Javascript must be enabled to continue!
Rolle von CD90- und CD34-positiven Zellen in Hepatoblastom- Tumorzelllinien
View through CrossRef
Die Krebsstammzellforschung gelangte in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus der Tumorforschung. Im Tumor bilden Krebsstammzellen eine kleine Population an Zellen mit Stammzelleigenschaften, wodurch sie eine große Rolle bei der Entstehung von Rezidiven, Metastasen, sowie der Entwicklung von Chemotherapieresistenzen spielen. Um eine gezielte Bekämpfung von Krebsstammzellen zu ermöglichen, müssen diese im Tumor zunächst zuverlässig durch Krebsstammzellmarker detektiert werden können. Gerade bei soliden pädiatrischen Tumoren, wie dem Hepatoblastom, ergeben sich hierbei Schwierigkeiten dadurch, dass im sehr heterogenen Tumorgewebe viele Zellen aufgrund der embryonalen Natur des Tumors bereits Stammzellmarker exprimieren, ohne dass es sich bei diesen Zellen um Krebsstammzellen handelt. Das Hepatoblastom ist mit 2/3 der Lebertumore des Kindes die häufigste maligne Leberneoplasie im Kindesalter. Auch wenn es bereits Hinweise auf das Vorliegen von Krebsstammzellen im Hepatoblastom gibt, so konnten diese bisher nicht genauer durch fest definierte Krebsstammzellmarker identifiziert werden. Um dies zu erreichen, wurden in dieser Arbeit die beiden Hepatoblastomzelllinien HuH6 und HepG2 auf die Expression der bereits bekannten Krebsstammzellmarker CD90, CD34 und CXCR4 überprüft. Zusätzlich wurde auf eine Bindung des „oval cell“ Antikörpers, OV-6, untersucht. Mittels Durchflusszytometrie-Analysen konnte eine Zellpopulation gefunden werden, welche die Oberflächenmarker CD34 und CD90 koexprimiert und gleichzeitig den OV-6 Antikörper bindet. Im nächsten Schritt wurden die Zellen auf einige Krebsstammzelleigenschaften überprüft. Zur weiteren Untersuchung dieser Subpopulation erfolgte mittels MACS (magnetic activated cell sorting) eine Anreicherung der CD90 exprimierenden Zellen. Diese wurde mittels qPCR auf die Expression der Pluripotenzmarker Oct4 und Nanog, sowie der Zytidindeaminase AID untersucht. Es konnte eine signifikant erhöhte Expression von AID und Oct4 detektiert werden. Im Gegensatz hierzu zeigte sich die Expression von EpCAM, c-myc und Albumin, welche als Kontrollgene untersucht wurden, nicht signifikant erhöht. Um auf das Metastasierungspotential der CD90 angereicherten Zellen rückzuschließen, wurde ein Migrationsassay mit angereicherten und depletierten Zellen durchgeführt. Hier wiesen die CD90 angereicherten Zellen, im Vergleich zu den depletierten Zellen eine erhöhte Migration auf. Im Tumorsphäroid-Assay war die HepG2 Zelllinie in der Lage Tumor-61 -sphäroide auszubilden. Nach der Passagierung zeigten diese eine erhöhte Expression der Krebsstammzellmarker CD90 und CD34, sowie der Pluripotenzmarker Oct4 und Nanog. Zusammengefasst kann mit den Krebsstammzellmarkern CD90, CD34 und OV-6 eine Subpopulation im Hepatoblastom identifiziert werden, die nach unseren Analysen Krebsstammzelleigenschaften aufweisen. Mithilfe dieses Markersets können nun neue Therapieansätze auf ihre Effektivität, Krebsstammzellen gezielt zu eliminieren, getestet werden.
Title: Rolle von CD90- und CD34-positiven Zellen in Hepatoblastom- Tumorzelllinien
Description:
Die Krebsstammzellforschung gelangte in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus der Tumorforschung.
Im Tumor bilden Krebsstammzellen eine kleine Population an Zellen mit Stammzelleigenschaften, wodurch sie eine große Rolle bei der Entstehung von Rezidiven, Metastasen, sowie der Entwicklung von Chemotherapieresistenzen spielen.
Um eine gezielte Bekämpfung von Krebsstammzellen zu ermöglichen, müssen diese im Tumor zunächst zuverlässig durch Krebsstammzellmarker detektiert werden können.
Gerade bei soliden pädiatrischen Tumoren, wie dem Hepatoblastom, ergeben sich hierbei Schwierigkeiten dadurch, dass im sehr heterogenen Tumorgewebe viele Zellen aufgrund der embryonalen Natur des Tumors bereits Stammzellmarker exprimieren, ohne dass es sich bei diesen Zellen um Krebsstammzellen handelt.
Das Hepatoblastom ist mit 2/3 der Lebertumore des Kindes die häufigste maligne Leberneoplasie im Kindesalter.
Auch wenn es bereits Hinweise auf das Vorliegen von Krebsstammzellen im Hepatoblastom gibt, so konnten diese bisher nicht genauer durch fest definierte Krebsstammzellmarker identifiziert werden.
Um dies zu erreichen, wurden in dieser Arbeit die beiden Hepatoblastomzelllinien HuH6 und HepG2 auf die Expression der bereits bekannten Krebsstammzellmarker CD90, CD34 und CXCR4 überprüft.
Zusätzlich wurde auf eine Bindung des „oval cell“ Antikörpers, OV-6, untersucht.
Mittels Durchflusszytometrie-Analysen konnte eine Zellpopulation gefunden werden, welche die Oberflächenmarker CD34 und CD90 koexprimiert und gleichzeitig den OV-6 Antikörper bindet.
Im nächsten Schritt wurden die Zellen auf einige Krebsstammzelleigenschaften überprüft.
Zur weiteren Untersuchung dieser Subpopulation erfolgte mittels MACS (magnetic activated cell sorting) eine Anreicherung der CD90 exprimierenden Zellen.
Diese wurde mittels qPCR auf die Expression der Pluripotenzmarker Oct4 und Nanog, sowie der Zytidindeaminase AID untersucht.
Es konnte eine signifikant erhöhte Expression von AID und Oct4 detektiert werden.
Im Gegensatz hierzu zeigte sich die Expression von EpCAM, c-myc und Albumin, welche als Kontrollgene untersucht wurden, nicht signifikant erhöht.
Um auf das Metastasierungspotential der CD90 angereicherten Zellen rückzuschließen, wurde ein Migrationsassay mit angereicherten und depletierten Zellen durchgeführt.
Hier wiesen die CD90 angereicherten Zellen, im Vergleich zu den depletierten Zellen eine erhöhte Migration auf.
Im Tumorsphäroid-Assay war die HepG2 Zelllinie in der Lage Tumor-61 -sphäroide auszubilden.
Nach der Passagierung zeigten diese eine erhöhte Expression der Krebsstammzellmarker CD90 und CD34, sowie der Pluripotenzmarker Oct4 und Nanog.
Zusammengefasst kann mit den Krebsstammzellmarkern CD90, CD34 und OV-6 eine Subpopulation im Hepatoblastom identifiziert werden, die nach unseren Analysen Krebsstammzelleigenschaften aufweisen.
Mithilfe dieses Markersets können nun neue Therapieansätze auf ihre Effektivität, Krebsstammzellen gezielt zu eliminieren, getestet werden.
Related Results
Higher Percentage of CD34+CD38− Cells Detected by Multiparameter Flow Cytometry From Leukapheresis Products Predict Unsustained Complete Remission in AML
Higher Percentage of CD34+CD38− Cells Detected by Multiparameter Flow Cytometry From Leukapheresis Products Predict Unsustained Complete Remission in AML
Abstract
Abstract 1485
Aim:
Myeloablative chemotherapy followed by autologous PBSCT remains one treatment strateg...
Isolation and Characterization of a CD34+ Sub-Clone in B-Cell Lymphoma
Isolation and Characterization of a CD34+ Sub-Clone in B-Cell Lymphoma
Non-Hodgkin's lymphoma (NHL) is the most common hematological malignancy in the US. Many types remain incurable despite response to initial therapy and achievement of complete remi...
CD34 negative HLA‐DR negative acute myeloid leukaemia: A higher association with NPM1 and FLT3‐ITD mutations
CD34 negative HLA‐DR negative acute myeloid leukaemia: A higher association with NPM1 and FLT3‐ITD mutations
AbstractIntroductionCD34 and HLA‐DR negativity is often used as a characteristic immunophenotypic feature of acute promyelocytic leukaemia (APL) that differentiates APL from other ...
Allelische Subtypisierung und Funktionsanalyse von inhibitorischen NK-Zell-Rezeptoren KIR2DL1 und KIR3DL1 zur Optimierung der Spenderauswahl bei NK-Zell-basierter Immuntherapie
Allelische Subtypisierung und Funktionsanalyse von inhibitorischen NK-Zell-Rezeptoren KIR2DL1 und KIR3DL1 zur Optimierung der Spenderauswahl bei NK-Zell-basierter Immuntherapie
In Deutschland erkranken pro Jahr bis zu 12.000 Menschen neu an Leukämie. Leukämie ist eine schwere onkologische Erkrankung, bei der reifes Knochenmarkgewebe in Folge von Mutatione...
Association of CD90 Expression by CD14+ Dendritic‐Shaped Cells in Rheumatoid Arthritis Synovial Tissue With Chronic Inflammation
Association of CD90 Expression by CD14+ Dendritic‐Shaped Cells in Rheumatoid Arthritis Synovial Tissue With Chronic Inflammation
ObjectiveCD14+ dendritic‐shaped cells show a dendritic morphology under the electron microscopy and engage in a pseudoemperipolesis phenomenon with lymphocytes. CD90 has been used ...
28. Anton Mühldorf: Einige Betrachtungen zur Membranmorphologie der Blaualgen
28. Anton Mühldorf: Einige Betrachtungen zur Membranmorphologie der Blaualgen
Zusammenfassung
. Entgegen der verbreiteten Annahme, daß die Bildung und Entwicklung der Querwand bei der Zellteilung der Cyanophyceenzellen durch Einfaltung und Einwachsen der Län...
CD14
+
Dendritic‐Shaped
Cells Functioning as Dendritic Cells in Rheumatoid Arthritis Synovial Tissues
CD14
+
Dendritic‐Shaped
Cells Functioning as Dendritic Cells in Rheumatoid Arthritis Synovial Tissues
Objective
We previously reported that CD14+ dendritic‐shaped cells exhibit a dendritic morphology, engage in pseudo‐emperipolesis with ly...
Development of dual BET/HDAC inhibitors
Development of dual BET/HDAC inhibitors
Bezüglich der Arzneimittelforschung galt für sehr lange Zeit das Paradigma "ein Gen, ein Medikament, eine Krankheit". In jüngerer Zeit ändert sich dieses Paradigma jedoch auf Grund...

