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Softwaretools zur Simulation der Ausbreitung gasförmiger Gefahrstoffe in industrieller Umgebung
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<p>Betreiber von Anlagen, die mit Gefahrstoffen umgehen, m&#252;ssen nicht nur im Rahmen von Genehmigungsverfahren Angaben zu den Auswirkungen st&#246;rungsbedingter Stofffreisetzungen machen. Bisher zur Bestimmung von angemessenen Sicherheitsabst&#228;nden und zur Beurteilung von Gef&#228;hrdungen verwendete Ausbreitungsmodelle wurden als nicht mehr dem Stand der Technik entsprechend eingestuft und die relevanten VDI-Richtlinien 3783, Blatt 1 und Blatt 2 sollen &#252;berarbeitet werden. Es ist vorgesehen, die Gau&#223;'sche Ausbreitungsmodellierung durch ein zeitgem&#228;&#223;eres Lagrange'sches Ausbreitungsmodell zu ersetzen. Die f&#252;r das Ausbreitungsmodell erforderlichen Windfelder k&#246;nnen mit einfachen diagnostischen Windfeldmodellen oder geeigneten prognostischen Str&#246;mungsmodellen bereitgestellt werden. Allerdings sind einfache diagnostische Windfeldmodelle meist nicht in der Lage, die komplexen Str&#246;mungsverh&#228;ltnisse in Industrieanlagen ausreichend realistisch abzubilden und nicht hinreichend f&#252;r derartige Anwendungen validiert. In universeller einsetzbaren prognostischen Str&#246;mungsmodellen (CFD-Modelle) sind die problemspezifischen Ausbreitungsrandbedingungen im bodennahen Bereich der atmosph&#228;rischen Windgrenzschicht oft nicht angemessen umsetzbar. Eine sinnvolle Alternative stellen verf&#252;gbare, lizenzkostenfreie OpenSource-Programmpakete wie zum Beispiel OpenFOAM dar. Diese beinhalten in der Regel mehrere L&#246;ser zur Str&#246;mungsberechnung und eine Vielzahl von Turbulenzmodellen. Es lassen sich an konkrete Problemstellungen angepasste Str&#246;mungsl&#246;ser realisieren, die prinzipiell auch transiente Einstr&#246;mrandbedingungen in der durch Hindernisse gest&#246;rten atmosph&#228;rischen Windgrenzschicht abbilden k&#246;nnen.</p>
<p>In einem vom Bundesministerium f&#252;r Wirtschaft im Rahmen des Forschungsnetzwerks Mittelstand gef&#246;rderten Projekt soll das Potenzial der OpenSource-Programmpakete f&#252;r praktische St&#246;rfallauswirkungsbetrachtungen erschlossen und eine Toolbox zur Simulation der Ausbreitung gasf&#246;rmiger Gefahrstoffe in industrieller Umgebung entwickelt und evaluiert werden. Es werden Windfeldgeneratoren auf Basis von RANS und LES entwickelt. F&#252;r typische, mit den Modelltypen im Zusammenhang stehende Probleme bei der Simulation bodennaher Windfelder werden praxistaugliche L&#246;sungen entwickelt. F&#252;r die Implementierung eines RANS-basierten Windfeldgenerators erfolgte beispielsweise die Anpassung der Randbedingungen im Einstr&#246;mrand und der verwendeten Wandfunktionen an das verwendete Turbulenzmodell. F&#252;r das entwickelte LES-basierte Modell wurden u.a. verschiedene Verfahren zur Simulation bzw. Synthese turbulenter natur&#228;hnlicher Einstr&#246;mrandbedingungen und verschiedene Turbulenzparametrisierungen implementiert und getestet. Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt bildet die Bereitstellung qualifizierter, modell- und anwendungsspezifischer Referenzdatens&#228;tze zur Evaluierung der entwickelten Modelle und Simulationskonzepte. Hierf&#252;r werden systematische Modellversuche zur Ausbreitung dichteneutraler und schwerer Gase in einem Grenzschichtwindkanal durchgef&#252;hrt.</p>
<p>Der Beitrag stellt den aktuellen Stand der zweij&#228;hrigen Projekt- und Entwicklungsarbeit vor, dokumentiert beispielhaft die G&#252;te der mit den entwickelten Softwaretools erzielbaren Simulationsergebnisse und gibt einen &#220;berblick &#252;ber die im Projekt generierten Referenzdatens&#228;tze f&#252;r eine angemessene Modellevaluierung.</p>
Title: Softwaretools zur Simulation der Ausbreitung gasförmiger Gefahrstoffe in industrieller Umgebung
Description:
<p>Betreiber von Anlagen, die mit Gefahrstoffen umgehen, m&#252;ssen nicht nur im Rahmen von Genehmigungsverfahren Angaben zu den Auswirkungen st&#246;rungsbedingter Stofffreisetzungen machen.
Bisher zur Bestimmung von angemessenen Sicherheitsabst&#228;nden und zur Beurteilung von Gef&#228;hrdungen verwendete Ausbreitungsmodelle wurden als nicht mehr dem Stand der Technik entsprechend eingestuft und die relevanten VDI-Richtlinien 3783, Blatt 1 und Blatt 2 sollen &#252;berarbeitet werden.
Es ist vorgesehen, die Gau&#223;'sche Ausbreitungsmodellierung durch ein zeitgem&#228;&#223;eres Lagrange'sches Ausbreitungsmodell zu ersetzen.
Die f&#252;r das Ausbreitungsmodell erforderlichen Windfelder k&#246;nnen mit einfachen diagnostischen Windfeldmodellen oder geeigneten prognostischen Str&#246;mungsmodellen bereitgestellt werden.
Allerdings sind einfache diagnostische Windfeldmodelle meist nicht in der Lage, die komplexen Str&#246;mungsverh&#228;ltnisse in Industrieanlagen ausreichend realistisch abzubilden und nicht hinreichend f&#252;r derartige Anwendungen validiert.
In universeller einsetzbaren prognostischen Str&#246;mungsmodellen (CFD-Modelle) sind die problemspezifischen Ausbreitungsrandbedingungen im bodennahen Bereich der atmosph&#228;rischen Windgrenzschicht oft nicht angemessen umsetzbar.
Eine sinnvolle Alternative stellen verf&#252;gbare, lizenzkostenfreie OpenSource-Programmpakete wie zum Beispiel OpenFOAM dar.
Diese beinhalten in der Regel mehrere L&#246;ser zur Str&#246;mungsberechnung und eine Vielzahl von Turbulenzmodellen.
Es lassen sich an konkrete Problemstellungen angepasste Str&#246;mungsl&#246;ser realisieren, die prinzipiell auch transiente Einstr&#246;mrandbedingungen in der durch Hindernisse gest&#246;rten atmosph&#228;rischen Windgrenzschicht abbilden k&#246;nnen.
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<p>In einem vom Bundesministerium f&#252;r Wirtschaft im Rahmen des Forschungsnetzwerks Mittelstand gef&#246;rderten Projekt soll das Potenzial der OpenSource-Programmpakete f&#252;r praktische St&#246;rfallauswirkungsbetrachtungen erschlossen und eine Toolbox zur Simulation der Ausbreitung gasf&#246;rmiger Gefahrstoffe in industrieller Umgebung entwickelt und evaluiert werden.
Es werden Windfeldgeneratoren auf Basis von RANS und LES entwickelt.
F&#252;r typische, mit den Modelltypen im Zusammenhang stehende Probleme bei der Simulation bodennaher Windfelder werden praxistaugliche L&#246;sungen entwickelt.
F&#252;r die Implementierung eines RANS-basierten Windfeldgenerators erfolgte beispielsweise die Anpassung der Randbedingungen im Einstr&#246;mrand und der verwendeten Wandfunktionen an das verwendete Turbulenzmodell.
F&#252;r das entwickelte LES-basierte Modell wurden u.
a.
verschiedene Verfahren zur Simulation bzw.
Synthese turbulenter natur&#228;hnlicher Einstr&#246;mrandbedingungen und verschiedene Turbulenzparametrisierungen implementiert und getestet.
Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt bildet die Bereitstellung qualifizierter, modell- und anwendungsspezifischer Referenzdatens&#228;tze zur Evaluierung der entwickelten Modelle und Simulationskonzepte.
Hierf&#252;r werden systematische Modellversuche zur Ausbreitung dichteneutraler und schwerer Gase in einem Grenzschichtwindkanal durchgef&#252;hrt.
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<p>Der Beitrag stellt den aktuellen Stand der zweij&#228;hrigen Projekt- und Entwicklungsarbeit vor, dokumentiert beispielhaft die G&#252;te der mit den entwickelten Softwaretools erzielbaren Simulationsergebnisse und gibt einen &#220;berblick &#252;ber die im Projekt generierten Referenzdatens&#228;tze f&#252;r eine angemessene Modellevaluierung.
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