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Schwiegermütter und Totgeburten

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Zusammenfassung: Wir argumentieren, dass die Psychologie des Schwiegermutter/Schwiegertochter-Konflikts auf einen genetischen Interessenskonflikt zurückgeht. Anhand von Statistiken zur Totgeburtlichkeit zeigen wir, dass dieser Konflikt unter den sozio-ökologischen Bedingungen der ländlichen Krummhörner Bevölkerung des 18. und 19.Jahrhunderts (Ostfriesland) reproduktive Kosten verursacht hat. Drei Szenarien könnten zur Evolution des Schwiegerkonflikts geführt haben: in dem “Monopolisierungs-Szenario” geht es der Schwiegermutter um eine best mögliche Erhöhung der Vaterschaftswahrscheinlichkeit ihres Sohnes. In dem Szenario zur “Steigerung des Paarungserfolgs” brechen Schwiegermütter starke emotionale Bande zwischen ihren Söhnen und deren Partnerinnen auf, um den Söhnen weitere, außereheliche Paarungsmöglichkeiten zu erleichtern. In dem “Ausbeutungs-Szenario” sind Schwiegermütter bestrebt, die ökonomischen Erträge aus der Arbeit von Schwiegertöchtern in die eigene Familienökonomie zu überführen. Die Krummhörner Schwiegerkonflikte entsprechen wahrscheinlich am besten der Logik des “Ausbeutungs-Szenarios”. Wir schließen mit der Hypothese, dass die soziale und reproduktive Manipulation der Schwiegertöchter durch die Schwiegermütter ein weiterer evolutionärer Weg zur Entstehung der postgenerativen Lebensspanne gewesen sein könnte.
Title: Schwiegermütter und Totgeburten
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Zusammenfassung: Wir argumentieren, dass die Psychologie des Schwiegermutter/Schwiegertochter-Konflikts auf einen genetischen Interessenskonflikt zurückgeht.
Anhand von Statistiken zur Totgeburtlichkeit zeigen wir, dass dieser Konflikt unter den sozio-ökologischen Bedingungen der ländlichen Krummhörner Bevölkerung des 18.
und 19.
Jahrhunderts (Ostfriesland) reproduktive Kosten verursacht hat.
Drei Szenarien könnten zur Evolution des Schwiegerkonflikts geführt haben: in dem “Monopolisierungs-Szenario” geht es der Schwiegermutter um eine best mögliche Erhöhung der Vaterschaftswahrscheinlichkeit ihres Sohnes.
In dem Szenario zur “Steigerung des Paarungserfolgs” brechen Schwiegermütter starke emotionale Bande zwischen ihren Söhnen und deren Partnerinnen auf, um den Söhnen weitere, außereheliche Paarungsmöglichkeiten zu erleichtern.
In dem “Ausbeutungs-Szenario” sind Schwiegermütter bestrebt, die ökonomischen Erträge aus der Arbeit von Schwiegertöchtern in die eigene Familienökonomie zu überführen.
Die Krummhörner Schwiegerkonflikte entsprechen wahrscheinlich am besten der Logik des “Ausbeutungs-Szenarios”.
Wir schließen mit der Hypothese, dass die soziale und reproduktive Manipulation der Schwiegertöchter durch die Schwiegermütter ein weiterer evolutionärer Weg zur Entstehung der postgenerativen Lebensspanne gewesen sein könnte.

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