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Substanzkonsum bei Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung: Entwicklung einer Toolbox und App im Projekt „SKoL“
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Zusammenfassung
Hintergrund
Die Häufigkeit des Konsums von Alkohol, Nikotin und Energydrinks bei Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung ist mittlerweile vergleichbar mit dem der Allgemeinbevölkerung. Der selbstbestimmte und gesundheitsbewusste Umgang mit Substanzen sowie gesundheitskompetente Entscheidungen zu treffen, spielen aufgrund zunehmender Inklusion und Normalisierung eine wichtige Rolle.
Projektziele
Das Projekt SKoL (Substanz-Kompetenz-Toolbox, Laufzeit 01.11.2020–28.02.2024) hatte zum Ziel (1) die Wissenskompetenz im Bereich Substanzmittelkonsum, insbesondere Alkohol, Nikotin und Energydrinks, durch die Entwicklung einer sog. Toolbox mit unterschiedlichen Materialien und einer App zu stärken. (2) Die Handlungskompetenz (Anwendung des Faktenwissens) im Bereich Substanzmittelkonsum bei den Nutzenden zu erweitern.
Methodik
Das Projekt gliederte sich in 3 Phasen: (1) Vorbereitungsphase mit Ist-Stand-Erhebung, Fokusgruppe und Erprobungs-Workshop, (2) Entwicklungsphase der Toolbox und App in Form von 11 Kreativwerkstätten, (3) Erprobungsphase von Toolbox und App in zwei Erprobungsgruppen. Eine inklusive Arbeitsgruppe (
n
= 8 Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung,
n
= 3 Fachpersonen der Behindertenhilfe) war im gesamten Prozess der partizipativen Toolbox-Entwicklung involviert. SKoL wurde über alle drei Phasen des Projekts (Vorher-Nachher-Befragungen in Leichter Sprache, Fokusgruppe und Interviews mit Fachpersonal der Lebenswelten Wohnen und Arbeiten, World-Café mit Fachpersonal der Behinderten- und Suchthilfe) wissenschaftlich begleitend evaluiert. Die Toolbox wurde zum Projektende von zwei Erprobungsgruppen unter Anleitung von Fachkräften zur Substanz Energydrinks hinsichtlich Anwendbarkeit und Zufriedenheit getestet. Entstanden sind eine Toolbox mit analogen und digitalen Elementen, eine App, ein Praxisleitfaden zur nachhaltigen Nutzung der Materialien und App sowie eine Webseite, die die Produkte zum Download bereitstellt.
Ergebnisse
Es wurde ein analoges und digitales Angebot für die informierte Nutzung und Stärkung der Gesundheitskompetenz für den stoffgebundenen Substanzmittelkonsum für die Nutzenden entwickelt. Die Toolbox berücksichtigt nutzergruppenspezifische Besonderheiten, z. B. lebensweltbezogene Beispiele, Leichte Sprache, wiederholende Elemente, unterschiedliche Formate zum Aufbau der Wissens- und Handlungskompetenz (Info-Materialien, Quizfragen, Aufgaben und Selbsterfahrung), das 2‑Sinne-Prinzip durch Bebilderung/Piktogramme und Vorlesefunktion, eine orts- und zeitunabhängige Nutzung als Einzelnutzer*in oder für die Anwendung als Gruppe.
Springer Science and Business Media LLC
Title: Substanzkonsum bei Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung: Entwicklung einer Toolbox und App im Projekt „SKoL“
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Zusammenfassung
Hintergrund
Die Häufigkeit des Konsums von Alkohol, Nikotin und Energydrinks bei Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung ist mittlerweile vergleichbar mit dem der Allgemeinbevölkerung.
Der selbstbestimmte und gesundheitsbewusste Umgang mit Substanzen sowie gesundheitskompetente Entscheidungen zu treffen, spielen aufgrund zunehmender Inklusion und Normalisierung eine wichtige Rolle.
Projektziele
Das Projekt SKoL (Substanz-Kompetenz-Toolbox, Laufzeit 01.
11.
2020–28.
02.
2024) hatte zum Ziel (1) die Wissenskompetenz im Bereich Substanzmittelkonsum, insbesondere Alkohol, Nikotin und Energydrinks, durch die Entwicklung einer sog.
Toolbox mit unterschiedlichen Materialien und einer App zu stärken.
(2) Die Handlungskompetenz (Anwendung des Faktenwissens) im Bereich Substanzmittelkonsum bei den Nutzenden zu erweitern.
Methodik
Das Projekt gliederte sich in 3 Phasen: (1) Vorbereitungsphase mit Ist-Stand-Erhebung, Fokusgruppe und Erprobungs-Workshop, (2) Entwicklungsphase der Toolbox und App in Form von 11 Kreativwerkstätten, (3) Erprobungsphase von Toolbox und App in zwei Erprobungsgruppen.
Eine inklusive Arbeitsgruppe (
n
= 8 Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung,
n
= 3 Fachpersonen der Behindertenhilfe) war im gesamten Prozess der partizipativen Toolbox-Entwicklung involviert.
SKoL wurde über alle drei Phasen des Projekts (Vorher-Nachher-Befragungen in Leichter Sprache, Fokusgruppe und Interviews mit Fachpersonal der Lebenswelten Wohnen und Arbeiten, World-Café mit Fachpersonal der Behinderten- und Suchthilfe) wissenschaftlich begleitend evaluiert.
Die Toolbox wurde zum Projektende von zwei Erprobungsgruppen unter Anleitung von Fachkräften zur Substanz Energydrinks hinsichtlich Anwendbarkeit und Zufriedenheit getestet.
Entstanden sind eine Toolbox mit analogen und digitalen Elementen, eine App, ein Praxisleitfaden zur nachhaltigen Nutzung der Materialien und App sowie eine Webseite, die die Produkte zum Download bereitstellt.
Ergebnisse
Es wurde ein analoges und digitales Angebot für die informierte Nutzung und Stärkung der Gesundheitskompetenz für den stoffgebundenen Substanzmittelkonsum für die Nutzenden entwickelt.
Die Toolbox berücksichtigt nutzergruppenspezifische Besonderheiten, z.
B.
lebensweltbezogene Beispiele, Leichte Sprache, wiederholende Elemente, unterschiedliche Formate zum Aufbau der Wissens- und Handlungskompetenz (Info-Materialien, Quizfragen, Aufgaben und Selbsterfahrung), das 2‑Sinne-Prinzip durch Bebilderung/Piktogramme und Vorlesefunktion, eine orts- und zeitunabhängige Nutzung als Einzelnutzer*in oder für die Anwendung als Gruppe.
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