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Kunst
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ZusammenfassungSkepsis gegenüber der Rede von „der Kunst“ im Singular hat Tradition. Bekannt ist der Zweifel, den Ernst Gombrich am Anfang seiner Geschichte der Kunst artikuliert: „Genau genommen gibt es die Kunst gar nicht. Es gibt nur Künstler.“ Für sich genommen scheinen diese Sätze einen Widerstand gegen jede Art von Allgemeinbegriff auszudrücken, der nicht sonderlich überzeugend ist und überdies auf halbem Wege abbricht. Wirklich genau genommen, so könnte man einwenden, sind auch Künstler*innen nicht als Ausgangspunkt geeignet; man müsste auf die einzelnen Arbeiten zurückgehen, wenn nicht noch weiter auf die unzähligen Instanzen ihrer Rezeption und Interpretation. Dass es produktiv sein kann, die Differenzierung der Betrachtung bis zu diesem Punkt zu treiben, dürfte unstrittig sein; wäre dies aber die einzige legitime Betrachtungsebene, so müsste Theorie als solche abdanken. Gombrichs Punkt ist dann auch ein anderer: Ein allgemeiner Begriff der Kunst ist für ihn nur dann plausibel und legitim, wenn man die radikale Unterschiedlichkeit dessen nicht verschweigt, was darunter subsumiert wird. Dabei wäre allerdings nicht nur auf einzelne Künstler*innen oder Arbeiten zu blicken, sondern auch in erweiterter Perspektive auf Praxis- und Auffassungsformen und Institutionen in ihrer historischen und geographischen Differenz. Will man etwa mit Arthur C. Danto von einer „Kunst nach dem Ende der Kunst“ sprechen, so geht es ohne innere Differenzierung des Begriffs nicht ab.
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Title: Kunst
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ZusammenfassungSkepsis gegenüber der Rede von „der Kunst“ im Singular hat Tradition.
Bekannt ist der Zweifel, den Ernst Gombrich am Anfang seiner Geschichte der Kunst artikuliert: „Genau genommen gibt es die Kunst gar nicht.
Es gibt nur Künstler.
“ Für sich genommen scheinen diese Sätze einen Widerstand gegen jede Art von Allgemeinbegriff auszudrücken, der nicht sonderlich überzeugend ist und überdies auf halbem Wege abbricht.
Wirklich genau genommen, so könnte man einwenden, sind auch Künstler*innen nicht als Ausgangspunkt geeignet; man müsste auf die einzelnen Arbeiten zurückgehen, wenn nicht noch weiter auf die unzähligen Instanzen ihrer Rezeption und Interpretation.
Dass es produktiv sein kann, die Differenzierung der Betrachtung bis zu diesem Punkt zu treiben, dürfte unstrittig sein; wäre dies aber die einzige legitime Betrachtungsebene, so müsste Theorie als solche abdanken.
Gombrichs Punkt ist dann auch ein anderer: Ein allgemeiner Begriff der Kunst ist für ihn nur dann plausibel und legitim, wenn man die radikale Unterschiedlichkeit dessen nicht verschweigt, was darunter subsumiert wird.
Dabei wäre allerdings nicht nur auf einzelne Künstler*innen oder Arbeiten zu blicken, sondern auch in erweiterter Perspektive auf Praxis- und Auffassungsformen und Institutionen in ihrer historischen und geographischen Differenz.
Will man etwa mit Arthur C.
Danto von einer „Kunst nach dem Ende der Kunst“ sprechen, so geht es ohne innere Differenzierung des Begriffs nicht ab.
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