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Human-biometeorologisch angepasste Routenführung zur Optimierung des Freizeitverhaltens
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<p>Das Ziel des Projektes ist es, m&#246;glichst klimatisch, lufthygienisch und gesundheitlich optimierte Routen am Beispiel des Ozonbildungspotenzials auszuweisen. Es wird ein &#252;bersichtliches Isoprenoid-Kataster geschaffen, das f&#252;r verschiedene Standorte anwendbar ist. Hierf&#252;r soll eine Applikation oder Software programmiert werden, die als &#8222;Klima-Isoprenoid-Navigationssystem&#8220; f&#252;r Nutzer anwendbar ist und eine &#8222;optimale&#8220; humanbiometeorologische Routenf&#252;hrung aufzeigt, egal, an welchem Ort man sich befindet.</p>
<p>Besonders innerst&#228;dtische Gr&#252;nfl&#228;chen, aber auch W&#228;lder, werden zur Erholung, der Bewegung und dem Aufenthalt im Freien aufgesucht. Bei der Nutzung des Freiraums spielen bioklimatische und lufthygienische Faktoren eine Rolle. W&#228;hrend von der gr&#252;nen Infrastruktur viele Vorteile ausgehen, k&#246;nnen allerdings auch gesundheitliche Beeintr&#228;chtigungen durch Pflanzen auftreten.</p>
<p>Im Fokus der Betrachtung stehen die biogenen Kohlenwasserstoffe, genauer die Gruppe der Isoprenoide. Isoprenoide sind u. a. Vorl&#228;uferstoffe des bodennahen Ozons. Zu ihnen geh&#246;ren beispielsweise Isopren und die Untergruppe der Monoterpene. Isoprenoide besitzen ein h&#246;heres Ozonbildungspotenzial als anthropogene Vorl&#228;uferstoffe (wie z. B. Stickoxide aus dem Stra&#223;enverkehr). Diese biogenen Kohlenwasserstoffe werden von diversen Baumarten in unterschiedlichen Konzentrationen emittiert. Hierbei h&#228;ngt die Emissionsrate u. a. von den meteorologischen Bedingungen (z. B. Strahlungstemperatur und -intensit&#228;t), aber auch dem Alter der B&#228;ume und den Bodeneigenschaften ab. W&#228;hrend autochthoner Wetterlagen erreicht die Isoprenemission ihr Maximum. Allerdings sind genau diese Wetterlagen auch h&#228;ufig der Zeitpunkt, an dem Menschen Gr&#252;nfl&#228;chen zur Erholung aufsuchen.</p>
<p>Im Rahmen dieses Forschungsprojektes liegt der Fokus zun&#228;chst auf der Betrachtung von Waldfl&#228;chen. Durch das Vorhandensein vieler Baumarten auf gro&#223;en Fl&#228;chen besteht dort ein hohes Potenzial der Isoprenoid-Bildung. Diese vorhandenen Baumarten werden entsprechend ihrer Gattungen in Cluster zusammengefasst. Dies wiederum erm&#246;glicht eine allgemeine Betrachtung f&#252;r planende Kommunen und fachfremde Nutzer. Zudem k&#246;nnen unterschiedliche Untersuchungsr&#228;ume unabh&#228;ngig von der genauen Baumart gew&#228;hlt werden. F&#252;r die erw&#228;hnten Baumgattungscluster werden anhand von Isoprenoid-Werten durch Messungen und aus der Literatur Mittelwerte gebildet, die dann wiederum aufgrund ihres Emissionpotenzials klassifiziert werden. Diese Klassifizierung soll in &#8222;low-emitter&#8220;, &#8222;medium-emitter&#8220; und &#8222;high-emitter&#8220; erfolgen &#8211; angestrebt ist eine kartographische Darstellung im Sinne eines &#8222;Ampel-Systems&#8220;. Dieses Isoprenoid-Baum-Kataster wird anschlie&#223;end mit vorhandenen Wanderwegen &#252;berlagert. Aufgrund dieser Darstellung kann anschlie&#223;end angezeigt werden, wo sich bei autochthonen Wetterlagen potenziell hohe Isoprenoid-Konzentrationen befinden k&#246;nnen, respektive das Ozonbildungspotenzial entsprechend erh&#246;ht ist. Dies bildet die Basis f&#252;r eine entsprechende Wegef&#252;hrung f&#252;r Nutzer sowie die mathematische Optimierung ebendieser.</p>
<p>Das Vorhaben ist in das Verbundprojekt &#8222;Ageing Smart &#8211; R&#228;ume intelligent gestalten&#8220; eingebunden. Das Projekt wird durch die Carl-Zeiss-Stiftung gef&#246;rdert. Das Gesamtprojekt adressiert die geburtenstarken Jahrg&#228;nge 1955 bis 1969, die Babyboomer. Durch deren Eintritt in das Rentenalter sind Kommunen oftmals damit konfrontiert, altersgerechte Wohnstandorte, Versorgungs- sowie Freizeitstrukturen zu schaffen. Ziel des Gesamtprojektes ist es, ein datengest&#252;tztes Entscheidungsunterst&#252;tzungssystem zu entwickeln, das &#246;ffentliche Akteure in ihren Planungsprozessen unterst&#252;tzt.</p>
Title: Human-biometeorologisch angepasste Routenführung zur Optimierung des Freizeitverhaltens
Description:
<p>Das Ziel des Projektes ist es, m&#246;glichst klimatisch, lufthygienisch und gesundheitlich optimierte Routen am Beispiel des Ozonbildungspotenzials auszuweisen.
Es wird ein &#252;bersichtliches Isoprenoid-Kataster geschaffen, das f&#252;r verschiedene Standorte anwendbar ist.
Hierf&#252;r soll eine Applikation oder Software programmiert werden, die als &#8222;Klima-Isoprenoid-Navigationssystem&#8220; f&#252;r Nutzer anwendbar ist und eine &#8222;optimale&#8220; humanbiometeorologische Routenf&#252;hrung aufzeigt, egal, an welchem Ort man sich befindet.
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<p>Besonders innerst&#228;dtische Gr&#252;nfl&#228;chen, aber auch W&#228;lder, werden zur Erholung, der Bewegung und dem Aufenthalt im Freien aufgesucht.
Bei der Nutzung des Freiraums spielen bioklimatische und lufthygienische Faktoren eine Rolle.
W&#228;hrend von der gr&#252;nen Infrastruktur viele Vorteile ausgehen, k&#246;nnen allerdings auch gesundheitliche Beeintr&#228;chtigungen durch Pflanzen auftreten.
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<p>Im Fokus der Betrachtung stehen die biogenen Kohlenwasserstoffe, genauer die Gruppe der Isoprenoide.
Isoprenoide sind u.
a.
Vorl&#228;uferstoffe des bodennahen Ozons.
Zu ihnen geh&#246;ren beispielsweise Isopren und die Untergruppe der Monoterpene.
Isoprenoide besitzen ein h&#246;heres Ozonbildungspotenzial als anthropogene Vorl&#228;uferstoffe (wie z.
B.
Stickoxide aus dem Stra&#223;enverkehr).
Diese biogenen Kohlenwasserstoffe werden von diversen Baumarten in unterschiedlichen Konzentrationen emittiert.
Hierbei h&#228;ngt die Emissionsrate u.
a.
von den meteorologischen Bedingungen (z.
B.
Strahlungstemperatur und -intensit&#228;t), aber auch dem Alter der B&#228;ume und den Bodeneigenschaften ab.
W&#228;hrend autochthoner Wetterlagen erreicht die Isoprenemission ihr Maximum.
Allerdings sind genau diese Wetterlagen auch h&#228;ufig der Zeitpunkt, an dem Menschen Gr&#252;nfl&#228;chen zur Erholung aufsuchen.
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<p>Im Rahmen dieses Forschungsprojektes liegt der Fokus zun&#228;chst auf der Betrachtung von Waldfl&#228;chen.
Durch das Vorhandensein vieler Baumarten auf gro&#223;en Fl&#228;chen besteht dort ein hohes Potenzial der Isoprenoid-Bildung.
Diese vorhandenen Baumarten werden entsprechend ihrer Gattungen in Cluster zusammengefasst.
Dies wiederum erm&#246;glicht eine allgemeine Betrachtung f&#252;r planende Kommunen und fachfremde Nutzer.
Zudem k&#246;nnen unterschiedliche Untersuchungsr&#228;ume unabh&#228;ngig von der genauen Baumart gew&#228;hlt werden.
F&#252;r die erw&#228;hnten Baumgattungscluster werden anhand von Isoprenoid-Werten durch Messungen und aus der Literatur Mittelwerte gebildet, die dann wiederum aufgrund ihres Emissionpotenzials klassifiziert werden.
Diese Klassifizierung soll in &#8222;low-emitter&#8220;, &#8222;medium-emitter&#8220; und &#8222;high-emitter&#8220; erfolgen &#8211; angestrebt ist eine kartographische Darstellung im Sinne eines &#8222;Ampel-Systems&#8220;.
Dieses Isoprenoid-Baum-Kataster wird anschlie&#223;end mit vorhandenen Wanderwegen &#252;berlagert.
Aufgrund dieser Darstellung kann anschlie&#223;end angezeigt werden, wo sich bei autochthonen Wetterlagen potenziell hohe Isoprenoid-Konzentrationen befinden k&#246;nnen, respektive das Ozonbildungspotenzial entsprechend erh&#246;ht ist.
Dies bildet die Basis f&#252;r eine entsprechende Wegef&#252;hrung f&#252;r Nutzer sowie die mathematische Optimierung ebendieser.
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<p>Das Vorhaben ist in das Verbundprojekt &#8222;Ageing Smart &#8211; R&#228;ume intelligent gestalten&#8220; eingebunden.
Das Projekt wird durch die Carl-Zeiss-Stiftung gef&#246;rdert.
Das Gesamtprojekt adressiert die geburtenstarken Jahrg&#228;nge 1955 bis 1969, die Babyboomer.
Durch deren Eintritt in das Rentenalter sind Kommunen oftmals damit konfrontiert, altersgerechte Wohnstandorte, Versorgungs- sowie Freizeitstrukturen zu schaffen.
Ziel des Gesamtprojektes ist es, ein datengest&#252;tztes Entscheidungsunterst&#252;tzungssystem zu entwickeln, das &#246;ffentliche Akteure in ihren Planungsprozessen unterst&#252;tzt.
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