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Erwerbstätigkeit, Arbeitsfähigkeit und Krankenstand bei Patienten mit Melanom im ersten Jahr nach der Diagnose

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ZusammenfassungHintergrundDas maligne Melanom betrifft jüngere Berufstätige. In dieser Studie wurden Arbeitsfähigkeit und Krankenstand innerhalb eines Jahres nach Diagnosestellung untersucht, sowie der Einfluss von Rehabilitations‐ und psychoonkologischen Maßnahmen betrachtet.Patienten und MethodikAn dieser monozentrischen, prospektiven Beobachtungsstudie nahmen 221 Patienten (62,4% weiblich) im Alter von 19 bis 65 Jahren teil. 78,5% hatten zu Beginn Tumorstadium IB oder niedriger. Die routinemäßige klinische Dokumentation, Berufsanamnese, Arbeitsfähigkeit, subjektive Prognose der Beschäftigung sowie der Bedarf an und Zufriedenheit mit Rehabilitationsmaßnahmen wurden wiederholt erhoben.Ergebnisse181 Patienten (82%) waren bei Erstvorstellung erwerbstätig, 172 (78%) beim letzten Besuch. Etwa 75% der Patienten schätzten ihre Arbeitsfähigkeit zunächst als „mäßig“ ein, und hatten bis zu 9 Krankheitstage. Im darauffolgenden Jahr nahmen die Krankheitstage bei Patienten im Stadium IB und IIA signifikant zu (p = 0,044), bei Patienten im Stadium IIB und höher hoch signifikant (p < 0,001). Psychoonkologische Beratung (24%) und Rehabilitation (18%) änderten die signifikant schlechter eingeschätzte Arbeitsfähigkeit dieser Patienten nicht.SchlussfolgerungenDas Melanom beeinträchtigt die Arbeitsfähigkeit, auch in Tumorstadien ohne Lymphknotenbefall oder Fernmetastasen. Kontrollierte klinische Studien wären sinnvoll, um den Erfolg von Rehabilitationsmaßnahmen und psychoonkologischen Interventionen bei Patienten mit Melanom zu evaluieren.
Title: Erwerbstätigkeit, Arbeitsfähigkeit und Krankenstand bei Patienten mit Melanom im ersten Jahr nach der Diagnose
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ZusammenfassungHintergrundDas maligne Melanom betrifft jüngere Berufstätige.
In dieser Studie wurden Arbeitsfähigkeit und Krankenstand innerhalb eines Jahres nach Diagnosestellung untersucht, sowie der Einfluss von Rehabilitations‐ und psychoonkologischen Maßnahmen betrachtet.
Patienten und MethodikAn dieser monozentrischen, prospektiven Beobachtungsstudie nahmen 221 Patienten (62,4% weiblich) im Alter von 19 bis 65 Jahren teil.
78,5% hatten zu Beginn Tumorstadium IB oder niedriger.
Die routinemäßige klinische Dokumentation, Berufsanamnese, Arbeitsfähigkeit, subjektive Prognose der Beschäftigung sowie der Bedarf an und Zufriedenheit mit Rehabilitationsmaßnahmen wurden wiederholt erhoben.
Ergebnisse181 Patienten (82%) waren bei Erstvorstellung erwerbstätig, 172 (78%) beim letzten Besuch.
Etwa 75% der Patienten schätzten ihre Arbeitsfähigkeit zunächst als „mäßig“ ein, und hatten bis zu 9 Krankheitstage.
Im darauffolgenden Jahr nahmen die Krankheitstage bei Patienten im Stadium IB und IIA signifikant zu (p = 0,044), bei Patienten im Stadium IIB und höher hoch signifikant (p < 0,001).
Psychoonkologische Beratung (24%) und Rehabilitation (18%) änderten die signifikant schlechter eingeschätzte Arbeitsfähigkeit dieser Patienten nicht.
SchlussfolgerungenDas Melanom beeinträchtigt die Arbeitsfähigkeit, auch in Tumorstadien ohne Lymphknotenbefall oder Fernmetastasen.
Kontrollierte klinische Studien wären sinnvoll, um den Erfolg von Rehabilitationsmaßnahmen und psychoonkologischen Interventionen bei Patienten mit Melanom zu evaluieren.

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