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Der benachteiligte Mann? Analysen zur (Gleich-)Behandlung von Männern und Frauen mit Depressionen
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<b><i>Hintergrund: </i></b>Geschlechtsspezifische Prävalenzen legen die Vermutung nahe, dass sich Depressionen von Männern und Frauen unterscheiden. Gleichzeitig erfahren die Patienten in der Versorgung eine «Gleichbehandlung», die im Rahmen dieser Arbeit auf eine etwaige Benachteiligung vor allem der Männer hin überprüft werden sollte. <b><i>Methoden: </i></b>Insgesamt wurden 3 Aspekte untersucht: 1) Unterschiede in der Phänomenologie, 2) Unterschiede im Behandlungseffekt und 3) geschlechtsspezifische Unterschiede bezüglich der Behandlung durch männliche bzw. weibliche Therapeuten. Die Ergebnisse basieren auf einer retrospektiven Datenanalyse von 551 Männern und 1035 Frauen, die 2006-2008 mit dem Behandlungsschwerpunkt Depression vollstationär in der Schön Klinik Bad Bramstedt behandelt wurden. <b><i>Ergebnisse: </i></b>Die Analysen konnten belegen, dass die Symptomausprägung bei Männern zwar quantitativ geringer, jedoch qualitativ ähnlich ist. Bei geringerer Symptomlast ist die Effektstärke der Behandlung bei Männern zwar etwas geringer, diese sind jedoch mit der Behandlung zufriedener. Das Geschlecht des Therapeuten hatte lediglich auf Frauen einen Effekt: Diejenigen, die von männlichen Therapeuten behandelt wurden, wollten die Klinik signifikant häufiger weiterempfehlen als diejenigen, die von weiblichen Therapeuten betreut wurden. <b><i>Schlussfolgerung: </i></b>Aus den Ergebnissen ist zu schließen, dass die derzeitige «Gleichbehandlung» in der untersuchten Klinik zu keiner Benachteiligung der quantitativ kleineren Gruppe von Männern mit Depressionen führt.
Title: Der benachteiligte Mann? Analysen zur (Gleich-)Behandlung von Männern und Frauen mit Depressionen
Description:
<b><i>Hintergrund: </i></b>Geschlechtsspezifische Prävalenzen legen die Vermutung nahe, dass sich Depressionen von Männern und Frauen unterscheiden.
Gleichzeitig erfahren die Patienten in der Versorgung eine «Gleichbehandlung», die im Rahmen dieser Arbeit auf eine etwaige Benachteiligung vor allem der Männer hin überprüft werden sollte.
<b><i>Methoden: </i></b>Insgesamt wurden 3 Aspekte untersucht: 1) Unterschiede in der Phänomenologie, 2) Unterschiede im Behandlungseffekt und 3) geschlechtsspezifische Unterschiede bezüglich der Behandlung durch männliche bzw.
weibliche Therapeuten.
Die Ergebnisse basieren auf einer retrospektiven Datenanalyse von 551 Männern und 1035 Frauen, die 2006-2008 mit dem Behandlungsschwerpunkt Depression vollstationär in der Schön Klinik Bad Bramstedt behandelt wurden.
<b><i>Ergebnisse: </i></b>Die Analysen konnten belegen, dass die Symptomausprägung bei Männern zwar quantitativ geringer, jedoch qualitativ ähnlich ist.
Bei geringerer Symptomlast ist die Effektstärke der Behandlung bei Männern zwar etwas geringer, diese sind jedoch mit der Behandlung zufriedener.
Das Geschlecht des Therapeuten hatte lediglich auf Frauen einen Effekt: Diejenigen, die von männlichen Therapeuten behandelt wurden, wollten die Klinik signifikant häufiger weiterempfehlen als diejenigen, die von weiblichen Therapeuten betreut wurden.
<b><i>Schlussfolgerung: </i></b>Aus den Ergebnissen ist zu schließen, dass die derzeitige «Gleichbehandlung» in der untersuchten Klinik zu keiner Benachteiligung der quantitativ kleineren Gruppe von Männern mit Depressionen führt.
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