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Rezidivhäufigkeit und Langzeit-Überleben beim kleinzelligen Bronchialkarzinom

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Analysen zum Rezidivzeitpunkt und zur Rezidivlokalisation wurden bei insgesamt 443 auswertbaren Patienten mit kleinzelligem Bronchialkarzinom aus zwei multizentrischen Studien durchgeführt. Der Zeitpunkt des Rezidivs war in erster Linie von dem Ansprechen auf die Therapie abhängig. Patienten mit no change (NC) erlitten nahezu ausnahmslos innerhalb von 6 Monaten, Patienten mit partieller Remission (PR) innerhalb von 12 Monaten nach Therapiebeginn eine erneute Progression. Patienten mit kompletter Remission (CR) blieben innerhalb der ersten 6 Monate rezidivfrei, zwischen dem 6. und 8. Monat wurde eine geringe und ab dem 9. Monat eine starke Zunahme der Rezidive beobachtet. Die Rezidive traten bei Patienten mit limited disease häufiger im Bereich des Primärtumors, bei Patienten mit extensive disease häufiger in Form von Fernmetastasen auf. Ein Langzeit-Uberleben über 2 Jahre erreichten 35 der 443 Patienten. Prognostisch entscheidende Faktoren für das Erreichen eines Lang-zeit-Überlebens waren Tumorausbreitung und Geschlecht. Während bei Patienten mit Fernmetastasen und CR nur in Einzelfällen ein rezidivfreies 2-Jahres-Überleben erreicht wurde, war dies bei Patienten ohne Fernmetastasen und CR in ca. 30% der Fall. Die 2-Jahres-Überlebenschance einer Frau mit limited disease und einem Karnofsky-Status von 70% und mehr betrug 40%, die eines Mannes bei gleicher Verteilung der übrigen Prognosefaktoren 10%. Aufgrund der hohen Rezidivrate bei ursprünglich gutem Ansprechen auf die Therapie muß die Sicherung der best response heute ein entscheidendes Zielkriterium der Therapie beim kleinzelligen Bronchialkarzinom sein. Als geeignete Möglichkeiten zur Erhöhung der 2-Jahres-Überlebensraten sehen wír eine regelmäßige Verlaufskontrolle und den sofortigen Einsatz einer erneuten Therapie beim Rezidiv oder die Durchführung einer Reinduktionstherapie in größeren zeitlichen Abständen mit der Zielsetzung der Verzögerung bzw. Ver-hinderung eines Rezidivs an. Ob eine der beiden Verfahrensweisen der anderen überlegen ist, wird derzeit randomisiert in unserer neuen Studie geprüft.
Title: Rezidivhäufigkeit und Langzeit-Überleben beim kleinzelligen Bronchialkarzinom
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Analysen zum Rezidivzeitpunkt und zur Rezidivlokalisation wurden bei insgesamt 443 auswertbaren Patienten mit kleinzelligem Bronchialkarzinom aus zwei multizentrischen Studien durchgeführt.
Der Zeitpunkt des Rezidivs war in erster Linie von dem Ansprechen auf die Therapie abhängig.
Patienten mit no change (NC) erlitten nahezu ausnahmslos innerhalb von 6 Monaten, Patienten mit partieller Remission (PR) innerhalb von 12 Monaten nach Therapiebeginn eine erneute Progression.
Patienten mit kompletter Remission (CR) blieben innerhalb der ersten 6 Monate rezidivfrei, zwischen dem 6.
und 8.
Monat wurde eine geringe und ab dem 9.
Monat eine starke Zunahme der Rezidive beobachtet.
Die Rezidive traten bei Patienten mit limited disease häufiger im Bereich des Primärtumors, bei Patienten mit extensive disease häufiger in Form von Fernmetastasen auf.
Ein Langzeit-Uberleben über 2 Jahre erreichten 35 der 443 Patienten.
Prognostisch entscheidende Faktoren für das Erreichen eines Lang-zeit-Überlebens waren Tumorausbreitung und Geschlecht.
Während bei Patienten mit Fernmetastasen und CR nur in Einzelfällen ein rezidivfreies 2-Jahres-Überleben erreicht wurde, war dies bei Patienten ohne Fernmetastasen und CR in ca.
30% der Fall.
Die 2-Jahres-Überlebenschance einer Frau mit limited disease und einem Karnofsky-Status von 70% und mehr betrug 40%, die eines Mannes bei gleicher Verteilung der übrigen Prognosefaktoren 10%.
Aufgrund der hohen Rezidivrate bei ursprünglich gutem Ansprechen auf die Therapie muß die Sicherung der best response heute ein entscheidendes Zielkriterium der Therapie beim kleinzelligen Bronchialkarzinom sein.
Als geeignete Möglichkeiten zur Erhöhung der 2-Jahres-Überlebensraten sehen wír eine regelmäßige Verlaufskontrolle und den sofortigen Einsatz einer erneuten Therapie beim Rezidiv oder die Durchführung einer Reinduktionstherapie in größeren zeitlichen Abständen mit der Zielsetzung der Verzögerung bzw.
Ver-hinderung eines Rezidivs an.
Ob eine der beiden Verfahrensweisen der anderen überlegen ist, wird derzeit randomisiert in unserer neuen Studie geprüft.

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