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Fritz Peter Knapp / Manuela Niesner (Hgg.), Historisches und fiktionales Erzählen im Mittelalter. 2002
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Im Vorwort des schlanken Bandes, der sieben Beiträge über historisches und fiktionales Erzählen im Mittelalter versammelt, wird von den Herausgebern nachdrücklich ein „Dialog zwischen Historikern und Philologen“ (S. 7) eingefordert. Und dies erscheint tatsächlich wünschenswert, ja notwendig, betrachtet man – in systematischer Hinsicht – die narrative Sinnstiftung als das entscheidende Kriterium, das Geschichtsschreibung wie erzählende Dichtung gleichermaßen bestimmt. Aber auch im Blick auf die historische Entwicklung findet ein solcher Zugriff seine Bestätigung. Denn die Gattung der erzählenden Dichtung, mit der gemeinhin der Beginn fiktionalen Erzählens in der Volkssprache verbunden wird, der höfische Artusroman, geht auf historiographisches Wissen und dessen erzählerische Entfaltung zurück: Die Berichte über einen keltischen Kleinkönig, der im frühen Mittelalter erfolgreich gegen die angelsächsischen Invasoren kämpfte, bilden im 12. Jahrhundert die Grundlage für eine elaborierte Erzählkultur, durch die im romanischen Bereich sukzessive eine eigene epische Welt geschaffen wird – eine Welt, die in erster Linie durch ihre höfisch-ritterliche Stilisierung geprägt ist.
Title: Fritz Peter Knapp / Manuela Niesner (Hgg.), Historisches und fiktionales Erzählen im Mittelalter. 2002
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Im Vorwort des schlanken Bandes, der sieben Beiträge über historisches und fiktionales Erzählen im Mittelalter versammelt, wird von den Herausgebern nachdrücklich ein „Dialog zwischen Historikern und Philologen“ (S.
7) eingefordert.
Und dies erscheint tatsächlich wünschenswert, ja notwendig, betrachtet man – in systematischer Hinsicht – die narrative Sinnstiftung als das entscheidende Kriterium, das Geschichtsschreibung wie erzählende Dichtung gleichermaßen bestimmt.
Aber auch im Blick auf die historische Entwicklung findet ein solcher Zugriff seine Bestätigung.
Denn die Gattung der erzählenden Dichtung, mit der gemeinhin der Beginn fiktionalen Erzählens in der Volkssprache verbunden wird, der höfische Artusroman, geht auf historiographisches Wissen und dessen erzählerische Entfaltung zurück: Die Berichte über einen keltischen Kleinkönig, der im frühen Mittelalter erfolgreich gegen die angelsächsischen Invasoren kämpfte, bilden im 12.
Jahrhundert die Grundlage für eine elaborierte Erzählkultur, durch die im romanischen Bereich sukzessive eine eigene epische Welt geschaffen wird – eine Welt, die in erster Linie durch ihre höfisch-ritterliche Stilisierung geprägt ist.
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