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Aufschwung und Unzufriedenheit : Strukturwandel und Lebenssituation in Ostdeutschland

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Nach beinahe 30 Jahren Vereinigung der beiden deutschen Staaten lässt sich feststellen, politisch und institutionell sowie auch wirtschaftlich war die Bewältigung des Umbruchs und Entwicklung der Strukturen in Ostdeutschland gemessen an der Ausgangssituation im Wesentlichen eine Geschichte des Erfolges. Maßgebliche Basis hierfür waren zum einen die funktionsfähigen sozialen Sicherungssysteme (insb. Renten-, Arbeitslosen- und Gesundheitsversicherung), die besonders die erheblichen wirtschaftlichen Abbauprozesse abfedern mussten. Zum anderen unterstützte ein solides und in beiden Landesteilen gut ausgebautes und (zumeist) miteinander kompatibles berufsfachliches und hochschulisches berufliches Bildungssystem die erheblichen qualifikatorische Neuanpassungen an die radikal veränderten Arbeitsanforderungen. Gleichwohl lassen sich auch heute noch wirtschaftliche Unterschiede mit negativen Folgewirkungen beobachten. Diese lassen sich nur mit einer längerfristigen und dabei sorgfältig gestalteten konzertierten Strategie von Unternehmen, Verbänden und Kammern, Politik und Mini-sterien, Arbeitsverwaltung, Bildungsstätten, Hochschulen und Universitäten bewältigen. An einer ausgewogenen und den Risiken bewussten Ausgestaltung regionaler wirtschafts- und sozialstrukturellen Entwicklung besteht allerdings besonders in Ostdeutschland ein Nachholbedarf.
Title: Aufschwung und Unzufriedenheit : Strukturwandel und Lebenssituation in Ostdeutschland
Description:
Nach beinahe 30 Jahren Vereinigung der beiden deutschen Staaten lässt sich feststellen, politisch und institutionell sowie auch wirtschaftlich war die Bewältigung des Umbruchs und Entwicklung der Strukturen in Ostdeutschland gemessen an der Ausgangssituation im Wesentlichen eine Geschichte des Erfolges.
Maßgebliche Basis hierfür waren zum einen die funktionsfähigen sozialen Sicherungssysteme (insb.
Renten-, Arbeitslosen- und Gesundheitsversicherung), die besonders die erheblichen wirtschaftlichen Abbauprozesse abfedern mussten.
Zum anderen unterstützte ein solides und in beiden Landesteilen gut ausgebautes und (zumeist) miteinander kompatibles berufsfachliches und hochschulisches berufliches Bildungssystem die erheblichen qualifikatorische Neuanpassungen an die radikal veränderten Arbeitsanforderungen.
Gleichwohl lassen sich auch heute noch wirtschaftliche Unterschiede mit negativen Folgewirkungen beobachten.
Diese lassen sich nur mit einer längerfristigen und dabei sorgfältig gestalteten konzertierten Strategie von Unternehmen, Verbänden und Kammern, Politik und Mini-sterien, Arbeitsverwaltung, Bildungsstätten, Hochschulen und Universitäten bewältigen.
An einer ausgewogenen und den Risiken bewussten Ausgestaltung regionaler wirtschafts- und sozialstrukturellen Entwicklung besteht allerdings besonders in Ostdeutschland ein Nachholbedarf.

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