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ADHS und Sucht im Erwachsenenalter

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Zusammenfassung Gegenstand und Ziel: Übersichtsartikel zur Komorbidität von ADHS und Sucht im Erwachsenenalter. Die Prävalenz des kindlichen ADHS beträgt 5% und ist mit einem erhöhten Suchtrisiko verbunden, was zu ADHS-Prävalenzraten bis zu 23,1% bei erwachsenen Substanzabhängigen führt. ADHS führt ab der Kindheit zu Beeinträchtigungen im Entwicklungsverlauf. Als Haupthypothese für die Suchtentwicklung wird eine fehlgeleitete Selbstmedikation mit psychotropen Substanzen zur Linderung der ADHS-Symptome angenommen. Behandlungsansätze: Bei ADHS sind Stimulanzien Medikamente der ersten Wahl. Bei komorbider Sucht, muss eine individuelle Risiko-Nutzen-Abwägung unter Berücksichtigung von Haltequoten und Wechselwirkungen zwischen ADHS-Medikamenten und Suchtmitteln erfolgen. Achtsamkeitsbasierte Verfahren und Neurofeedbackmethoden gelten als ergänzende Behandlungsformen. Schlussfolgerungen: Eine konsequente Behandlung des ADHS ab der Kindheit gilt als präventiv für die Suchtentwicklung. Die Behandlung der Komorbidität von ADHS und Sucht sollte integrativ unter Einbezug von Pharmakotherapie, Psychoedukation und Verhaltenstrainings erfolgen.
Georg Thieme Verlag KG
Title: ADHS und Sucht im Erwachsenenalter
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Zusammenfassung Gegenstand und Ziel: Übersichtsartikel zur Komorbidität von ADHS und Sucht im Erwachsenenalter.
Die Prävalenz des kindlichen ADHS beträgt 5% und ist mit einem erhöhten Suchtrisiko verbunden, was zu ADHS-Prävalenzraten bis zu 23,1% bei erwachsenen Substanzabhängigen führt.
ADHS führt ab der Kindheit zu Beeinträchtigungen im Entwicklungsverlauf.
Als Haupthypothese für die Suchtentwicklung wird eine fehlgeleitete Selbstmedikation mit psychotropen Substanzen zur Linderung der ADHS-Symptome angenommen.
Behandlungsansätze: Bei ADHS sind Stimulanzien Medikamente der ersten Wahl.
Bei komorbider Sucht, muss eine individuelle Risiko-Nutzen-Abwägung unter Berücksichtigung von Haltequoten und Wechselwirkungen zwischen ADHS-Medikamenten und Suchtmitteln erfolgen.
Achtsamkeitsbasierte Verfahren und Neurofeedbackmethoden gelten als ergänzende Behandlungsformen.
Schlussfolgerungen: Eine konsequente Behandlung des ADHS ab der Kindheit gilt als präventiv für die Suchtentwicklung.
Die Behandlung der Komorbidität von ADHS und Sucht sollte integrativ unter Einbezug von Pharmakotherapie, Psychoedukation und Verhaltenstrainings erfolgen.

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