>
Title: Auswirkungen extremer Witterung auf die phänologische Entwicklung am Beispiel des Jahres 2018
Description:
<p><strong>Auswirkungen extremer Witterung auf die ph&#228;nologische Entwicklung am Beispiel des Jahres 2018</strong></p>
<p>Mit der Erfassung ph&#228;nologischer Phasen lassen sich Reaktionen der Pflanzenwelt auf den von Jahr zu Jahr unterschiedlichen Witterungsverlauf unmittelbar feststellen.
Die in Deutschland bereits seit 1951 in gro&#223;er Dichte vorhandenen ph&#228;nologischen Beobachtungsdaten erm&#246;glichen eine Mittelwertbildung der Eintrittstermine ph&#228;nologischer Phasen &#252;ber den in der Klimatologie &#252;blichen Zeitraum von 30 Jahren.
Damit kann der mittlere Beginn der ph&#228;nologischen Jahreszeiten festgelegt werden.
Durch den Vergleich unterschiedlicher 30-j&#228;hriger Zeitr&#228;ume l&#228;sst sich in Folge des Klimawandels eine deutliche Verschiebung der ph&#228;nologischen Jahreszeiten in den letzten Jahrzehnten nachweisen.
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<p>Der ungew&#246;hnliche Witterungsverlauf 2018 und die Reaktionen der beobachteten Pflanzen auf diesen und auf die ausgepr&#228;gte D&#252;rre gaben Anlass zur genauen Betrachtung der daraus resultierenden ph&#228;nologischen Entwicklung.
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<p>Der sehr milde Januar 2018 bedingte einen fr&#252;hen Beginn des Vorfr&#252;hlings.
Februar und M&#228;rz fielen jedoch kalt aus, dies stoppte die weitere Entwicklung der Pflanzen zeitweise v&#246;llig.
Anfang April stellte sich hingegen anhaltend trockene und extrem warme Witterung ein, sowohl der April als auch der Mai 2018 waren der jeweils w&#228;rmste Monat seit Aufzeichnungsbeginn 1881.
Die anhaltende W&#228;rme f&#252;hrte zu einem ungew&#246;hnlich schnellen Durchlaufen der ph&#228;nologischen Entwicklungsstadien.
Erstfr&#252;hling, Vollfr&#252;hling und Fr&#252;hsommer fielen als Folge davon deutlich k&#252;rzer aus als gew&#246;hnlich.
Mit der extrem fr&#252;hen Bl&#252;te der Sommerlinde wurde anschlie&#223;end der fr&#252;heste Beginn des Hochsommers seit dem Beginn ph&#228;nologischer Aufzeichnungen im Jahr 1951 registriert.
Die bis in den Herbst anhaltende W&#228;rme f&#252;hrte zu weiteren Rekorden beim Eintritt von Fr&#252;h- und Vollherbst.
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<p>Die im Verlauf der Vegetationsperiode zunehmenden Reaktionen der Pflanzen auf die Trockenheit erschwerten die korrekte Erfassung der ph&#228;nologischen Phasen.
Getreide und Mais reagierten vielerorts auf die Trockenheit mit Notreife, somit wurde die Ernte oft ungew&#246;hnlich fr&#252;h gemeldet.
Die Aussaat von Winterraps war auf vielen Fl&#228;chen aufgrund ausbleibenden Regens erst sp&#228;t oder gar nicht m&#246;glich.
Auch die Bestellung von Wintergetreide erfolgte vielerorts sehr sp&#228;t.
An manchen beobachteten B&#228;umen kam es trockenheitsbedingt schon im Sommer zu Blattverf&#228;rbung und Blattfall.
Als Folge davon mussten sogar die Bestimmungen zur Erfassung dieser nicht normal ausgepr&#228;gten ph&#228;nologischen Phasen an die Situation angepasst werden.
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<p><strong>Auf dem Poster soll dieser Sachverhalt mit Grafiken und erl&#228;uterndem Text dargestellt werden.
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