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„Wiedersehen mit Vorgestern.“ Zum Kontext von Mascha Kalékos erstem Deutschland-Besuch 1956
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Pendant les premières semaines de sa première visite en Allemagne (1956, RFA et Berlin) depuis son émigration en 1938, M. Kaléko regarde attentivement ce qu’elle voit. Pour juger la sensibilité de sa réaction, l’article donne d’abord une présentation de la situation politique dans laquelle elle revient en janvier 1956 : le passé des ministres du deuxième gouvernement du chancelier Konrad Adenauer (présenté à l’exemple de Hans Globke) ; les développements, qui montrent une Allemagne du renouveau : entre autres la création d’une nouvelle armée, les premiers travailleurs italiens, le retour des derniers prisonniers de guerre et la loi de dédommagement pour les victimes de la dictature nazie. Trois événements culturels de ces mois dénoncent une atmosphère en partie antisémite. L’analyse du texte préparé pour une émission à la radio de Stuttgart (SDR) en février, dans lequel elle parle de ses débuts comme auteur et lit des poèmes, montre la réaction de Kaléko à cette situation : de façon divertissante, elle parle de l’avant-hier. L’hier, en revanche, les années de restrictions comme ›non-aryenne‹ et de son émigration, reste caché dans des subordonnées ou par une recontextualisation des poèmes. Il est vrai qu’au cours de son séjour elle commence à parler un peu plus directement. Mais il n’est pas certain que son message soit vraiment compris.Mascha Kaléko beobachtet in den ersten Wochen ihres ersten Deutschland-Aufenthaltes (BRD und Westberlin) nach 1938 aufmerksam, was sie sieht. Zur Beurteilung ihrer empfindlichen Reaktion wird die politische Situation vorgestellt, in die sie Anfang 1956 kommt: die Vergangenheit der Minister in Konrad Adenauers zweiter Regierung als Bundeskanzler am Beispiel von Hans Globke. Dazu die neuen Entwicklungen in der westdeutschen Gesellschaft: der Aufbau der neuen Armee, erste ›Gastarbeiter‹, die Behandlung der Spätheimkehrer und der durch die Naziherrschaft Geschädigten. Beispielhaft wird die teilweise antisemitische Atmosphäre im kulturellen Bereich dargestellt. Kalékos Vortrag von Februar 1956 beim Süddeutschen Rundfunk Stuttgart (SDR) wird einer aufmerksamen Lektüre unterzogen. Sie gibt dort einen Überblick über ihre Anfänge und liest dabei auch Gedichte: Unterhaltsam spricht sie über das Vorgestern. Die Zeit der Einschränkung als ›Nichtarierin‹ und die ihrer Emigration, also das Gestern, verbirgt sie jedoch in Nebensätzen oder mittels neuer Kontextualisierung. Im Laufe ihres Aufenthaltes wird sie zwar etwas deutlicher, dennoch kann bezweifelt werden, daß sie damit von vielen ihrer Zuhörer und Leser verstanden wird.
Title: „Wiedersehen mit Vorgestern.“ Zum Kontext von Mascha Kalékos erstem Deutschland-Besuch 1956
Description:
Pendant les premières semaines de sa première visite en Allemagne (1956, RFA et Berlin) depuis son émigration en 1938, M.
Kaléko regarde attentivement ce qu’elle voit.
Pour juger la sensibilité de sa réaction, l’article donne d’abord une présentation de la situation politique dans laquelle elle revient en janvier 1956 : le passé des ministres du deuxième gouvernement du chancelier Konrad Adenauer (présenté à l’exemple de Hans Globke) ; les développements, qui montrent une Allemagne du renouveau : entre autres la création d’une nouvelle armée, les premiers travailleurs italiens, le retour des derniers prisonniers de guerre et la loi de dédommagement pour les victimes de la dictature nazie.
Trois événements culturels de ces mois dénoncent une atmosphère en partie antisémite.
L’analyse du texte préparé pour une émission à la radio de Stuttgart (SDR) en février, dans lequel elle parle de ses débuts comme auteur et lit des poèmes, montre la réaction de Kaléko à cette situation : de façon divertissante, elle parle de l’avant-hier.
L’hier, en revanche, les années de restrictions comme ›non-aryenne‹ et de son émigration, reste caché dans des subordonnées ou par une recontextualisation des poèmes.
Il est vrai qu’au cours de son séjour elle commence à parler un peu plus directement.
Mais il n’est pas certain que son message soit vraiment compris.
Mascha Kaléko beobachtet in den ersten Wochen ihres ersten Deutschland-Aufenthaltes (BRD und Westberlin) nach 1938 aufmerksam, was sie sieht.
Zur Beurteilung ihrer empfindlichen Reaktion wird die politische Situation vorgestellt, in die sie Anfang 1956 kommt: die Vergangenheit der Minister in Konrad Adenauers zweiter Regierung als Bundeskanzler am Beispiel von Hans Globke.
Dazu die neuen Entwicklungen in der westdeutschen Gesellschaft: der Aufbau der neuen Armee, erste ›Gastarbeiter‹, die Behandlung der Spätheimkehrer und der durch die Naziherrschaft Geschädigten.
Beispielhaft wird die teilweise antisemitische Atmosphäre im kulturellen Bereich dargestellt.
Kalékos Vortrag von Februar 1956 beim Süddeutschen Rundfunk Stuttgart (SDR) wird einer aufmerksamen Lektüre unterzogen.
Sie gibt dort einen Überblick über ihre Anfänge und liest dabei auch Gedichte: Unterhaltsam spricht sie über das Vorgestern.
Die Zeit der Einschränkung als ›Nichtarierin‹ und die ihrer Emigration, also das Gestern, verbirgt sie jedoch in Nebensätzen oder mittels neuer Kontextualisierung.
Im Laufe ihres Aufenthaltes wird sie zwar etwas deutlicher, dennoch kann bezweifelt werden, daß sie damit von vielen ihrer Zuhörer und Leser verstanden wird.
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