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Ein Leben für die Musikpsychologie: Nachruf Prof. Dr. Maria Manturzewska (1930 – 2020)
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Dieser Beitrag würdigt die Lebensleistung der polnischen Musikpsychologin Prof. Dr. Maria Manturzewska (1930 – 2020) für die polnische und internationale Musikpsychologie. Sie gründete und leitete bereits 1956 die erste Arbeitsgruppe für musikpsychologische Forschung am Pädagogischen Zentrum der Kunst- und Musikschulen des Kultusministeriums in Warschau und veranstaltete die erste musikpsychologische Konferenz in Polen. In den folgenden Jahren importierte sie alle verfügbaren standardisierten Musiktests der damaligen Zeit sowie Intelligenz- und Persönlichkeitstests, die in einem Netzwerk von Psychologen übersetzt, restandardisiert und normiert wurden. Dieses Instrumentarium wurde sowohl zur Erforschung musikalischer Begabung und Entwicklung eingesetzt als auch in der psychologischen Beratung im Rahmen der Begabungsförderung. Mit ihren wegweisenden Forschungen zur biographischen Entwicklung von professionellen Musiker*innen in den 1970er Jahren hat sie der Etablierung der Lebenszeitperspektive musikalischer Entwicklung entscheidende Impulse gegeben. Mit der Gründung des Instituts für Forschung in der Musikpädagogik 1974 an der Chopin Musik Akademie Warschau hat sie einen bedeutenden Meilenstein für die Institutionalisierung der Musikpsychologie erreichen können. 1985 erhielt sie dort den ersten Lehrstuhl für Musikpsychologie in Polen, den sie bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2000 innehatte. Neben ihren wegweisenden Forschungen zur musikalischen Begabung und zur lebenszeitlichen musikalischen Entwicklung hat Maria Manturzewska sich um die Entwicklung, Etablierung und Institutionalisierung der Musikpsychologie verdient gemacht. Unter ihrer Führung wurde die polnische Musikpsychologie in den Nachkriegsjahren aufgebaut, über Jahrzehnte weiterentwickelt und zu einer bemerkenswerten Blüte und internationalen Wertschätzung gebracht, die eng mit ihrer Person verbunden ist. Das Lebenswerk Maria Manturzewskas wird für die wissenschaftliche Gemeinschaft auch in Zukunft eine Quelle wissenschaftlicher Erkenntnis und Inspiration sein.
Title: Ein Leben für die Musikpsychologie: Nachruf Prof. Dr. Maria Manturzewska (1930 – 2020)
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Dieser Beitrag würdigt die Lebensleistung der polnischen Musikpsychologin Prof.
Dr.
Maria Manturzewska (1930 – 2020) für die polnische und internationale Musikpsychologie.
Sie gründete und leitete bereits 1956 die erste Arbeitsgruppe für musikpsychologische Forschung am Pädagogischen Zentrum der Kunst- und Musikschulen des Kultusministeriums in Warschau und veranstaltete die erste musikpsychologische Konferenz in Polen.
In den folgenden Jahren importierte sie alle verfügbaren standardisierten Musiktests der damaligen Zeit sowie Intelligenz- und Persönlichkeitstests, die in einem Netzwerk von Psychologen übersetzt, restandardisiert und normiert wurden.
Dieses Instrumentarium wurde sowohl zur Erforschung musikalischer Begabung und Entwicklung eingesetzt als auch in der psychologischen Beratung im Rahmen der Begabungsförderung.
Mit ihren wegweisenden Forschungen zur biographischen Entwicklung von professionellen Musiker*innen in den 1970er Jahren hat sie der Etablierung der Lebenszeitperspektive musikalischer Entwicklung entscheidende Impulse gegeben.
Mit der Gründung des Instituts für Forschung in der Musikpädagogik 1974 an der Chopin Musik Akademie Warschau hat sie einen bedeutenden Meilenstein für die Institutionalisierung der Musikpsychologie erreichen können.
1985 erhielt sie dort den ersten Lehrstuhl für Musikpsychologie in Polen, den sie bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2000 innehatte.
Neben ihren wegweisenden Forschungen zur musikalischen Begabung und zur lebenszeitlichen musikalischen Entwicklung hat Maria Manturzewska sich um die Entwicklung, Etablierung und Institutionalisierung der Musikpsychologie verdient gemacht.
Unter ihrer Führung wurde die polnische Musikpsychologie in den Nachkriegsjahren aufgebaut, über Jahrzehnte weiterentwickelt und zu einer bemerkenswerten Blüte und internationalen Wertschätzung gebracht, die eng mit ihrer Person verbunden ist.
Das Lebenswerk Maria Manturzewskas wird für die wissenschaftliche Gemeinschaft auch in Zukunft eine Quelle wissenschaftlicher Erkenntnis und Inspiration sein.
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