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Goethe und der Boden

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AbstractGoethe beschäftigte sich in seinen mittleren Lebensjahren intensiv mit geologischen und mineralogischen Problemen. Auf seinen Reisen war er unermüdlich im Beobachten und Beschreiben von Mineralien, Gesteinen, Geländeformen und Vegetation. Daß ihm unter diesen Voraussetzungen auch Zustand und Mannigfaltigkeit der Böden auffallen mußten, verwundert deshalb nicht. Zahlreiche Stellen in seinen Reisebeschreibungen (u. a. Italienische Reise 1786–1788; dritte Schweizerreise, Herbst 1797) belegen seine wachsame und direkte Naturbezogenheit auch in bodenkundlicher Hinsicht. Mit treffenden Bemerkungen werden Mächtigkeit, Körnung, Struktur, Farbe, Humusgehalt, Fruchtbarkeit usw. der Böden durchwanderter Landschaften charakterisiert und die verschiedenen Methoden der Bearbeitung, Düngung und Landnutzung diskutiert. Die Beschreibung einzelner Böden ist so präzis, daß man sie ohne weiteres nach einem der heute gebräuchlichen Klassifikationssysteme einordnen kann. Es ist sogar möglich anhand von Goethes Notizen das Gebiet der mediterranen Roterden (Terra rossa, Rhodoxeralf) in Sizilien einigermaßen abzugrenzen.Im vorliegenden Aufsatz werden ausgewählte Stellen zitiert und aus der Sicht der heutigen Bodenkunde interpretiert. Um Goethes Beziehung zum Boden richtig einzustufen, wird ein kurzer Abriß über die Situation der Bodenkunde gegen das Ende des 18. Jahrhunderts gegeben.
Title: Goethe und der Boden
Description:
AbstractGoethe beschäftigte sich in seinen mittleren Lebensjahren intensiv mit geologischen und mineralogischen Problemen.
Auf seinen Reisen war er unermüdlich im Beobachten und Beschreiben von Mineralien, Gesteinen, Geländeformen und Vegetation.
Daß ihm unter diesen Voraussetzungen auch Zustand und Mannigfaltigkeit der Böden auffallen mußten, verwundert deshalb nicht.
Zahlreiche Stellen in seinen Reisebeschreibungen (u.
a.
Italienische Reise 1786–1788; dritte Schweizerreise, Herbst 1797) belegen seine wachsame und direkte Naturbezogenheit auch in bodenkundlicher Hinsicht.
Mit treffenden Bemerkungen werden Mächtigkeit, Körnung, Struktur, Farbe, Humusgehalt, Fruchtbarkeit usw.
der Böden durchwanderter Landschaften charakterisiert und die verschiedenen Methoden der Bearbeitung, Düngung und Landnutzung diskutiert.
Die Beschreibung einzelner Böden ist so präzis, daß man sie ohne weiteres nach einem der heute gebräuchlichen Klassifikationssysteme einordnen kann.
Es ist sogar möglich anhand von Goethes Notizen das Gebiet der mediterranen Roterden (Terra rossa, Rhodoxeralf) in Sizilien einigermaßen abzugrenzen.
Im vorliegenden Aufsatz werden ausgewählte Stellen zitiert und aus der Sicht der heutigen Bodenkunde interpretiert.
Um Goethes Beziehung zum Boden richtig einzustufen, wird ein kurzer Abriß über die Situation der Bodenkunde gegen das Ende des 18.
Jahrhunderts gegeben.

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