Search engine for discovering works of Art, research articles, and books related to Art and Culture
ShareThis
Javascript must be enabled to continue!

Fahrradstraßen als Instrument zur Förderung des Umweltverbundes? Eine Untersuchung zum Einfluss von Fahrradstraßen auf den Fuß- und Linienbusverkehr

View through CrossRef
Immer mehr Städte und Kommunen erkennen, dass Fahrradstraßen eine kostengünstige und schnell umzusetzende Maßnahme darstellen, um den Radverkehr zu fördern. Gleichzeitig herrscht in urbanen Räumen häufig eine große Flächenkonkurrenz, die eine Überlagerung verschiedener Verkehrsnetze und das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Nutzungsansprüche bedingt. Da ein gegenseitiges Ausspielen der Verkehrsmittel des Umweltverbundes im Sinne der Mobilitätswende vermieden werden muss, untersucht die vorliegende Arbeit, ob und unter welchen Voraussetzungen Fahrradstraßen nicht nur für den Radverkehr, sondern auch für den Fußverkehr und Linienbusverkehr Vorteile bringen können. Dazu wurde eine empirische Untersuchung in Berlin, Frankfurt am Main, Münster und Utrecht (NL) durchgeführt, bei der in ausgewählten Fahrradstraßen sowohl qualitative als auch quantitative Methoden zur Anwendung kamen. Mithilfe von leitfadengestützten Expert*inneninterviews wurde ermittelt, welche Anforderungen der Fuß- und Linienbusverkehr an Fahrradstraßen hat und inwiefern diese in der Planung berücksichtigt werden. Stationäre Verkehrsbeobachtungen gaben darüber hinaus Aufschluss über Interaktionen zwischen dem Fuß- und Radverkehr an Querungsstellen. In einer ergänzenden Straßenbefragung wurden Passant*innen zu ihrer Wahrnehmung der Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität befragt. Um den Einfluss des Radverkehrs auf den Linienbusverkehr in Fahrradstraßen zu untersuchen, wurden außerdem Busmitfahrten durchgeführt. In der Auswertung der erhobenen Daten wurde deutlich, dass der Linienbusverkehr aufgrund der Reduzierung des Kfz-Verkehrsaufkommens in der Regel von Fahrradstraßen profitiert. Verzögerungen im Betriebsablauf durch den Radverkehr sind zwar möglich, fallen aber kaum ins Gewicht. Insgesamt zeigte sich die Kombination von Rad- und Busverkehr harmonisch, auch aus Sicht von Busfahrenden und Verkehrsbetrieben. Für den Fußverkehr ergeben sich ebenfalls Vorteile. Neben der geringeren Lärmbelastung tragen oftmals weitere Maßnahmen wie breite Gehwege und Grünelemente zu einer höheren Aufenthaltsqualität bei. Eine ausgeprägte Barrierewirkung von Fahrradstraßen für den Fußverkehr konnte nicht festgestellt werden. Vielmehr verliefen die beobachteten Interaktionen zwischen Radfahrenden und Zufußgehenden überwiegend konfliktfrei.
Technische Hochschule Wildau
Title: Fahrradstraßen als Instrument zur Förderung des Umweltverbundes? Eine Untersuchung zum Einfluss von Fahrradstraßen auf den Fuß- und Linienbusverkehr
Description:
Immer mehr Städte und Kommunen erkennen, dass Fahrradstraßen eine kostengünstige und schnell umzusetzende Maßnahme darstellen, um den Radverkehr zu fördern.
Gleichzeitig herrscht in urbanen Räumen häufig eine große Flächenkonkurrenz, die eine Überlagerung verschiedener Verkehrsnetze und das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Nutzungsansprüche bedingt.
Da ein gegenseitiges Ausspielen der Verkehrsmittel des Umweltverbundes im Sinne der Mobilitätswende vermieden werden muss, untersucht die vorliegende Arbeit, ob und unter welchen Voraussetzungen Fahrradstraßen nicht nur für den Radverkehr, sondern auch für den Fußverkehr und Linienbusverkehr Vorteile bringen können.
Dazu wurde eine empirische Untersuchung in Berlin, Frankfurt am Main, Münster und Utrecht (NL) durchgeführt, bei der in ausgewählten Fahrradstraßen sowohl qualitative als auch quantitative Methoden zur Anwendung kamen.
Mithilfe von leitfadengestützten Expert*inneninterviews wurde ermittelt, welche Anforderungen der Fuß- und Linienbusverkehr an Fahrradstraßen hat und inwiefern diese in der Planung berücksichtigt werden.
Stationäre Verkehrsbeobachtungen gaben darüber hinaus Aufschluss über Interaktionen zwischen dem Fuß- und Radverkehr an Querungsstellen.
In einer ergänzenden Straßenbefragung wurden Passant*innen zu ihrer Wahrnehmung der Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität befragt.
Um den Einfluss des Radverkehrs auf den Linienbusverkehr in Fahrradstraßen zu untersuchen, wurden außerdem Busmitfahrten durchgeführt.
In der Auswertung der erhobenen Daten wurde deutlich, dass der Linienbusverkehr aufgrund der Reduzierung des Kfz-Verkehrsaufkommens in der Regel von Fahrradstraßen profitiert.
Verzögerungen im Betriebsablauf durch den Radverkehr sind zwar möglich, fallen aber kaum ins Gewicht.
Insgesamt zeigte sich die Kombination von Rad- und Busverkehr harmonisch, auch aus Sicht von Busfahrenden und Verkehrsbetrieben.
Für den Fußverkehr ergeben sich ebenfalls Vorteile.
Neben der geringeren Lärmbelastung tragen oftmals weitere Maßnahmen wie breite Gehwege und Grünelemente zu einer höheren Aufenthaltsqualität bei.
Eine ausgeprägte Barrierewirkung von Fahrradstraßen für den Fußverkehr konnte nicht festgestellt werden.
Vielmehr verliefen die beobachteten Interaktionen zwischen Radfahrenden und Zufußgehenden überwiegend konfliktfrei.

Related Results

Pedersstræde i Viborg. Købstadarkæologiske undersøgelser 1966/67
Pedersstræde i Viborg. Købstadarkæologiske undersøgelser 1966/67
Pedersstræde in Viborg Archäologische Untersuchungen der Stadt ViborgSchon seit dem 17. Jahrhundert hat man die historisch-topographische Entwicklung der Stadt Viborg zum Gegenstan...
Interaktion von Shiga Toxin mit primären humanen intestinalen und renalen Epithelzellen
Interaktion von Shiga Toxin mit primären humanen intestinalen und renalen Epithelzellen
ZusammenfassungInfektionen durch enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC)‐Bakterien können beim Menschen wässrige und blutige Durchfälle verursachen und im schlimmsten Fall das...
Konceptualizacija temporal'nosti v poėtike Iosifa Brodskogo = Zeitkonzepte in der Poetik Iosif Brodskijs
Konceptualizacija temporal'nosti v poėtike Iosifa Brodskogo = Zeitkonzepte in der Poetik Iosif Brodskijs
Iosif Brodskij (Joseph Brodsky) ist wahrlich kein unbeschriebenes Blatt in der Forschung der neueren russischen Literatur. Brodskijs Freund Lev Losev sprach ironisch von der Produk...
Entwicklung massenspektrometrischer Methoden zur Analytik von Mykotoxinen in Innenräumen
Entwicklung massenspektrometrischer Methoden zur Analytik von Mykotoxinen in Innenräumen
ZusammenfassungEin Schimmelpilzbefall tritt in Deutschland in etwa jeder zehnten Wohnung auf und kann gesundheitliche Beeinträchtigungen von Bewohnenden auslösen. Die Beschwerden r...
Entwicklung HPLC‐MS/MS‐basierter Methoden zur Multi‐Mykotoxinanalytik in Humanurin
Entwicklung HPLC‐MS/MS‐basierter Methoden zur Multi‐Mykotoxinanalytik in Humanurin
ZusammenfassungMykotoxine sind toxische Sekundärmetaboliten von Schimmelpilzen verschiedener Gattungen. Der Befall von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen wie Getreide, Obst, Nüssen ...
E-Learning
E-Learning
E-Learning ist heute aus keinem pädagogischen Lehrraum mehr wegzudenken. In allen Bereichen von Schule über die berufliche bis zur universitären Ausbildung und besonders im Bereich...
Palataalidissimilaation kätkemiä balttilaislainoja
Palataalidissimilaation kätkemiä balttilaislainoja
Durch palatale Dissimilation verschleierte baltische LehnwörterDie ins Urfinnische entlehnten baltischen Wörter haben in den ostseefinnischen Sprachen einige alte Züge bewahrt, die...
Metabolismusstudien an Mykotoxinen
Metabolismusstudien an Mykotoxinen
ZusammenfassungMykotoxine sind toxische Sekundärmetaboliten verschiedener Schimmelpilze. Aufgrund der weiten Verbreitung der Pilze kommen Mykotoxine ubiquitär in Lebens‐ und Futter...

Back to Top