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Distal Radius Fractures - Retrospective Quality Control of Conservative and Operative Fracture Treatment

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Fragestellung: Die häufigste Fraktur des Erwachsenen stellt aufgrund einer Vielzahl möglicher Frakturtypen und Begleitfaktoren hohe Ansprüche an die Indikationsstellung zu einem der vielen zur Verfügung stehenden Therapieverfahren. Im Sinne einer internen Qualitätskontrolle wurden alle 1995 im Kantonsspital Chur behandelten distalen Radiusfrakturen 1997/98 zu einer Nachkontrolle aufgeboten. Methodik: Das Patientenkollektiv umfasste 69 erwachsene Personen mit 71 distalen Radiusfrakturen. Nach durchschnittlich 26 Monaten konnten 58 Patienten (84.5%) nachuntersucht werden. Seitenvergleichend wurden Bewegungsausmass, Kraft und Trophik beurteilt. Verlauf wie auch Endresultat wurden radiologisch dokumentiert. Zusätzlich mussten die Patienten detaillierte Angaben zu ihrer Nachbehandlung sowie zu Beschwerden und Einschränkungen im Alltagsleben machen. Das Gesamtergebnis wurde anhand des "Demerit Point System" bewertet. Ergebnisse: Insgesamt kamen fünf verschiedene Therapieverfahren zur Anwendung. 76.3% der Patienten wiesen ein sehr gutes/gutes und 23.7% ein mässiges/schlechtes Endergebnis auf. In 56.7% der Fälle kam es zu einer sekundären Fragmentdislokation. Diese fand sich bei den perkutanen Kirschner-Draht-Spickungen sogar in 93.3% der Fälle! Es zeigte sich eine deutliche Korrelation zwischen sekundärer Dislokation und Endergebnis. Schlussfolgerung: Voraussetzung für ein optimales Outcome ist die Wiederherstellung anatomischer Winkel- und Längenverhältnisse, auch wenn am distalen Radius, im Vergleich zu anderen Gelenken, mässige Winkel-Fehlstellungen recht gut toleriert werden. Unser Kollektiv zeigte eine unerwartet hohe Rate mit sekundärer Dislokation, so insbesondere bei der perkutanen KD-Spickung. Neben zu optimistischer Indikationsstellung für diese Technik stellen die insuffiziente Nachuntersuchung und/oder die nicht erfolgte Umstellung auf eine stabiler Fixationsart die Gründe für dieses unbefriedigende Endresultat dar. Die Ergebnisse dieser retrospektiven Untersuchung führte bei uns zu einer Anpassung unseres Therapiekonzepts, so kommt insbesondere beim jungen Patienten die dorso-radiale Doppelplatten-Technik mit Spongiosaplastik als wichtige Methode vermehrt zur Anwendung. Das neue standardisierte Konzept wird nun in einer prospektiven Studie kritisch evaluiert.
Title: Distal Radius Fractures - Retrospective Quality Control of Conservative and Operative Fracture Treatment
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Fragestellung: Die häufigste Fraktur des Erwachsenen stellt aufgrund einer Vielzahl möglicher Frakturtypen und Begleitfaktoren hohe Ansprüche an die Indikationsstellung zu einem der vielen zur Verfügung stehenden Therapieverfahren.
Im Sinne einer internen Qualitätskontrolle wurden alle 1995 im Kantonsspital Chur behandelten distalen Radiusfrakturen 1997/98 zu einer Nachkontrolle aufgeboten.
Methodik: Das Patientenkollektiv umfasste 69 erwachsene Personen mit 71 distalen Radiusfrakturen.
Nach durchschnittlich 26 Monaten konnten 58 Patienten (84.
5%) nachuntersucht werden.
Seitenvergleichend wurden Bewegungsausmass, Kraft und Trophik beurteilt.
Verlauf wie auch Endresultat wurden radiologisch dokumentiert.
Zusätzlich mussten die Patienten detaillierte Angaben zu ihrer Nachbehandlung sowie zu Beschwerden und Einschränkungen im Alltagsleben machen.
Das Gesamtergebnis wurde anhand des "Demerit Point System" bewertet.
Ergebnisse: Insgesamt kamen fünf verschiedene Therapieverfahren zur Anwendung.
76.
3% der Patienten wiesen ein sehr gutes/gutes und 23.
7% ein mässiges/schlechtes Endergebnis auf.
In 56.
7% der Fälle kam es zu einer sekundären Fragmentdislokation.
Diese fand sich bei den perkutanen Kirschner-Draht-Spickungen sogar in 93.
3% der Fälle! Es zeigte sich eine deutliche Korrelation zwischen sekundärer Dislokation und Endergebnis.
Schlussfolgerung: Voraussetzung für ein optimales Outcome ist die Wiederherstellung anatomischer Winkel- und Längenverhältnisse, auch wenn am distalen Radius, im Vergleich zu anderen Gelenken, mässige Winkel-Fehlstellungen recht gut toleriert werden.
Unser Kollektiv zeigte eine unerwartet hohe Rate mit sekundärer Dislokation, so insbesondere bei der perkutanen KD-Spickung.
Neben zu optimistischer Indikationsstellung für diese Technik stellen die insuffiziente Nachuntersuchung und/oder die nicht erfolgte Umstellung auf eine stabiler Fixationsart die Gründe für dieses unbefriedigende Endresultat dar.
Die Ergebnisse dieser retrospektiven Untersuchung führte bei uns zu einer Anpassung unseres Therapiekonzepts, so kommt insbesondere beim jungen Patienten die dorso-radiale Doppelplatten-Technik mit Spongiosaplastik als wichtige Methode vermehrt zur Anwendung.
Das neue standardisierte Konzept wird nun in einer prospektiven Studie kritisch evaluiert.

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