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Entwicklung zweier Fragebögen zum Krankheitswissen und Umgang mit der Erkrankung für Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)

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Zusammenfassung Einleitung Wie bei anderen chronischen Erkrankungen ist auch bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zu erwarten, dass der Verlauf positiv beeinflusst wird, wenn die Patienten gut über ihre Erkrankung informiert sind und angemessen damit umgehen. Hierbei dürfte eine vergleichbare Einschätzung des Wissensstands und Umgangs von strukturierten, systematisch entwickelten Fragebögen profitieren, die allerdings bislang in Deutschland nicht publiziert sind. Methoden Zur Entwicklung der Fragebögen wurden insgesamt 310 Patienten mit COPD in drei pneumologischen Praxen und einer Klinik rekrutiert. Basierend auf statistischen Kriterien und inhaltlichen Bewertungen durch Fachärzte wurden durch Auswahl und Modifikation aus publizierten Studien und Schulungsunterlagen jeweils zwei Fragebögen zum Wissen (17 Fragen) bzw. Umgang (25 Fragen) erstellt. Aus diesen Fragebögen wurden darüber hinaus zwei kurze Versionen mit 5 bzw. 3 Fragen erstellt, um eine extrem schnelle Einschätzung des Wissens und des Umgangs der Patienten zu ermöglichen. Alle Fragebögen beinhalteten außerdem eine visuelle Analogskala zur Selbsteinschätzung von Wissen und Umgang. Als statistische Verfahren zur systematisch geleiteten Auswahl wurden Korrelations- und Regressionsanalysen eingesetzt. Ergebnisse Die Fragebögen zeigten teils erhebliche Wissensdefizite und v.a. ein unsystematisches, wenig zusammenhängendes Wissen. Der Umfang dieses Wissens war mit dem Lebensalter negativ und mit der Teilnahme an Schulungen positiv korreliert. Dies galt ebenfalls für den Umgang mit der Erkrankung. Auch der Zusammenhang der Antworten auf die Wissensfragen profitierte von der Teilnahme an Schulungen. In jedem Fall korrelierten die visuellen Analogskalen der Selbsteinschätzung von Wissen und Umgang mit den Gesamtpunktzahlen korrekter Antworten. Diskussion Die Fragebögen zu Wissen und Umgang mit der COPD könnten u.a. im ambulanten Bereich eingesetzt werden, gegebenenfalls auch durch nicht-ärztliches Personal, um Defizite rasch zu erkennen und zu beheben oder als Anlass zu nehmen, eine Schulung zu empfehlen. Die Kurzversionen sowie die Analogskalen der Selbsteinschätzung erlauben zumindest eine orientierende Einschätzung. Möglicherweise sollten Schulungen mehr darauf abzielen, den Zusammenhang des Wissens durch besseres Verständnis zu fördern, da dies vermutlich das Memorieren begünstigt. Hierbei erscheinen ältere Patienten und solche mit geringem Bildungsstand auf sie angepasster Schulungen besonders bedürftig.
Title: Entwicklung zweier Fragebögen zum Krankheitswissen und Umgang mit der Erkrankung für Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)
Description:
Zusammenfassung Einleitung Wie bei anderen chronischen Erkrankungen ist auch bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zu erwarten, dass der Verlauf positiv beeinflusst wird, wenn die Patienten gut über ihre Erkrankung informiert sind und angemessen damit umgehen.
Hierbei dürfte eine vergleichbare Einschätzung des Wissensstands und Umgangs von strukturierten, systematisch entwickelten Fragebögen profitieren, die allerdings bislang in Deutschland nicht publiziert sind.
Methoden Zur Entwicklung der Fragebögen wurden insgesamt 310 Patienten mit COPD in drei pneumologischen Praxen und einer Klinik rekrutiert.
Basierend auf statistischen Kriterien und inhaltlichen Bewertungen durch Fachärzte wurden durch Auswahl und Modifikation aus publizierten Studien und Schulungsunterlagen jeweils zwei Fragebögen zum Wissen (17 Fragen) bzw.
Umgang (25 Fragen) erstellt.
Aus diesen Fragebögen wurden darüber hinaus zwei kurze Versionen mit 5 bzw.
3 Fragen erstellt, um eine extrem schnelle Einschätzung des Wissens und des Umgangs der Patienten zu ermöglichen.
Alle Fragebögen beinhalteten außerdem eine visuelle Analogskala zur Selbsteinschätzung von Wissen und Umgang.
Als statistische Verfahren zur systematisch geleiteten Auswahl wurden Korrelations- und Regressionsanalysen eingesetzt.
Ergebnisse Die Fragebögen zeigten teils erhebliche Wissensdefizite und v.
a.
ein unsystematisches, wenig zusammenhängendes Wissen.
Der Umfang dieses Wissens war mit dem Lebensalter negativ und mit der Teilnahme an Schulungen positiv korreliert.
Dies galt ebenfalls für den Umgang mit der Erkrankung.
Auch der Zusammenhang der Antworten auf die Wissensfragen profitierte von der Teilnahme an Schulungen.
In jedem Fall korrelierten die visuellen Analogskalen der Selbsteinschätzung von Wissen und Umgang mit den Gesamtpunktzahlen korrekter Antworten.
Diskussion Die Fragebögen zu Wissen und Umgang mit der COPD könnten u.
a.
im ambulanten Bereich eingesetzt werden, gegebenenfalls auch durch nicht-ärztliches Personal, um Defizite rasch zu erkennen und zu beheben oder als Anlass zu nehmen, eine Schulung zu empfehlen.
Die Kurzversionen sowie die Analogskalen der Selbsteinschätzung erlauben zumindest eine orientierende Einschätzung.
Möglicherweise sollten Schulungen mehr darauf abzielen, den Zusammenhang des Wissens durch besseres Verständnis zu fördern, da dies vermutlich das Memorieren begünstigt.
Hierbei erscheinen ältere Patienten und solche mit geringem Bildungsstand auf sie angepasster Schulungen besonders bedürftig.

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